Chelsea Green über die ursprüngliche Idee mit Blair Davenport: So hätte „Secret Service” ursprünglich aussehen sollen und warum „Total Divas” für das Women’s Wrestling wichtig war

Chelsea Green gehört zu den WWE-Superstars, die sich durch außergewöhnliches Improvisationstalent und starke Eigeninitiative auszeichnen. Seit ihrem Debüt im WWE Main Roster hat sie mehrfach bewiesen, dass sie selbst aus scheinbar kleinen Rollen oder fragilen Storylines einprägsame Charakterarbeit formen kann. In einem Interview im „Lightweights Podcast“ gewährte die Kanadierin nun einen seltenen Einblick hinter die Kulissen ihrer derzeitigen Gruppierung „Secret Hervice“ und offenbarte, dass der Weg zu diesem Trio alles andere als gradlinig war.

Laut Green stand ursprünglich Blair Davenport als drittes Mitglied der Gruppierung auf dem Plan. Davenport, die auch unter dem Namen Bea Priestley internationale Bekanntheit erlangte, war zu diesem Zeitpunkt Teil des NXT-Rosters. Als sie jedoch überraschend entlassen wurde, platzten auch die ersten Pläne für die geplante Gruppierung. Dieser Einschnitt war für Green ein herber Rückschlag.

„Als wir über eine Dritte sprachen, sollte es zunächst Blair Davenport sein, und als Blair entlassen wurde, war das natürlich ein Schockmoment. Mann, vielleicht werden wir keine Gruppierung sein – vielleicht werden wir einfach ein Tag-Team“, erklärte Green im Gespräch. Gemeinsam mit ihrer damaligen und aktuellen Partnerin Piper Niven überlegte sie daraufhin, ob man nicht ganz auf die Idee einer vollständigen Gruppierung verzichten und stattdessen als reguläres Tag Team auftreten sollte.

Die Wahl fiel auf Alba Fyre: Eine gemeinsame Geschichte führte zur neuen Dynamik

Trotz des Rückschlags entschieden sich Green und Niven dazu, einen neuen Anlauf zu wagen. Die Wahl fiel schließlich auf Alba Fyre. Green begründete diese Entscheidung mit der engen persönlichen Verbindung der drei Frauen, die weit über ihre WWE-Zeit hinausreichte. Alle drei hätten mehrere Jahre gemeinsam in Japan verbracht, während ihrer Zeit bei der renommierten Womens Wrestling-Promotion STARDOM. Diese gemeinsame Geschichte habe für ein tiefes Vertrauen gesorgt und die Zusammenarbeit im WWE-Umfeld erleichtert.

„Dann hatten wir die Idee, dass wir sie überzeugen könnten Alba Fyre, zu holen. Denn Fyre ist Pipers beste Freundin aus Schottland, mit der sie jahrelang zusammengearbeitet hat. Sie hat auch mit uns in Japan gelebt – wir drei haben zusammen in Japan gelebt, seit wir bei  STARDOM gearbeitet haben. Wir drei haben also eine Vorgeschichte, wir haben eine Beziehung, wir passen gut zusammen, wir kennen auch die Macken und Schwächen des anderen, also können wir damit arbeiten. Es hat also Spaß gemacht“, erklärte Green ausführlich.

Chelsea Green fordert Rückkehr von Total Divas und nennt beeindruckende Wirkung der Show auf WWE-Frauenkarrieren

Neben ihren Einblicken in die WWE-Gruppendynamik sprach Chelsea Green im Podcast auch über eine Show, die in der öffentlichen Wahrnehmung längst abgeschlossen scheint – für sie jedoch nach wie vor eine zentrale Rolle spielt: Total Divas. Die Reality-TV-Sendung, die zwischen 2013 und 2019 auf dem US-Sender E! ausgestrahlt wurde, gewährte exklusive Einblicke in das Privat- und Berufsleben zahlreicher WWE-Superstars, vor allem Frauen wie Natalya, Brie und Nikki Bella, Naomi, Cameron, Paige, Eva Marie, JoJo, Maryse, Carmella, Alexa Bliss und Ronda Rousey.

Für viele Fans galt die Show eher als unterhaltsamer Ableger abseits des Rings, doch Green sieht in Total Divas deutlich mehr als bloße TV-Unterhaltung. Ihrer Meinung nach war die Sendung ein entscheidender Faktor, der maßgeblich dazu beigetragen hat, dass viele Frauen überhaupt erst den Weg zum Wrestling und zur WWE gefunden haben.

„Jede Minute, jede Stunde, jeden Tag denke ich an Total Divas. Die Nachfrage ist da. Die Nachfrage ist da. Das höre ich immer wieder. Ich habe auch von vielen verschiedenen Leuten in der WWE und außerhalb der WWE und in Hollywood gehört, dass sie seit Jahren darauf drängen“, so Green leidenschaftlich. Sie betonte, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis ein ähnliches Format zurückkomme, ob unter dem bekannten Namen Total Divas oder mit einer neuen Ausrichtung.

Am deutlichsten wurde sie jedoch, als sie erklärte: „Total Divas hat 75 % der weiblichen Teilnehmerinnen von NXT dorthin gebracht. Dort haben alle das Wrestling entdeckt. Das hat diese Frauen zum Wrestling hingezogen. Und auch Familien. Es hat alle zusammengebracht.“ Diese Aussage dürfte vor allem bei langjährigen Wrestling-Fans für Diskussionen sorgen, insbesondere mit Blick auf Talente wie Asuka, Rhea Ripley oder Shayna Baszler, die ihre Karriere unabhängig von TV-Formaten in der Independent- oder Kampfsportszene starteten. Dennoch macht Green damit deutlich, wie einflussreich die Show aus ihrer Sicht war.

1 Kommentar

  1. Hm. Der Großteil der Damen und die anderen, die jetzt im Ring stehen, wirken mir eher als das Gegenteil zu den Protagonistinnen aus der Total-Divas-Zeit. Und das ist auch gut so.

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