Charlotte Flair denkt über ihre Zukunft nach: Ein persönlicher Wunsch und ein neues Projekt nehmen Formen an

Charlotte Flair steht auf dem Apron und blickt in den Ring

Charlotte Flair beschäftigt sich inzwischen immer stärker mit Themen, die weit über ihre Rolle bei WWE hinausgehen. Im Gespräch mit Stephanie McMahon bei „What’s Your Story?“ sprach sie über persönliche Zukunftswünsche, ein neues Projekt abseits des Rings und eine Erfahrung, die sie heute an die nächste Generation weitergeben möchte.

Charlotte Flair gibt Simone Johnson einen Rat, den sie selbst früher gebraucht hätte

Ein interessanter Moment des Gesprächs drehte sich um Simone Johnson, die Tochter von Dwayne „The Rock“ Johnson. Charlotte erzählte, dass Simone sie privat gefragt habe, wie sie mit dem Druck umgegangen sei, als Kind einer der bekanntesten Persönlichkeiten der Wrestlinggeschichte selbst ins Geschäft einzusteigen. Charlotte gab ihr dabei einen Rat, den sie nach eigener Aussage zu Beginn ihrer eigenen Karriere gern selbst erhalten hätte: Simone solle ihren familiären Hintergrund nicht kleinreden oder versuchen, sich davon zu distanzieren. Ein berühmter Nachname sei Teil der eigenen Geschichte und müsse nichts sein, für das man sich rechtfertige.

Charlotte sieht diese Haltung heute deutlich entspannter als noch zu Beginn ihrer WWE-Laufbahn. Für sie gehe es weniger darum, sich von Ric Flair abzugrenzen, sondern darum, die eigene Herkunft anzunehmen und daraus trotzdem eine individuelle Identität zu entwickeln. Genau diesen Gedanken möchte sie auch jüngeren Talenten mitgeben, die aus bekannten Wrestlingfamilien stammen. Der familiäre Hintergrund allein garantiere keinen Erfolg, müsse aber ebenso wenig als Belastung behandelt werden.

Charlotte Flair denkt inzwischen konkret über Adoption nach

Das Gespräch wurde deutlich persönlicher, als Stephanie McMahon Charlottes Umgang mit jungen Fans und Kindern ansprach. Dass sie eines Tages selbst Mutter werden möchte, hatte Charlotte bereits früher öffentlich gemacht. Nun erklärte sie jedoch erstmals konkreter, dass sie sich auch eine Adoption vorstellen könne. Charlotte sagte, dass sie sich Kinder in ihrer Zukunft vorstellen könne und eine Adoption für sie infrage komme, wenn der richtige Zeitpunkt erreicht sei. Dabei wolle sie sich nicht darauf festlegen, auf welchem Weg sie letztlich Mutter werde. Im Gespräch kam zudem das Thema Pflegekinder auf. Auch hier zeigte sich Charlotte offen und machte deutlich, dass für sie nicht allein eine biologische Mutterschaft zählt. Entscheidend sei vielmehr die Rolle, die sie im Leben eines Kindes übernehmen könne.

Siehe auch  Rob Van Dam blickt auf seine letzten Wrestling-Jahre: Ein besonderes Ziel reizt ihn noch

Wie stark dieses Thema für sie inzwischen geworden ist, merkt Charlotte nach eigener Aussage regelmäßig bei WWE-Veranstaltungen. Besonders bei jungen Fans in den ersten Reihen baue sie schnell eine emotionale Verbindung auf. Mit einem Augenzwinkern beschrieb sie, wie sie bei Kindern manchmal sofort denke: „Du gehörst jetzt zu mir.“ Charlotte betonte gleichzeitig, dass sie ihre Zukunft nicht unter einen festen Zeitplan stellen möchte. Für sie steht inzwischen vielmehr fest, dass sie eines Tages Mutter sein möchte – unabhängig davon, welcher Weg dorthin führt.

„Off the Pedestal“ wird Charlottes neues Projekt außerhalb des Rings

Auch beruflich öffnet sich Charlotte inzwischen stärker für Projekte außerhalb ihrer klassischen WWE-Rolle. Im Interview bestätigte sie ihr neues Podcast-Projekt „Off the Pedestal“, über das bereits zuvor erste Informationen bekannt geworden waren. Die Idee sei allerdings nicht aus einem lang gehegten Wunsch entstanden, selbst einen Podcast zu moderieren. Charlotte erklärte, dass eine Self-Care-Firma, in die sie als Angel-Investorin investiert habe, auf sie zugekommen sei und ihr das Konzept vorgeschlagen habe. Ihre erste Reaktion sei ausgesprochen pragmatisch gewesen. Sie habe offen gesagt, dass sie nicht versprechen könne, besonders gut darin zu sein, aber bereit sei, es auszuprobieren.

Aus diesem Versuch ist inzwischen ein ernsthaftes Projekt geworden. Charlotte bestätigte, dass bereits vier Folgen aufgenommen wurden. Ursprünglich habe sie sich vorgenommen, bis Oktober insgesamt zehn Episoden fertigzustellen. Der Titel „Off the Pedestal“ passt bewusst zu einer Phase ihres Lebens, in der sie sich zunehmend außerhalb ihrer bekannten WWE-Persona zeigen möchte. Nach Jahren als nahezu unantastbare „Queen“ soll das Format offenbar stärker die Person Ashley Fliehr hinter Charlotte Flair in den Mittelpunkt stellen.

Siehe auch  WWE erweitert Club WWE mit alten Raw-Shows – während bei Netflix große Lücken bleiben

Ric Flair war bereits Gast bei Charlottes neuem Podcast

Einen besonders interessanten Einblick gab Charlotte auch in eine bereits produzierte Episode. Ihr Vater Ric Flair saß demnach schon für „Off the Pedestal“ vor dem Mikrofon. Dabei soll es nicht ausschließlich um Wrestling gegangen sein. Charlotte erklärte, dass beide unter anderem über mentale Gesundheit, Selbstwert und persönliche Erfahrungen gesprochen hätten.

Ric erzählte eine Geschichte aus seiner eigenen Karriere, in der ihm die Haare abgeschnitten worden waren. Er habe sich anschließend am Flughafen von Charlotte aufgehalten und erlebt, dass ihn plötzlich deutlich weniger Menschen erkannten. Diese Erfahrung hatte ihn offenbar stärker beschäftigt, als Außenstehende vielleicht vermuteten. Charlotte wollte den vollständigen Inhalt der Folge zwar noch nicht vorwegnehmen, deutete aber bereits an, dass ihr Podcast mehr bieten soll als klassische Gespräche über Matches, Championships oder alte Wrestling-Geschichten.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*