Charlotte Flair bricht ihr Schweigen: Emotionales Geständnis über Body Shaming, den Cena-Rekord – und wie Tiffany Strattons Ehewitz sie wirklich traf

Charlotte Flair hat offen über einen besonders verletzenden Moment gesprochen, der sich während einer SmackDown-Ausgabe ereignete. In einem emotionalen Beitrag bei The Player’s Tribune schildert sie, wie sehr sie die Worte von Tiffany Stratton trafen, als diese in einer Promo ihren „0-3-Rekord bei Ehen“ erwähnte. Flair erklärte, dass sie nicht erwartet hatte, dass ihr Privatleben in dieser Form thematisiert wird. Als die Fans jubelten, obwohl sie für etwas verspottet wurde, das für sie persönlich schwer wiegt, fühlte sie sich tief getroffen. Sie beschrieb, dass es sich in diesem Moment nicht so anfühlte, als würde das Publikum gegen die Figur Charlotte buhen, sondern gegen Ashley – die reale Person hinter der Rolle.

Für Flair war es ein Augenblick, der sie erschütterte. Obwohl sie Profi genug ist, um persönliche Angriffe einzuordnen, war diese Bemerkung für sie ein Stich ins Herz. Besonders schwerfiel ihr der Gedanke, dass Menschen über etwas lachen, das für sie sehr real und schmerzhaft ist. Trotzdem betonte sie, dass das Verhältnis zu Stratton inzwischen wieder intakt ist und sie das Match bei WrestleMania 41 als sportliche Herausforderung betrachtet habe.

Body Shaming nach COVID-Erkrankung – Kritik trotz Bestform

In einem weiteren Abschnitt ihres Beitrags erinnerte sich Charlotte Flair an einen anderen tiefgreifenden Moment ihrer Karriere: ihre Rückkehr zu Monday Night Raw nach einer sechs­wöchigen COVID-Pause im Jahr 2021. Während dieser Zeit arbeitete sie intensiv an sich, nahm etwa 25 Pfund (ca. 11 kg) ab und präsentierte sich nach eigenen Aussagen in der besten Form ihres Lebens. Sie fühlte sich wohl, stark und selbstbewusst – bis sie nach ihrer Rückkehr einen Blick auf ihr Handy warf.

Dort erwarteten sie jedoch keine Glückwünsche oder lobenden Worte, sondern Tausende von Kommentaren auf Social Media, in denen über angebliche Schönheitsoperationen spekuliert wurde. Viele unterstellten ihr, dass sie ihr Aussehen durch Eingriffe verändert habe. Es fielen Aussagen wie „Ihr ganzer Körper ist unecht“ oder „Sie sieht aus wie Ric Flair mit Perücke“. Flair sagte, sie versuche solche Dinge nicht persönlich zu nehmen, aber es falle ihr schwer, wenn ihre körperlichen Erfolge durch bösartige Kommentare abgewertet werden. Sie betonte, dass sie nicht wirklich Charlotte Flair sei, sondern lediglich eine Rolle spiele – ein Fakt, den viele Fans ihrer Meinung nach immer wieder vergessen.

Kein Fokus mehr auf Titel – Persönliche Entwicklung im Vordergrund

Charlotte Flair ist eine 14-fache Women’s Champion, aber sie stellte klar, dass Titelgewinne für sie inzwischen nicht mehr die oberste Priorität haben. In einem Interview mit USA Today sagte sie, dass es ihr wichtiger sei, sich als Performerin weiterzuentwickeln. Ob sie künftig noch einmal Champion werde oder nicht, sei ihr nicht entscheidend. Für sie gehe es darum, neue Facetten ihrer Figur zu erforschen und sich selbst herauszufordern. Dabei betont sie, dass die Leidenschaft für das Wrestling ihr wichtigster Antrieb sei – nicht die Zahl der Championship-Gewinne.

Verhältnis zu den Four Horsewomen hat sich verändert

Flair äußerte sich außerdem zu ihrem heutigen Verhältnis zu den früheren Mitstreiterinnen der sogenannten Four Horsewomen: Becky Lynch, Sasha Banks und Bayley. Sie erklärte offen, dass sie aktuell nicht mehr eng befreundet sind und auch keinen gemeinsamen Gruppenchat hätten. Trotzdem empfindet sie auf beruflicher Ebene großen Respekt gegenüber den anderen drei Frauen. Besonders betonte sie die tiefe Verbundenheit, die aus ihren gemeinsamen Erfahrungen bei WWE resultiert. Sie alle hätten geholfen, die Womens Division zu verändern, und dieses Vermächtnis bleibe bestehen – auch wenn der persönliche Kontakt nachgelassen habe.

Flair glaubt, dass solche Entwicklungen normal sind, wenn Menschen unter hohem Druck arbeiten. Der gegenseitige Respekt jedoch sei ungebrochen, ebenso wie das Bewusstsein für das, was sie als Gruppe erreicht haben.

Reaktion auf John Cenas Titelrekord

John Cena übertraf bei WrestleMania 41 den langjährigen Titelrekord von Ric Flair und wurde zum 17-fachen World Champion. Für Charlotte Flair, Tochter des „Nature Boy“, war dieser Moment nicht schmerzhaft, sondern eine Ehre. In einem Interview mit Sports Illustrated betonte sie, dass sie und ihr Vater Cena den Erfolg gönnen. Rekorde seien da, um gebrochen zu werden, und Cena sei der richtige Mann dafür gewesen. Ihr Vater sei stolz auf diesen Meilenstein, und auch sie empfinde nur Respekt für Cena.

Flair selbst verfolgt nicht das Ziel, Cenas neue Bestmarke zu erreichen. Wenn überhaupt, dann sei ihr Antrieb die Möglichkeit, mit ihrem Vater gleichzuziehen oder ihn zu übertreffen – nicht der Vergleich mit Cena.