Bronson Reed über Paul Heyman, Bron Breakker und das verpasste Titelmatch gegen Seth Rollins

Bronson Reed in seiner typischen Pose

Bronson Reed ist nicht zufällig Teil einer der auffälligsten Gruppierungen im aktuellen WWE-TV geworden. Wie er selbst erklärt, entstand die Zusammenarbeit mit Paul Heyman und Bron Breakker aus einer kurzfristigen Entscheidung, die direkt von Triple H ausging. In einem Interview bei Unlikely schilderte Reed, dass viele Fans von einem langfristigen Plan ausgegangen seien, die Realität hinter den Kulissen jedoch anders ausgesehen habe.

Reed machte deutlich, dass er selbst erst sehr spät von der neuen Ausrichtung erfahren habe. Er erklärte: „Ja, richtig. Das habe ich erst in letzter Sekunde erfahren.“

Er führte weiter aus, dass ihm Triple H während einer Verletzungspause persönlich zugesichert habe, weiterhin eine Rolle in den Planungen zu spielen: „Ich weiß, dass Triple H gesagt hat: ‚Hey, erhol dich erst einmal, wenn du zurückkommst, wird alles gut. Du wirst wieder fit werden.‘“

Paul Heyman als langjähriges Vorbild für Reed

Für Bronson Reed hatte die Zusammenarbeit mit Paul Heyman eine besondere emotionale Bedeutung. Er erklärte, dass er bereits lange vor seiner WWE-Zeit ein großer Bewunderer Heymans gewesen sei. Dabei verwies er auf seine frühe Begeisterung für ECW und beschrieb, welchen Einfluss Heyman auf ihn hatte. Reed sagte dazu: „Ich war schon immer ein großer Fan von Paul Heyman, noch bevor ich zur WWE kam. Als Kind war ich ein riesiger ECW-Fan. Das war sozusagen mein täglich Brot. Und als ich dann hinter den Kulissen zur WWE kam, war Mr. Heyman immer sehr cool zu mir und hat mir bei Promos und so weiter geholfen. Als ich dann herausfand, dass er tatsächlich auch mein Manager vor der Kamera sein würde, passte das irgendwie perfekt. Ich dachte mir: Okay, diese Verbindung funktioniert perfekt. Ich wollte schon immer mit Paul Heyman zusammenarbeiten.“

Die spätere offizielle Zusammenarbeit vor der Kamera empfand Reed daher nicht als Zufall, sondern als logische Fortsetzung einer bereits bestehenden Verbindung.

Eine unerwartete Freundschaft mit Bron Breakker

Besonders überrascht zeigte sich Bronson Reed von der persönlichen Beziehung, die sich im Laufe der Zeit zu Bron Breakker entwickelte. Die gemeinsame Reisetätigkeit habe zu einer engen Freundschaft geführt, mit der er zuvor nicht gerechnet habe: „Ich denke, das Wichtigste aus dieser Gruppe ist, dass Bron Breakker und ich durch unsere gemeinsamen Reisen in den letzten sechs Monaten eine so enge Freundschaft aufgebaut haben, wie ich es nie erwartet hätte. Bis jetzt arbeite ich nicht nur mit ihm zusammen, sondern bin auch der beste Freund von Rick Steiners Sohn.“

Das verpasste Titelmatch in Australien

In einem weiteren Teil des Interviews sprach Bronson Reed über einen Moment, der seine Karriere nachhaltig beeinflusst habe. Eine Verletzung verhinderte ein geplantes WWE Titelmatch gegen Seth Rollins in seinem Heimatland Australien. Auch wenn das Match nie offiziell bestätigt wurde, wurde es hinter den Kulissen als mögliches Karriere-Highlight gehandelt. Auf die Frage, ob ihn dieser Moment noch beschäftige, erklärte Reed offen: „Ja, natürlich. Man hat immer diese Was-wäre-wenn-Fragen.“

Er fügte hinzu: „Ich habe das Gefühl, dass unsere Reise als WWE-Superstars im Wrestling ganz anders verläuft und man nie weiß, was als Nächstes passieren wird.“

Das geplante Titelmatch gegen Rollins hätte laut Reed eine besondere Bedeutung gehabt, gerade wegen des Austragungsortes: „Natürlich wäre mein Match gegen Seth Rollins etwas Großes geworden. Er hätte in Australien um die Championship stattgefunden und wäre mit Sicherheit etwas Besonderes gewesen.“

Ein Jahr später der große Moment gegen Roman Reigns

Statt des abgesagten Titelmatches erhielt Reed später eine andere Gelegenheit, die er selbst als Ausgleich für das Verpasste einordnete. Ein Jahr nach der Enttäuschung kehrte er nach Australien zurück und stand dort in einem Match gegen Roman Reigns im Ring. Reed erklärte dazu: „Aber dann denke ich, dass die Dinge irgendwie aus einem bestimmten Grund passiert sind. Und dann, ein ganzes Jahr später, kehrte ich nach Australien zurück, trat gegen Roman Reigns an und besiegte Roman Reigns in meinem Heimatland. Am Ende hat also alles geklappt.“

Rückschläge, Umwege und die Rückkehr zur WWE

Reed blickte dabei auch auf eine Phase zurück, in der er nicht Teil der WWE war und stattdessen in Japan wrestelte. Trotz dieses Umwegs verlor er sein Ziel nie aus den Augen: „Es gab eine Zeit, in der ich nicht mehr bei der WWE war und wieder in Japan wrestelte, aber mein Ziel war es, hierher zurückzukehren – und das ist mir gelungen.“

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