Bron Breakker über Leistungsdruck, Familienerbe, Triple Hs überraschende Ansage vor WrestleMania, den Speed-Spear und seine Pläne für die Zeit nach dem Wrestling

Bron Breakker, einer der aufstrebenden Stars im WWE Main Roster, gewährte im Six Feet Under Podcast von The Undertaker und Michelle McCool tiefe Einblicke in sein Leben als WWE-Superstar. Er betonte, dass der Wechsel vom NXT-Kader ins Main Roster nicht nur eine Beförderung, sondern eine tiefgreifende Veränderung seines gesamten Alltags bedeutete. Laut Breakker ist das Leben im WWE-Main Roster nicht mit einem gewöhnlichen Job zu vergleichen. Es sei vielmehr ein Fulltime-Job, der nicht endet, wenn die Kameras ausgehen.

Er erklärte, dass von einem Superstar heute erwartet werde, stets präsent, professionell und kameratauglich zu sein – selbst in der Freizeit. Schlechte Tage seien nicht vorgesehen. Die öffentliche Wahrnehmung und die ständige Beobachtung durch Medien, Fans und Social Media machten es unmöglich, auch nur kurz auszuspannen. Breakker sprach in diesem Zusammenhang von einer dauerhaften mentalen Belastung, die ihm erst mit dem Schritt ins Main Roster wirklich bewusst geworden sei.

The Undertaker, selbst eine WWE-Legende mit jahrzehntelanger Erfahrung, bestätigte Breakkers Ausführungen. Er merkte an, dass der öffentliche Druck in der modernen WWE durch die digitale Vernetzung und die Allgegenwärtigkeit der Kameras wesentlich intensiver sei als noch zu seiner aktiven Zeit. Michelle McCool ergänzte, dass insbesondere jüngere Talente oft Schwierigkeiten hätten, mit dieser Erwartungshaltung umzugehen. Breakkers offene Worte lösten eine Diskussion innerhalb der Fan-Community aus, die zunehmend dafür sensibilisiert wird, wie anspruchsvoll und fordernd das Leben eines WWE-Superstars tatsächlich ist.

Warum der Steiner-Name keine Option war – Bron Breakker über sein Familienerbe

Obwohl Bron Breakker der Sohn von Rick Steiner und Neffe von Scott Steiner ist, verzichtete er bewusst auf den berühmten Familiennamen. Im Podcast erklärte er, dass WWE ihm vor seinem Debüt ermöglichte, unter dem Namen „Steiner“ aufzutreten. Die Entscheidung, stattdessen einen eigenen Ringnamen zu wählen, traf er jedoch sehr bewusst.

Breakker machte deutlich, dass das Steiner-Erbe ohnehin ein unausweichlicher Teil seiner Identität sei. Unabhängig vom gewählten Namen werde er in der Wrestling-Welt stets mit seiner berühmten Familie assoziiert. Er wollte aber seinen eigenen Weg gehen, sich als eigenständiger Charakter etablieren und nicht ausschließlich als Teil der Steiner-Dynastie wahrgenommen werden. Der Entschluss, unter dem Namen „Bron Breakker“ aufzutreten, war somit kein Bruch mit der Familie, sondern vielmehr ein symbolischer Schritt in Richtung Eigenständigkeit.

The Undertaker und Michelle McCool zeigten für Breakkers Entscheidung volles Verständnis. Beide betonten, dass der Erfolg eines Wrestlers nicht vom Namen abhängt, sondern davon, was man im Ring und darüber hinaus leistet. Dennoch hält sich unter Hardcore-Fans bis heute die Meinung, WWE habe eine große Chance verpasst, das Steiner-Erbe direkt weiterzuführen. Für Breakker aber war klar: Der Name auf dem Bildschirm spielt keine Rolle – entscheidend ist, was er daraus macht.

Die Enthüllung beim größten Event des Jahres: Triple Hs überraschende Ansage vor WrestleMania

Eine weitere bemerkenswerte Geschichte erzählte Bron Breakker über den Moment, in dem er erfuhr, dass er sich Paul Heyman und Seth Rollins anschließen würde. Wie Breakker schilderte, konzentrierte er sich in der Woche vor WrestleMania ausschließlich auf sein eigenes Match, ein wichtiges Fatal 4-Way bei seinem WrestleMania-Debüt. Gedanken an die darauffolgende Monday Night RAW-Ausgabe machte er sich keine.

Während er sich backstage im Gorilla Position auf seinen Auftritt vorbereitete, kam Triple H, damals Chief Content Officer der WWE, zu ihm. Die beiden hatten gerade erst begonnen, eine professionelle Beziehung aufzubauen, die von gegenseitigem Respekt und spielerischem Umgang geprägt war. Kurz bevor Breakkers Musik gespielt wurde, lehnte sich Triple H zu ihm, sprach nur ein paar knappe Worte und informierte ihn darüber, dass er ab sofort Teil einer Gruppierung mit Heyman und Rollins sein würde. Danach verschwand er wieder. Für Breakker kam diese Information völlig unerwartet. Er schilderte, dass er sich wie von einer Bombe getroffen fühlte – unmittelbar vor dem wichtigsten Match seiner bisherigen Karriere.

Der virale Royal Rumble-Spear: Die wahre Geschichte hinter dem Auftritt von IShowSpeed

Ein weiterer Moment, der weltweit Aufsehen erregte, war Breakkers Spear gegen den bekannten Streamer IShowSpeed beim Royal Rumble 2025. Im Gespräch mit dem Undertaker und Michelle McCool erzählte Breakker die vollständige Geschichte hinter dem Spot. Der Auftritt von Speed sei genau geplant und mit den WWE-Verantwortlichen sowie Speeds Produzenten abgestimmt worden. Dennoch sei die Ausführung eine Herausforderung gewesen, da Speed Schwierigkeiten hatte, das Timing für seine Einlage exakt einzuhalten.

Breakker erinnerte sich daran, wie er Speed mehrfach darum bat, sich einfach korrekt zu drehen, um den Ablauf nicht zu gefährden. Trotz aller Vorbereitung kam es zu einer intensiven Kollision, als Breakker mit voller Wucht den Spear ausführte. The Undertaker und Michelle McCool beschrieben den Moment als einen der heftigsten und gleichzeitig unterhaltsamsten Spots der letzten Jahre. McCool berichtete, dass sogar sie, die selten aus dem Sitz aufspringe, sich nicht zurückhalten konnte. Auch ihre Tochter habe vor dem Fernseher lautstark reagiert.

Während einige Fans den Spear als übertrieben hart empfanden, verteidigte Breakker seine Aktion. Er betonte, dass es sich nicht einmal um den härtesten Spear seiner Karriere gehandelt habe. The Undertaker scherzte daraufhin, dass man allen anderen WWE-Stars den Spear verbieten solle, da niemand ihn so eindrucksvoll ausführe wie Breakker. Der Moment bleibt jedenfalls unvergessen und zeigt Breakkers Fähigkeit, starke TV-Momente zu erzeugen.

Zukunft abseits des Rings: Bron Breakker plant Karriere als Profi-Angler

Trotz seines Fokus auf Wrestling hat Bron Breakker auch eine klare Vision für die Zeit nach seiner aktiven Karriere. Im Podcast offenbarte er überraschend, dass er seit frühester Kindheit eine Leidenschaft für das Angeln hegt. Bereits als kleiner Junge fischte er mit dem alten Schlauchboot seines Vaters, das noch mit einem Evinrude-Motor aus den 1980er-Jahren ausgestattet war.

In den letzten Jahren wurde das Angeln für ihn mehr als nur ein Hobby. Zusammen mit WWE-Kollege Tony D’Angelo begann er, an verschiedenen Gewässern Floridas zu fischen. Die beiden erweiterten ihre Ausrüstung, besorgten sich eigene Boote und wagten sich auf größere Seen. Breakker berichtete offen über seine anfänglichen Schwierigkeiten mit der Technik, etwa beim Bedienen des Außenbordmotors, und über kleinere Pannen, die ihn mehrmals stranden ließen. Dennoch ließ er sich davon nicht entmutigen.

Nach dem Verkauf des ersten Boots kaufte sich Breakker direkt nach seinem Match beim WWE SummerSlam ein neues, professionelles Boot bei einem lokalen Händler. Für ihn ist das Angeln mittlerweile nicht nur ein Ausgleich zum Wrestling, sondern auch ein möglicher beruflicher Weg. Sollte sein Körper das Wrestling irgendwann nicht mehr mitmachen oder der richtige Zeitpunkt zum Rückzug kommen, könne er sich gut vorstellen, als Turnierangler durchzustarten.

5 Kommentare

  1. Wenn Breakker richtig Bock hat wird er eine große WWE Karriere bzw. Wrestling Karriere haben. Der Mann ist ja erst 27 Jahre alt. Da wird noch einiges kommen.

    • Es geht nicht nur um richtig Bock, man muss vor allem von schweren Verletzungen verschont bleiben, sonst ist die Karriere schnell wieder vorbei.

  2. …Verletzungen gehören leider dazu… Das wünscht man selbstverständlich jedem das er / sie sich nicht verletzt. Ich meinte generell seine Einstellung zum Business. Wenn die stimmt, wird er ’ne große Karriere haben.

  3. Zitat: „The Undertaker und Michelle McCool zeigten für Breakkers Entscheidung volles Verständnis. Beide betonten, dass der Erfolg eines Wrestlers nicht vom Namen abhängt, sondern davon, was man im Ring und darüber hinaus leistet.“

    Ach schön wärs…

    Wir wissen doch alle das Vitamin B ein nicht unwesentlicher Faktor ist. Nicht wenige haben ihre Wrestlingkarriere ausschließlich diesem Vitamin zu verdanken ohne wirkliches Talent.

    Und Bron ist klasse ja, aber die Familienzugehörigkeit hat 100% geholfen Fuß zu fassen. Allerdings hat er ohne jeden Zweifel einiges drauf, sowohl im Ring als auch Abseits davon. Bin großer Fan von ihm und hoffe sein Weg geht konstant weiter bis ganz nach oben. absolutes Mainevent-Potenzial, keine Frage. Wichtig ist natürich das er von großen Verletzungen verschont bleibt, vor allem jetzt wo es aufwärts geht. Ne Verletzung zum falschen zeitpunkt kann alles kaputt machen. Ist er erstmal oben kann eine Verletzung „leichter“ verkraftet werden. Da ist er aber noch nicht.

    Bronson Reed ist zb so ein Beispiel für eine extrem unglückliche Verletzung zu einem blöden Zeitpunkt. Denn er war auf dem Weg richtung Mainevent, noch bevor es Bron war. Die Verletzung warf ihn zurück und er muss sich jetzt hinten an stellen. Er ist wieder auf einem guten Weg in dem Stable um Seth, Bron und Heyman. Aber er könnte wohl schon weiter sein wäre die Verletzung nicht gewesen, und er ist nicht so jung wie Bron… Bronson Reed ist eben schon 36, und Wrestler mit seinem Körperbau halten oft nicht solange durch körperlich.

    • Ja, dem kann ich nur zustimmen!

      Ich könnte jetzt einen bestimmten Namen nennen, der aufweist wie dermaßen schwachsinnig die Aussagen von Taker & McCool sind — [die übrigens auch erst gepusht wurde, nachdem sie mit Mark zusammen war und davor einen von vielen Diven war ohne Standing war] und dieser Name kann nichts im Ring bekommt allerdings Push um Push nur wegen seinem Nachnamen, aber bevor mich seine 2–3 obsessiven Fans wieder anspringen, dass ich ihn persönlich nicht ausstehen könnte und ich nicht seine Leistungen würdige belasse ich es dabei!

      Ich sehe bei ihm halt überhaupt keine Entwicklung und vor allem Dingen im Ring nicht und über kurz oder lang wird man so mit ihm auch nicht weiterkommen, da ein Champion gerade bei PPV’s eben auch im Ring abliefern muss oder zumindest sollte!

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