AEW-Star Brody King hat sich zu den zuletzt viel diskutierten Anti-ICE-Chants bei AEW-Veranstaltungen geäußert. Die Rufe waren erstmals Anfang Februar bei einer Ausgabe von AEW Dynamite in Las Vegas deutlich wahrnehmbar und sorgten seitdem auch außerhalb der Wrestling-Szene für Aufmerksamkeit. Besonders im Umfeld seines Matches gegen MJF rückten die Gesänge in den Fokus, da sie sich seither bei mehreren Shows wiederholten.
Ursprung und wachsende Aufmerksamkeit der Chants
Die Anti-ICE-Chants wurden zunächst Anfang Februar bei AEW Dynamite in Las Vegas öffentlich wahrgenommen, als Fans sie vor Kings Match gegen MJF anstimmten. In den Wochen danach tauchten sie wiederholt bei weiteren Veranstaltungen auf. Durch die zunehmende Verbreitung erreichten die Gesänge nicht nur die Fan-Community, sondern fanden auch Beachtung in Mainstream-Medien.
Im Gespräch mit Denise Salcedo wurde Brody King direkt auf die Situation angesprochen und machte deutlich, dass er die Rufe nicht als politisches Statement einordnet. Vielmehr sieht er darin eine grundsätzliche Frage von Moral und Haltung.
Brody King sieht moralische statt politische Dimension
King betonte in dem Interview, dass er die Diskussion nicht politisch versteht, und formulierte seine Sichtweise klar: „Es geht einfach darum, was richtig und was falsch ist.“ Anschließend führte er weiter aus: „Ich habe das Gefühl, dass ich mir als Jugendlicher immer jemanden gewünscht hätte, der so tickt wie ich und im Fernsehen oder sonst wo ausdrückt, wie er sich fühlt, damit ich jemanden habe, für den ich Partei ergreifen kann. Und wenn ich das für andere Menschen sein kann, die marginalisiert werden, dann möchte ich das für sie sein. Jeder versucht, die politische Schiene hineinzubringen, aber meiner Meinung nach geht es einfach um richtig und falsch. Und es passiert viel Unrecht auf der Welt, und wenn ich mich dagegen aussprechen kann, dann werde ich das tun. Und wissen Sie, wir haben Leute wie Mick Foley, die genau dasselbe tun.“
Reaktion auf mediale Aufmerksamkeit und Entwicklung der Chants
Auch zur wachsenden Aufmerksamkeit durch Medien äußerte sich King ausführlich: „Ich habe das ‚Abolish ICE‘-Shirt vor fast einem Jahr, im Juni letzten Jahres, in der Arena Mexico getragen. Die Chants kamen dieses Jahr kurz vor Australien auf. Das Shirt hat viel Aufmerksamkeit bekommen und dann hat es aus dem Nichts irgendwie noch mehr Fahrt aufgenommen. Offensichtlich kocht die allgemeine Lage immer mehr hoch, die Leute sind frustriert und werden sich auf die eine oder andere Weise entladen. Ich kann mir keinen positiveren Weg vorstellen, als dass sie es bei einer Wrestling-Show rufen.“
Überraschungsmoment bei AEW Dynamite in Las Vegas
Auf seine unmittelbare Reaktion angesprochen, als die Rufe erstmals während der Dynamite-Ausgabe am 4. Februar laut wurden, schilderte King einen intensiven Moment. „Es hat mich unvorbereitet getroffen, aber in diesem Moment hatte ich auch das Gefühl, ich könnte durch eine Wand rennen. Und ich glaube, MJF hat es auch gespürt, als er in die Kamera geschaut hat. Er hat gewusst, dass ich gleich durch eine Wand rennen würde.“
Engagement gegen ICE bereits länger bekannt
Bereits vor den aktuellen Chants hatte sich Brody King öffentlich gegen die US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE positioniert. Er nutzt unter anderem Merchandise und Comic-Projekte, um Spenden für von ICE-Razzien betroffene Familien zu sammeln. Damit ist sein Engagement schon länger Teil seines öffentlichen Auftretens und geht über die aktuellen Ereignisse hinaus.
Visaprobleme geklärt: Hikaru Shida bleibt weiterhin ohne AEW-Einsatz
Die frühere AEW-Titelträgerin Hikaru Shida ist trotz geklärter Visafragen weiterhin nicht in den TV-Shows von All Elite Wrestling zu sehen. Aktuellen Informationen zufolge steht Shida grundsätzlich zur Verfügung, wird derzeit jedoch nicht in laufende Storylines eingebunden. Damit bleibt ihre Abwesenheit ein offenes Thema innerhalb der Promotion.
Keine Veränderung trotz geklärter Situation
In einer aktuellen Ausgabe des „Fightful Select Answers Q&A“ wurde der Status von Hikaru Shida thematisiert. Sean Ross Sapp ging dabei auf eine Fanfrage ein und stellte klar, dass sich an der Situation der Wrestlerin in den vergangenen Wochen nichts verändert habe.
Obwohl ihre zuvor gemeldeten Visaprobleme bereits vor einiger Zeit gelöst worden sein sollen, hat dies bislang keinen Einfluss auf ihre Präsenz im AEW-TV gehabt. Shida befindet sich aktuell in ihrem Zuhause in Orlando im US-Bundesstaat Florida und ist einsatzbereit, wird jedoch weiterhin nicht genutzt.
Fehlende kreative Pläne bei AEW
Laut Sean Ross Sapp liegt der Grund für Shidas Abwesenheit nicht in ihrer Verfügbarkeit, sondern vielmehr an der kreativen Ausrichtung der Promotion. Innerhalb von AEW gebe es derzeit „keine kreativen Pläne“ für die ehemalige Titelträgerin.
Warum bislang keine konkreten Versuche unternommen wurden, sie in bestehende Storylines einzubauen, bleibt weiterhin unklar. Eine Rückkehr in das laufende TV-Programm ist damit aktuell nicht konkret absehbar, obwohl sie theoretisch jederzeit eingesetzt werden könnte.
Letzter AEW-Auftritt liegt mehrere Monate zurück
Hikaru Shida stand zuletzt am 20. November 2024 bei einer Ausgabe von AEW Dynamite im Ring. In diesem Match musste sie sich Kris Statlander geschlagen geben.
Seit diesem Zeitpunkt ist sie nicht mehr im AEW-TV aufgetreten. Ihre längere Abwesenheit fällt insbesondere vor dem Hintergrund ihrer bisherigen Rolle innerhalb der Women’s Division auf.
Während Shida im vergangenen Jahr noch aktiv war und insgesamt 11 Matches in ihrer Heimat Japan bestritt, blieb sie im Jahr 2026 bislang komplett ohne In-Ring-Einsatz.
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