Brian „Road Dogg“ James soll das Unternehmen verlassen haben – Neue Entwicklung im WWE-Fusionsprozess vor Gericht

Road Dogg blickt in die Kamera

Hinter den Kulissen der WWE soll es aktuell zu Veränderungen im Kreativteam gekommen sein. Ein neuer Bericht deutet darauf hin, dass Brian „Road Dogg“ James nicht mehr für das Unternehmen tätig sein könnte. Die langjährige WWE-Persönlichkeit hatte über viele Jahre hinweg verschiedene Aufgaben innerhalb der Organisation übernommen und war zuletzt als kreativer Verantwortlicher sowie als Co-Headwriter für WWE SmackDown tätig.

Laut einem Bericht von Bodyslam durchläuft die WWE derzeit interne Anpassungen innerhalb ihres Writing-Teams. In diesem Zusammenhang soll auch der Abgang von Road Dogg stehen. Dem Bericht zufolge hätten Quellen aus dem Unternehmen angedeutet, dass James nicht länger Teil der WWE sei. Die Meldung ging anschließend direkt auf seinen Status ein, nachdem er über mehr als ein Jahrzehnt hinweg im Backstagebereich tätig gewesen war.

„Die WWE befindet sich derzeit in einer Umbruchphase, was die kreative Arbeit und das Autorenteam betrifft. Quellen berichten Bodyslam, dass Brian „Road Dogg“ James die WWE verlassen hat. Road Dogg war seit 2014 bei der WWE und war im letzten Jahr Co-Headwriter für SmackDown.“

Beförderung im Writing-Team von Monday Night RAW

Der Bericht über Road Dogg erscheint zeitlich nahe an einer weiteren Entwicklung im WWE-Kreativteam. Alexandra Williams gab kürzlich auf LinkedIn bekannt, dass sie innerhalb des Unternehmens eine neue Position übernommen hat. Sie wurde zur Vizepräsidentin und Chefautorin von WWE Monday Night RAW befördert. Zuvor war sie bereits als leitende Autorin und Produzentin tätig gewesen.

Williams bestätigte diese Veränderung selbst öffentlich, indem sie ihre neue Rolle bekanntmachte. In ihrer Mitteilung erklärte sie: „Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass ich eine neue Position als Vizepräsident/Chefautor bei WWE antrete!“

Darüber hinaus beschrieb sie auch den Verantwortungsbereich ihrer neuen Aufgabe. In dieser Funktion ist sie für die kreative Entwicklung der wöchentlichen Hauptshow der WWE verantwortlich: „Als Vizepräsident und Chefautorin der Flaggschiff-Live-Show der WWE bin ich für die gesamte kreative Entwicklung von Monday Night RAW verantwortlich – einer der am längsten laufenden und meistgesehenen wöchentlichen Sendungen im Kabelfernsehen.“

Langjährige Tätigkeit von Road Dogg hinter den Kulissen

Brian „Road Dogg“ James war seit seiner Rückkehr im Jahr 2014 in mehreren Funktionen innerhalb der WWE tätig. Während dieser Zeit arbeitete er sowohl als Produzent als auch als Führungskraft innerhalb der Kreativabteilung. Darüber hinaus war er in unterschiedlichen Phasen eng in die Entwicklung der SmackDown-Shows eingebunden und arbeitete regelmäßig mit dem Writing-Team der Show zusammen.

Seine zuletzt ausgeübte Position brachte ihn direkt in die Planung der wöchentlichen kreativen Ausrichtung von SmackDown ein. Diese Phase fiel mit einer Zeit zusammen, in der die Marke bedeutende Veränderungen durchlief. Dazu gehörte unter anderem die Ausweitung des Formats auf drei Stunden nach dem Wechsel zum USA Network.

WWE äußert sich bislang nicht zu den Berichten

Eine offizielle Stellungnahme der WWE zu den Berichten über Road Doggs möglichen Abschied liegt bislang nicht vor. Sollte sich die Meldung bestätigen, würde dies eine spürbare Veränderung innerhalb der kreativen Führung des Unternehmens darstellen.

Der Bericht erscheint zudem in einer Phase, in der die WWE unter der Leitung von Paul „Triple H“ Levesque ihre interne Struktur weiter anpasst. Gleichzeitig deutet der Bericht darauf hin, dass innerhalb des Writing-Teams weiterhin Veränderungen stattfinden könnten, während das Unternehmen seine Programmstrategie weiterentwickelt.

Neue Vorwürfe im WWE-Fusionsprozess – Kläger beantragen Sanktionen wegen gelöschter Nachrichten

Im laufenden Rechtsstreit um die Fusion der WWE haben klagende Aktionäre beim Delaware Chancery Court einen Antrag auf Sanktionen gegen mehrere Beklagte eingereicht. Zu den genannten Personen zählen Vince McMahon sowie mehrere führende Verantwortliche der WWE, darunter Nick Khan und Paul Levesque. Die Kläger werfen ihnen vor, relevante Beweismittel nicht ordnungsgemäß gesichert zu haben. In diesem Zusammenhang wird behauptet, dass Signal-Nachrichten sowie handschriftliche Notizen von Vince McMahon gelöscht oder nicht archiviert worden seien.

Die Aktionäre verlangen sogenannte „adverse inferences“. Damit würde das Gericht im späteren Prozess davon ausgehen dürfen, dass die fehlenden Beweise für die betroffenen Parteien nachteilig gewesen wären. Ein solcher Schritt könnte die Bewertung der vorhandenen Beweise im Verfahren beeinflussen.

Nach Darstellung der Kläger hätten McMahon, Khan, Levesque sowie die früheren Führungskräfte Stephanie McMahon und Brad Blum trotz mehrerer Hinweise aus der Rechtsabteilung versäumt, relevante Kommunikationsdaten zu sichern. Nach dem Recht des US-Bundesstaates Delaware besteht bei absehbaren Rechtsstreitigkeiten eine Verpflichtung, potenziell wichtige Unterlagen aufzubewahren.

Vorwürfe rund um die Nutzung der Messaging-App Signal

Im Antrag wird insbesondere WWE-Präsident Nick Khan als treibende Kraft hinter der Nutzung der Messaging-App Signal beschrieben. Diese Anwendung ermöglicht es, Nachrichten automatisch zu löschen. Den Klägern zufolge soll Khan diese Plattform aktiv genutzt haben, obwohl sie Funktionen enthält, die eine dauerhafte Speicherung von Kommunikation erschweren können.

Darüber hinaus werfen die Kläger Khan vor, auch reguläre Textnachrichten entfernt zu haben. Dabei soll es sich um Nachrichten gehandelt haben, die sich mit Gesprächen über eine mögliche Fusion sowie mit Untersuchungen zu mutmaßlichem Fehlverhalten von Vince McMahon beschäftigten.

Die Kläger argumentieren, dass diese Kommunikationsformen eine zentrale Rolle bei der Aufarbeitung der Vorgänge rund um die spätere Fusion gespielt haben könnten.

Behauptetes Treffen zwischen WWE und Endeavor im Dezember 2022

Eine weitere Behauptung der Kläger betrifft ein bislang nicht öffentlich bekanntes Treffen vom 13. Dezember 2022. Nach Darstellung der Aktionäre sollen sich Vince McMahon, Stephanie McMahon und Nick Khan an diesem Tag mit Endeavor-CEO Ari Emanuel und dem Präsidenten des Unternehmens, Mark Shapiro, getroffen haben. Das Treffen soll laut Antrag dazu gedient haben, eine mögliche Fusion zu besprechen.

Nur wenige Wochen nach diesem Zeitpunkt nutzte Vince McMahon seine Stimmrechtsmehrheit, kehrte offiziell in das Unternehmen zurück und trieb unmittelbar Gespräche über eine mögliche Übernahme oder Fusion voran. Ari Emanuel und Mark Shapiro stehen heute an der Spitze von TKO, nachdem im Jahr 2023 die UFC-Vermögenswerte von Endeavor mit der WWE zusammengeführt wurden.

Die Kläger sehen das angebliche Treffen als wichtigen Bestandteil ihrer zentralen Argumentation. Ihrer Auffassung nach sei die spätere Fusion mit TKO bereits im Vorfeld geplant gewesen. Sie behaupten außerdem, Emanuel habe McMahon im Gegenzug eine Rolle im fusionierten Unternehmen sowie Unterstützung im Zusammenhang mit bundesstaatlichen Ermittlungen zugesichert. Die Beklagten weisen diese Vorwürfe zurück.

Dokumente zeigen fortgesetzten Kontakt nach McMahons Rücktritt

Bereits im Dezember veröffentlichte Gerichtsunterlagen zeigten, dass Vince McMahon und Ari Emanuel auch nach McMahons Rücktritt im Juli 2022 weiterhin miteinander kommunizierten. Öffentliche Dokumente enthielten zudem Hinweise darauf, dass Mark Shapiro kurz nach McMahons Rücktritt in einer Textnachricht davon ausging, dass dieser innerhalb weniger Monate zurückkehren und einen M&A-Prozess einleiten würde.

Weitere Unterlagen enthalten Tabellen, die von den Anwälten von Vince McMahon im Rahmen der Beweisaufnahme vorgelegt wurden. Darin werden Signal-Kommunikationen zwischen McMahon und zahlreichen Personen aufgeführt. Zu den genannten Kontakten gehören offenbar Nick Khan, Ari Emanuel, Stephanie McMahon, Paul Levesque, Turki Al-Sheikh von der saudi-arabischen General Entertainment Authority, Brock Lesnar sowie mehrere WWE-Manager.

In den öffentlich einsehbaren Versionen dieser Dokumente sind jedoch mehrere Details geschwärzt. Besonders betroffen sind Angaben zu möglichen automatischen Löschintervallen bei der Nutzung der Messaging-App. Diese Schwärzungen betreffen insbesondere jene Personen, denen vorgeworfen wird, die Sicherung relevanter Kommunikation versäumt zu haben.

Hinweise auf bewusst verlagerte Kommunikation

Die Kläger verweisen außerdem auf Textnachrichten, die darauf hindeuten sollen, dass Gespräche bewusst von regulären SMS auf Signal verlagert wurden. Ein bereits zuvor bekannt gewordener Austausch betrifft eine Nachricht von Vince McMahon an Nick Khan im Zusammenhang mit dem WrestleMania-Main-Event 2023 zwischen Cody Rhodes und Roman Reigns.

Nick Khan antwortete mit „Langis“. Auf Nachfrage erklärte er, dass das Wort rückwärts gelesen werden solle. Dabei handelt es sich um eine offensichtliche Anspielung auf die verschlüsselte Messaging-App Signal.

Beklagte in dem Verfahren sind Vince McMahon, Nick Khan, Paul Levesque sowie die ehemaligen Vorstandsmitglieder George Barrios und Michelle Wilson. Stephanie McMahon und Brad Blum werden in den Unterlagen zwar erwähnt, sind jedoch nicht offiziell als Beklagte aufgeführt.

Weder WWE noch TKO selbst sind direkte Parteien des Verfahrens. Die Unternehmensanwälte vertreten jedoch die meisten der Beklagten, während Vince McMahon von einer eigenen Rechtsvertretung vertreten wird.

Prozessbeginn für Juni angesetzt

Der Beginn des Prozesses ist derzeit für Juni angesetzt. Sollte das Gericht den Argumenten der Kläger folgen, könnten erhebliche finanzielle Schadensersatzforderungen entstehen.

Aktionärsklagen im Zusammenhang mit milliardenschweren Fusionen sind in den Vereinigten Staaten nicht ungewöhnlich. Selbst relativ kleine Unterschiede bei der Bewertung eines Unternehmens können bei Transaktionen dieser Größenordnung zu Forderungen führen, die Millionen oder sogar dreistellige Millionenbeträge erreichen.

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