Bret Hart steht erneut im Mittelpunkt intensiver Diskussionen, nachdem er sich in den vergangenen Wochen mehrfach öffentlich kritisch über das moderne Wrestling, ehemalige Kollegen und seine frühere Zeit bei WWE geäußert hat. Neben deutlicher Kritik an Bill Goldberg sprach Hart über seine Spannungen mit Shawn Michaels, Vince McMahon und Triple H und bezeichnete Hulk Hogan sowie Jake Roberts als zwei der größten Schwierigkeiten im Wrestlinggeschäft. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt seine Behauptung, dass Vince McMahon und Shawn Michaels in den 1990er Jahren ein Liebespaar gewesen seien.
Aufgrund dieser erneuten Vorwürfe haben sich nun zwei bekannte Persönlichkeiten zu Wort gemeldet, die aus ihrer Sicht Stellung beziehen: Booker T. und Jim Ross.
Booker T zeigt sich tief besorgt über Harts Auftreten
Im Hall of Fame Podcast sprach Booker T ausführlich darüber, wie sehr ihn Bret Harts aktuelles Auftreten irritiert. Schon zu Beginn brachte er seine Verwunderung unmissverständlich zum Ausdruck. Booker T erklärte:
„Bret Hart ist in letzter Zeit überall zu sehen. Ich weiß wirklich nicht, was los ist. Dieser Typ ist … Ich mag Bret Hart. Bret Hart hat so viel für dieses Geschäft getan, und jetzt, in dieser Phase seines Lebens, ist alles nuklear. Alles ist: ‚Verbrenne, lass alles verbrennen. Brenn‘ alles nieder.‘ Es ist einfach so: Mann, warum? Warum machst du sowas?“
Ein zentraler Punkt seiner Aussage richtete sich auf Harts anhaltenden Konflikt mit Bill Goldberg. Booker T sagte dazu „Ich weiß, dass Bret Hart seine Probleme mit Goldberg hatte, und diese Probleme sind tief verwurzelt in dem, was im Ring passiert ist. Aber eines muss ich sagen: Was im Ring passiert, passiert eben. Ich glaube nicht, dass einer von uns in die Mitte des Rings steigt und versucht, jemanden absichtlich zu verletzen. Jeder ist sich des Risikos einer Verletzung bewusst.“
Besonders eindringlich wurde er, als er darüber sprach, welche Folgen dauerhafte Verbitterung für einen Wrestler haben kann. Booker T formulierte: „Manche Dinge kann man einfach nicht rückgängig machen. Manche Dinge kann man wirklich nicht rückgängig machen, und irgendwann müssen wir es akzeptieren und damit leben und uns wieder in die Augen schauen können. Und wenn man wegen Bitterkeit einige der großartigsten Momente in der Geschichte dieses Geschäfts nicht noch einmal erleben kann, dann wird es am Ende dieser Reise ein einsamer, einsamer, einsamer, einsamer, dunkler Tag werden.“
Am Ende betonte Booker T, dass seine Worte aus Respekt entstehen: „Ich finde einfach, dass Bret Hart ein viel, viel besserer Mensch ist als der Mensch, den wir in letzter Zeit gesehen haben. Ich weiß, dass er das ist.“
Jim Ross widerspricht entschieden Harts Behauptung über Vince McMahon und Shawn Michaels
Während Booker T vor allem die Grundhaltung des Hitman kritisierte, nahm Jim Ross gezielt zu einer besonders brisanten Aussage Stellung. Hart hatte behauptet, er sei zur Zeit des Montreal Screwjob „zwischen zwei Liebhabern geraten“, womit er auf Vince McMahon und Shawn Michaels anspielte.
Im Grilling JR Podcast reagierte Jim Ross deutlich und hielt die Vorwürfe für völlig unbegründet. Ross stellte klar:
„Das ist großartig. Das ist urkomisch. Bret weiß, wie man die richtigen Knöpfe drückt,. Das ist alles, was er macht und es funktioniert, weil wir unter anderem darüber reden.“
Auf die Frage, ob er die Behauptung für glaubwürdig halte, reagierte Ross noch schärfer. Er nannte die Aussage „Blödsinn“ und erklärte, dass Shawn Michaels zu dieser Zeit in einem völlig anderen mentalen Zustand gewesen sei. Ross meinte weiter, er glaube nicht einmal, dass Bret Hart selbst wirklich hinter dieser Behauptung stehe, sondern lediglich provozieren wolle.
Ross erklärte außerdem, wie Vince McMahon seiner Erfahrung nach auf solche Anschuldigungen reagieren würde. In der Öffentlichkeit würde er die Vorwürfe vermutlich als unwichtig abtun und so tun, als kämen sie nur von jemandem, der Ärger machen wolle. Im privaten Umfeld allerdings würde ihn die Aussage durchaus beschäftigen. Ross meinte, McMahon würde darüber nachdenken, sich ärgern und innerlich wütend werden, dies aber nicht offen zeigen oder öffentlich kommentieren.
Trotz seiner Klarheit in der Sache wollte Ross Bret Hart jedoch nicht als grundsätzlich verbittert darstellen. Er betonte: „Nein, er hat ein Vermögen gemacht und ist wieder gesund. Als ich ihn das letzte Mal gesehen habe, war er kerngesund und fühlte sich gut.“
Jim Ross machte damit deutlich, dass er Bret Harts Aussagen scharf kritisiert, den Menschen aber nicht vollständig negativ sieht.
Bret Hart, The Biggest Crybaby in WWF / WCW history , Bret screwed Bret
Shawn und Vince in einer Liebesbeziehung? Sorry Bret, aber das war tatsächlich zuviel des Guten. Ich liebte Bret als junger Bub, aber inzwischen ist seine Verbitterung nur schwer zu ertragen und er zerstört immer mehr das Ansehen, das er als Hall of Gamer genießen sollte.
Einfach ein alter erbitterter mann!.
Nix anderes ist Bret mehr. Von der Legende die er einst war, ist nichts mehr übrig geblieben!
Im Grilling JR Podcast reagierte Jim Ross deutlich und hielt die Vorwürfe für völlig unbegründet. Ross stellte klar:
„Das ist großartig. Das ist urkomisch. Bret weiß, wie man die richtigen Knöpfe drückt,. Das ist alles, was er macht und es funktioniert, weil wir unter anderem darüber reden.“
Hat er nicht ganz Unrecht mit 😀
Was daran funktioniert denn genau … Das alle Welt ihn für einen alten verbitterten Mann hält und er seine ganze Karriere damit beschmutzt. Ja dann hat es sehr sehr gut funktioniert. Weil mehr ist da nicht bei rum gekommen.
Es ist halt bedauerlich, dass er nur durch diese wahnwitzigen Hirngespinste im Gespräch bleibt und Stoff liefert. Verschwindet man von der Bildfläche, provoziert man und schwupps ist man wieder im Gespräch. Ein Bret Hart könnte sich aber sicherlich auch anders und weitaus positiver wieder ins Bewusstsein rufen als mit seinen ständigen „Man hat mir übel mitgespielt“-Schallplatten, deren Tracklist aus Hogan, Goldberg, Vince und HBK bestehen. Bestürzend…