Booker T: Erfahrungen mit Hulk Hogan, klare Regeln gegen Rassismus und sein Nein zu Hollywood – NXT Gold Rush Vorschau: Vier Matches bestätigt

Booker T wird interviewt

WWE Hall of Famer Hulk Hogan war seit der Veröffentlichung seiner rassistischen Kommentare im Jahr 2015 eine umstrittene Persönlichkeit. Zahlreiche Stimmen haben sich seitdem kritisch zu Wort gemeldet, darunter Fans, Kollegen und Experten. Booker T hat nun in einem Interview im Podcast Underground Dialogue seine Sichtweise auf die Debatte geteilt und dabei eine differenzierte Haltung eingenommen.

Auf die Frage, ob er Hogan jemals als Rassisten erlebt habe, entgegnete Booker T, dass er über viele Jahre hinweg regelmäßig Zeit mit Hogan und dessen Umfeld verbracht habe. In all diesen Situationen habe er nie rassistisches Verhalten oder diskriminierende Tendenzen wahrgenommen. Zwar hätten manche Hogans späteres öffentliches Auftreten, darunter die Unterstützung für Donald Trump, als Hinweis interpretiert, doch diese politische Haltung sei erst spät in seinem Leben erkennbar geworden. Während ihrer aktiven Zeit im Wrestling habe es dafür keinerlei Anzeichen gegeben.

Booker T. betonte außerdem, dass man den Charakter einer Person oft am engsten Umfeld erkenne. Nach seiner Erfahrung waren Hogans Freunde nicht rassistisch und auch ihm selbst habe Hogan stets Respekt entgegengebracht. Besonders erinnerte er sich daran, wie Hogan ihm in seiner Anfangszeit half, im Wrestling Fuß zu fassen. Diese Unterstützung sei für ihn ein Beleg dafür, dass Hogan keine rassistische Haltung gehabt habe.

Gleichzeitig ging Booker T auch auf die bekannten, durchgesickerten privaten Kommentare Hogans ein. Er erklärte, dass Menschen im privaten Umfeld manchmal unbedachte Dinge sagten, besonders unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Umständen. Diese Aussagen seien zwar nicht zu entschuldigen, spiegelten jedoch nicht zwangsläufig das gesamte Wesen einer Person wider. Booker T machte deutlich, dass er Hogan nicht als Freund bezeichnet habe, doch er habe ihn auch nie abweisend oder herablassend erlebt.

Er verwies außerdem auf Aussagen von Koko B. Ware, der Hogan nach dessen Tod ebenfalls verteidigte. Booker T unterstrich, dass er Hogans Äußerungen nicht gutheiße, aber auf seine persönlichen Erfahrungen verweisen könne, die nicht mit dem Bild eines Rassisten übereinstimmten.

Booker T über seine Regeln im Umgang mit Rassismus

Im selben Podcast sprach Booker T auch über seine eigenen Erfahrungen mit Diskriminierung im Wrestling. Der sechsfache World Champion betonte, dass er eine persönliche Regel entwickelt habe, um mit Rassismus direkt umzugehen. Seine Haltung sei stets gewesen, problematische Aussagen oder Handlungen sofort anzusprechen, anstatt sie zu ignorieren.

Er erklärte, dass er schon früh gelernt habe, offen seine Meinung zu sagen, auch wenn dies Konsequenzen hätte haben können. Booker T formulierte seine Regel so, dass man schweigen solle, solange man nicht ganz sicher sei. Wenn man jedoch zu hundert Prozent wisse, dass etwas falsch sei, müsse man es immer klar ansprechen – auch wenn dies im schlimmsten Fall den Job kosten könnte.

Booker T berichtete, dass er oft in Meetings die Hand gehoben habe, um kritische Punkte direkt anzusprechen, was ihm hinter den Kulissen nicht immer Sympathien eingebracht habe. Dennoch war er überzeugt, dass sein Talent und sein Wert für das Unternehmen ihn unentbehrlich machten. Er machte deutlich, dass er niemals bereit gewesen wäre, seine Prinzipien aufzugeben, um Konflikte zu vermeiden.

Diese Haltung, sich nicht einschüchtern zu lassen, sei ein wichtiger Teil seiner Karriere gewesen. Für Booker T war es entscheidend, stets selbstbewusst zu bleiben und seine Position klarzumachen, auch wenn es hinter den Kulissen zu Spannungen führte.

Booker T über seine abgelehnte Schauspielkarriere

Neben Wrestling-Angeboten erhielt Booker T im Laufe seiner Karriere auch Chancen, in die Filmbranche zu wechseln. In Underground Dialogue verriet er, warum er diese Möglichkeiten ablehnte. Der ehemalige World Champion erklärte, dass er nie ein Bedürfnis verspürt habe, sich in Hollywood einen Namen zu machen. Für ihn sei die Schauspielerei kein erstrebenswerter Weg gewesen, da der Alltag am Filmset mit langen Drehtagen und monatelangen Projekten nicht zu dem Leben gepasst habe, das er führen wollte.

Obwohl die Gagen in der Filmindustrie attraktiv seien, habe er für sich erkannt, dass Geld allein nicht entscheidend sei. Für ihn seien Lebensqualität, Gesundheit und Frieden weitaus wichtiger. Während viele seiner Wrestling-Kollegen den Weg nach Hollywood gesucht hätten, habe Booker T immer Wert darauf gelegt, ein Vermächtnis im Wrestling zu hinterlassen. Ihm sei es wichtig gewesen, ein Vorbild für junge Zuschauer zu sein, die in ihm einen schwarzen Wrestler auf höchstem Niveau sehen konnten – so wie er selbst in seiner Jugend Junkyard Dog bewundert habe.

Er habe schon früh seine Zukunft nach dem Wrestling im Blick gehabt. Bereits mit 30 Jahren begann er, über den Rücktritt nachzudenken, um nicht als gealterter Wrestler enden zu müssen, der nur noch für seine früheren Leistungen erinnert wird. Heute, mit 60 Jahren, fühlt er sich fit und gesund, was er auf diese vorausschauende Planung zurückführt.

NXT Gold Rush Vorschau für den 18. November 2025 aus New York City: Auftakt einer zweiwöchigen NXT Spezialausgabe

Mit dem Start von Gold Rush präsentiert WWE NXT am heutigen Dienstag den ersten Teil des neuen Specials aus dem Theater at Madison Square Garden in New York City. Die Show markiert den Beginn einer zweiwöchigen Eventreihe, die NXT in den Fokus rückt und für erhebliche Aufmerksamkeit innerhalb der WWE Fan-Community sorgt. Für die erste Ausgabe wurden vier Championship Matches bestätigt, die den Abend prägen und den Weg für Woche zwei von Gold Rush ebnen sollen.

Matchcard der heutigen Ausgabe im Überblick

NXT Women’s Championship
Tatum Paxley (c) vs. Jacy Jayne

AAA World Mixed Tag Team Championship
Chelsea Green und Ethan Page (c) vs. Thea Hail und Joe Hendry

NXT Women’s North American Championship
Blake Monroe (c) vs. Sol Ruca

NXT Tag Team Championship
Dark State: Dion Lennox & Osiris Griffin (c) vs. Leon Slater & Je Von Evans

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