Der frühere WWE Champion Big E hat sich nach eigenen Angaben gedanklich mit dem Ende seiner aktiven Karriere im Ring arrangiert. In einem Social Media Statement richtete er sich direkt an die Fans und brachte seine Dankbarkeit für die langjährige Unterstützung zum Ausdruck. Gleichzeitig stellte er klar, dass er sich körperlich trotz seiner schweren Verletzungsgeschichte aktuell überraschend gut fühlt.
Auslöser für seine Aussagen sind wiederholte Fragen aus der Fan Community nach einer möglichen Rückkehr in den Ring. Im Rahmen der Super Bowl Radio Row äußerte er sich in einem Interview mit „Compas on the Beat“ ausführlich zu seiner aktuellen Situation. Dabei machte er deutlich, dass er sich im Moment als zurückgetreten betrachtet und seinen Fokus auf andere Lebensbereiche gelegt hat.
Big E erlitt im März 2022 während eines Matches bei SmackDown einen Genickbruch. Seit diesem Zeitpunkt trat er nicht mehr aktiv im Ring an. Dennoch blieb er weiterhin Teil des WWE Programms und war regelmäßig in Pre-Show und Post-Show Formaten zu sehen.
Verletzungsgeschichte prägt seine Sicht auf die Zukunft
Im Zuge seiner aktuellen Aussagen sprach Big E offen über die körperlichen Belastungen seiner gesamten Karriere. Dabei schilderte er detailliert, welche schweren Verletzungen er bereits in jungen Jahren erlitten hatte und wie sehr diese Erfahrungen seine heutige Sicht auf Gesundheit und Lebensqualität beeinflussen:
„Mit 23 Jahren bin ich zum Wrestling gekommen. Meine Verletzungshistorie umfasste ein gerissenes linkes Kreuzband, ein gerissenes rechtes Kreuzband, einen gerissenen linken Brustmuskel und eine gebrochene rechte Kniescheibe. Mit 39 ist mir sehr bewusst, dass ich irgendwann einmal dafür bezahlen werde. Ich habe meinem Körper viel zugemutet. Und irgendwie fühle ich mich großartig. Ich habe keine täglichen Schmerzen. Ich kann normal und gesund funktionieren. Ich bin unendlich dankbar für die wunderbare Karriere, in die ich eher hineingestolpert bin. Ich bete für all meine Mitathleten und Performer, die nicht dasselbe Glück hatten. Ein aufrichtiges Dankeschön an alle, die sich die Zeit genommen haben, meine Karriere im Ring zu verfolgen. Es war ein unermessliches Geschenk, für euch alle auftreten zu dürfen.“
Royal Rumble in Riad: Finanzielle Bedeutung für WWE übertrifft Zuschauerzahlen deutlich
Der Royal Rumble 2026 fand am 31. Januar im Riyadh Season Stadium im King Abdullah Financial District in Riad statt. Nach vorliegenden Informationen verfolgten rund 25.000 Zuschauer die Veranstaltung live vor Ort. Es handelte sich um die erste Veranstaltung des Unternehmens in Saudi-Arabien im Jahr 2026, zwei weitere sind für den weiteren Jahresverlauf geplant.
Laut Informationen aus dem Umfeld des Wrestling Observer spielte die tatsächliche Zuschauerzahl für das wirtschaftliche Ergebnis der Veranstaltung nur eine untergeordnete Rolle. Demnach soll die Show vollständig durch staatliche Mittel aus Saudi-Arabien finanziert worden sein. Offizielle Zahlen wurden nicht veröffentlicht. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Summe deutlich über den zuvor berichteten rund 55 Millionen US-Dollar pro Tour liegen könnte.
In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen in seinen Quartalsberichten deutlich weniger konkrete Details zu Einnahmen aus Saudi-Shows veröffentlicht als noch in früheren Phasen der Partnerschaft.
Rolle des saudischen Staatsfonds bei internationalen Sportinvestitionen
Im weiteren Zusammenhang wird auf den saudischen Staatsfonds Public Investment Fund verwiesen. Der Fonds hat in den vergangenen Jahren umfangreich in internationale Sport und Unterhaltungsprojekte investiert. International wurde dieses Vorgehen teilweise kritisiert. In diesem Zusammenhang fiel unter anderem der Begriff Sportswashing.
Berichten zufolge soll der Fonds aktuell mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert sein. Diese Einschätzung steht im Zusammenhang mit großen Investitionen, unter anderem im Rahmen einer Beteiligung an einem gemeinsamen Erwerb von Electronic Arts im Umfang von rund 55 Milliarden US Dollar. In verschiedenen Projekten soll es Hinweise auf finanzielle Belastungen geben. Diese Situation soll dazu geführt haben, dass einzelne Aktivitäten eingeschränkt wurden.
Langfristiger Vertrag zwischen WWE und Saudi Arabien bleibt bestehen
Nach Einschätzungen aus dem Umfeld des Wrestling Observer wird davon ausgegangen, dass zentrale Ziele des Fonds bereits erreicht worden sein könnten. Dazu zählen vor allem internationale Aufmerksamkeit und verstärkte Investitionen aus dem Ausland. Vor diesem Hintergrund könnte die Bereitschaft sinken, dauerhaft extrem hohe Summen für Sport- und Entertainment-Partnerschaften zu zahlen.
Der bestehende Vertrag zwischen dem Unternehmen und der saudischen Regierung läuft nach aktuellem Stand weiterhin bis zum Jahr 2027. Auch die Austragung von „WrestleMania 43” im kommenden Jahr in Saudi-Arabien ist Teil dieser Vereinbarung.
Seine Gesundheit ist ihm wichtiger, als seine Wrestling-Karriere weiterzuführen. Er will das Risiko nicht eingehen, irgendwann im Rollstuhl zu sitzen.