Big E berichtet von ärztlicher Warnung vor Rückkehr: „Ich möchte nicht im Ring sterben“

Big E spricht ins WWE-Mikrofon

Big E sprach bei „The Haangout“ über seinen Abschied vom aktiven Wrestling und die Gedanken, die ihn dabei begleiteten. Der frühere WWE Champion schilderte, wie er nach seiner schweren Nackenverletzung auf seine Karriere zurückblickte und welche Vorstellungen er für sein weiteres Leben entwickelte.

Big E blickte ohne Reue auf seine Entscheidung zurück

Zu Beginn seiner Erklärung betonte Big E, wie viel ihm seine Zeit als Wrestler bedeutet hatte. Im Ring habe er einige der schönsten Momente seines Lebens erlebt. Häufig sei er überzeugt gewesen, genau dort zu sein, wo er hingehöre und wohin Gott ihn geführt habe.

Dennoch sei ihm die Entscheidung, diesen Lebensabschnitt hinter sich zu lassen, letztlich nicht schwergefallen. Dabei verwies er auf eine Entwicklung, die bereits 2020 begonnen hatte. Damals beschäftigte er sich intensiver mit sich selbst, mit Meditation und mit Achtsamkeit. Diese Erfahrungen hätten ihm geholfen, seine Situation anzunehmen und den Abschied als die richtige Entscheidung zu akzeptieren: „Bei Meditation geht es sehr viel ums Loslassen. Ein großer Teil dessen, was geführte Meditation vermittelt, ist, Dinge loszulassen, die einem nicht mehr guttun“, erklärte Big E.

Die Aufzählung seiner Verletzungen machte ihm die Belastung bewusst

Nach seinem Genickbruch baten ihn die behandelnden Ärzte darum, seine bisherigen Verletzungen aufzulisten. Big E erinnerte sich an gerissene Kreuzbänder in beiden Knien, eine gebrochene rechte Kniescheibe, einen Riss des linken Meniskus und einen gerissenen linken Brustmuskel. Hinzu kamen Bandscheibenvorfälle im unteren Rücken und im Nacken sowie schließlich der Genickbruch.

Die gesamte Aufzählung führte ihm vor Augen, welchen Belastungen sein Körper bereits ausgesetzt gewesen sei. Zu diesem Zeitpunkt sei er erst Mitte 30 gewesen. Neben den einzelnen Verletzungen beschäftigte ihn auch die wiederkehrende körperliche und mentale Anstrengung, die mit ihrer Behandlung verbunden war: „Es ist einfach erschöpfend, diesen ganzen Kreislauf aus Verletzung, Operation und Reha immer wieder zu durchlaufen. Ich war es einfach so leid“, schilderte er.

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Seine Lebensqualität war ihm wichtiger als eine Rückkehr

Bei seinen Überlegungen dachte Big E auch an ehemalige Footballspieler und Wrestler, deren körperliche Beschwerden er im späteren Leben mitbekommen hatte. Eine solche Zukunft wünsche er sich nicht. Er liebe den Sport, die Arbeit im Ring, das Footballfeld und das Training im Kraftraum. Trotzdem wolle er nicht eines Tages die gesundheitlichen Folgen all dessen bereuen müssen: „Ich möchte nicht mit 45 oder 50 Jahren in einem kaputten Körper leben und die ganze Zeit bereuen, die ich mit dem verbracht habe, was ich geliebt habe“, erklärte er.

Um sich langfristig Lebensqualität zu erhalten, sei es für ihn wichtig gewesen, aus diesem Kreislauf auszusteigen. Bei seiner Entscheidung ging es nach seiner Schilderung deshalb auch darum, wie er in fünf oder zehn Jahren und darüber hinaus leben wolle.

Ein Spezialist riet ihm eindringlich von weiteren Matches ab

Besonders deutlich erinnerte sich Big E an ein Gespräch mit einem Wirbelsäulenspezialisten, den auch TJ Wilson und Natalya konsultierten. Der Arzt habe ihn nahezu angefleht, nicht wieder in den Ring zu steigen. Dieser Rat sollte nach Big Es Darstellung selbst dann gelten, wenn er eines Tages eine medizinische Freigabe erhalten würde.

Im Zusammenhang mit dieser Warnung sprach Big E über seinen verletzten ersten Halswirbel, den C1. Bereits nach dem Unfall hätten ihm Ärzte erklärt, wie knapp er einem Schlaganfall, einer Lähmung oder dem Tod entgangen sei.

Für ihn sei damit eine Grenze erreicht gewesen. Wrestling bereite Freude und sichere den Lebensunterhalt. Er wolle dafür jedoch weder sein Leben riskieren noch die Möglichkeit in Kauf nehmen, bereits ab Mitte 30 dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein: „Ich möchte nicht im Ring sterben“, stellte Big E klar. Ebenso wenig wolle er den Rest seines Lebens im Rollstuhl verbringen und über einen möglicherweise sehr langen Zeitraum mit diesen Folgen leben müssen.

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Die Arbeit außerhalb des Rings eröffnete ihm eine neue Perspektive

Big E beschrieb die Möglichkeit, WWE weiterhin verbunden zu bleiben, als wichtigen positiven Aspekt seines Abschieds. Auch ohne selbst Matches zu bestreiten, gebe es andere Aufgaben, zu denen er beitragen könne. Seine Tätigkeit im Broadcasting eröffnete ihm eine neue berufliche Perspektive.

Als Big E darüber nachdachte, wie er in den kommenden fünf oder zehn Jahren und darüber hinaus leben wolle, wurde ihm klar, dass für ihn der Zeitpunkt gekommen sei, seine aktive Ringkarriere hinter sich zu lassen.

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