Becky Lynch über Verletzungen, die Geburt ihrer Tochter und die Möglichkeit eines zweiten Kindes

Becky Lynch emotional am WWE Mikrofon

Becky Lynch hat im Harland Highway Podcast persönliche Einblicke in zwei Bereiche ihres Lebens gegeben, die eng miteinander verbunden sind: die Belastungen ihrer Wrestlingkarriere und die Erfahrungen als Mutter.

Sie erklärte, weshalb sie ihr Training seit ihrem 35. Geburtstag auf andere Art gestaltet, erinnerte sich an mehrere Verletzungen und schilderte erstmals ausführlich die Geburt ihrer Tochter Roux. Auch die Frage, ob sie und Seth Rollins ein weiteres Kind planen, wurde gestellt.

Seit ihrem 35. Geburtstag trainiert Becky Lynch kontrollierter

Lynch trainiert nach eigener Aussage weiterhin vier- bis fünfmal pro Woche und versucht auch an den übrigen Tagen, körperlich aktiv zu sein. Die Art ihrer Einheiten habe sich jedoch verändert. Früher setzte sie stark auf CrossFit und auf besonders intensive Übungen wie Reifendrehen, Seilklettern und andere körperlich fordernde Trainingsformen.

Mit 35 Jahren habe sie begonnen, diese Herangehensweise zu überdenken. Lynch betonte, dass sie solche Einheiten weiterhin bewältigen könnte. Sie wolle ihren Körper inzwischen jedoch gezielter erhalten, anstatt ihn im Training zusätzlich zu verschleißen. Es gehe daher um bewusste Belastungssteuerung und nicht um fehlende Leistungsfähigkeit.

Der Wechsel passt zu den Erfahrungen, die sie während ihrer langen Karriere gesammelt hat. Lynch nannte einen Nasenbruch, Gehirnerschütterungen sowie eine ausgekugelte Schulter als Beispiele. Keine dieser Verletzungen hat sie dauerhaft außer Gefecht gesetzt, dennoch kennt sie die körperlichen Folgen des Wrestlings aus eigener Erfahrung.

Nasenschaden und Schulterverletzung prägten ihre Karriere

Besonders bekannt ist die Gesichtsverletzung aus dem November 2018. Bei einer Raw-Invasion traf Nia Jax Lynch ins Gesicht. Der Nasenbruch und eine Gehirnerschütterung verhinderten anschließend das geplante Survivor Series Match gegen Ronda Rousey. Die Bilder der blutenden Lynch wurden zugleich zu einem prägenden Moment ihres Aufstiegs als „The Man“.

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Die Schulterverletzung erlitt sie beim SummerSlam 2022 gegen Bianca Belair. Lynch führte den Schaden auf die Landung nach einem Glam Slam zurück. Obwohl sie das Match beendete, musste sie danach mehrere Monate pausieren. Ihre fünfjährige Tochter Roux habe deshalb einen Grund, Verletzungen mit dem Beruf ihrer Eltern zu verbinden. Das Mädchen möge Wrestling, wolle derzeit aber nicht selbst in den Ring, weil es Angst vor entsprechenden „Boo-boos“ habe. Sollte Roux ihre Meinung später ändern, würde Lynch sie bei diesem Wunsch unterstützen.

Die Geburt dauerte rund 24 Stunden

Lynch erinnerte sich außerdem an die Geburt von Roux im Dezember 2020. Vom Beginn des Krankenhausaufenthalts bis zur Geburt seien ungefähr 24 Stunden vergangen. Sie habe keine Epiduralanästhesie erhalten, die Wehen seien jedoch mit Pitocin eingeleitet worden. Rund sechs Stunden habe sie besonders starke Kontraktionen erlebt.

Seth Rollins blieb währenddessen im Zimmer. Lynch wollte ihn zunächst in der Nähe ihres Kopfes wissen, statt ihm einen vollständigen Blick auf die Geburt zu ermöglichen. Beinahe habe sie ihn dennoch hinausgeschickt: Rollins bekam Hunger und begann, im Kreißsaal Chips mit Salsa zu essen. Lynch erzählte diese Erinnerung heute mit Humor. Letztlich blieb ihr Ehemann an ihrer Seite und sah nach ihrer Darstellung die gesamte Geburt.

30 Sekunden ohne den ersehnten ersten Schrei

Unmittelbar nach der Entbindung folgte für Lynch ein beängstigender Moment. Roux habe zunächst nicht geweint, weshalb das medizinische Personal sofort versuchte, eine Reaktion auszulösen. Lynch erinnerte sich an ungefähr 30 Sekunden voller Unsicherheit. Von ihrem Bett aus konnte sie nicht genau erkennen, was geschah, und nahm unter anderem ein Tuch vor dem Mund des Kindes wahr. Für einen Moment befürchtete sie, Roux könne nicht atmen, bevor sie an die weiterhin bestehende Versorgung über die Nabelschnur dachte.

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Erst als Roux schließlich zu schreien begann, ließ die Anspannung nach. Kurz darauf wurde Lynch ihre Tochter auf die Brust gelegt. Diesen Moment beschrieb sie als ein unmittelbares Gefühl tiefer Liebe und als den Augenblick, in dem sie erstmals wirklich verstand, was andere Eltern ihr zuvor über diese Erfahrung erzählt hatten. Bleibende medizinische Folgen erwähnte Lynch nicht. Im Mittelpunkt ihrer Schilderung standen vielmehr die Angst während dieser kurzen Verzögerung und die große Erleichterung danach.

Ein zweites Kind bleibt für Lynch und Rollins möglich

Auf die direkte Frage nach weiterem Nachwuchs antwortete Lynch, möglicherweise könne noch ein Kind hinzukommen. Darin liegt keine Schwangerschaftsankündigung und auch kein fester Plan. Ob es ein Junge oder ein Mädchen wäre, spiele für sie keine entscheidende Rolle. Sie wäre nach eigener Aussage in beiden Fällen glücklich, merkte aber scherzhaft an, kleine Jungen könnten besonders wild sein.

Lynch hatte bereits im August 2025 über den Wunsch nach einem weiteren Kind gesprochen und damals die Terminplanung rund um ihre Wrestlingkarriere als Schwierigkeit bezeichnet. Die aktuelle Aussage bestätigt, dass die Möglichkeit weiterhin besteht.

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