Die Wrestling-Welt ist zunehmend in Hollywood angekommen, wie der Netflix-Film Happy Gilmore 2 eindrucksvoll zeigt. Neben MJF und Nikki Bella war auch Becky Lynch Teil der Besetzung. Ein weiterer großer WWE-Star, der beinahe im Film mitgewirkt hätte, ist Cody Rhodes. Laut einem Bericht von Fightful Select wurde Rhodes kontaktiert und zu einem Vorsprechen eingeladen. Zwischen den Verantwortlichen und Rhodes fanden Gespräche über eine mögliche Rolle statt, die letztlich jedoch an Terminschwierigkeiten scheiterten.
Obwohl unklar ist, wie konkret die Rolle für Rhodes gewesen wäre, zeigt allein das Interesse an seiner Mitwirkung, welchen Einfluss er mittlerweile auch außerhalb des Rings hat. Dass er nicht Teil der Produktion wurde, lag ausschließlich an Überschneidungen mit WWE-Terminen. Dies unterstreicht gleichzeitig die hohe Arbeitsbelastung des WWE-Stars, der zuletzt bei WrestleMania 41 eine Schlüsselrolle einnahm.
Im Gegensatz dazu nahmen MJF und Becky Lynch größere Freiräume in Kauf, um ihre Auftritte im Film zu ermöglichen. MJF unterbrach seine AEW-Verpflichtungen und kehrte nur für ein einziges Match zum Ring zurück, bevor er direkt ans Filmset zurückreiste. Becky Lynch nutzte ihre Auszeit vom WWE-TV, um sich voll und ganz auf ihre Rolle zu konzentrieren.
Becky Lynch brachte ihren Charakter selbst zum Leben
In einem Interview mit Sports Illustrated erklärte Becky Lynch, dass ihr für den Film sehr viel kreative Freiheit eingeräumt wurde. Die Figur, die sie spielt, trägt den Namen Flex und wurde laut Lynch maßgeblich von ihr selbst entwickelt. Die Filmemacher gaben zwar eine grobe Richtung vor, doch die finale Ausgestaltung überließen sie den Schauspielerinnen und Schauspielern selbst.
Becky Lynch betonte, dass Elemente ihrer Wrestling-Persona „Big Time Becks“ durchaus Einfluss auf die Darstellung von Flex hatten. Diese Parallelen seien bewusst gewählt gewesen, um dem Charakter eine selbstbewusste, ausdrucksstarke Ausstrahlung zu verleihen.
Lynch sagte wörtlich: „Ich hatte sehr viel Freiheit, sie zu meiner eigenen zu machen. Es gab natürlich die Charakterbeschreibung, aber darüber hinaus war es jedem von uns überlassen, seinen eigenen Charakter genau so zu gestalten, wie wir ihn im Workshop entworfen hatten.“
Die Schauspielerfahrung in Happy Gilmore 2 war für Becky Lynch nicht nur ein beruflicher Ausflug, sondern auch eine emotionale Bereicherung. Sie betonte, dass es in schwierigen Zeiten wichtig sei, Momente der Ablenkung und Freude zu erleben. Genau das sei für sie die Motivation gewesen, Teil des Films zu werden.
Becky Lynch erklärte, dass sie in einer Zeit wie dieser bewusst ein Projekt gesucht habe, das Leichtigkeit und Freude vermittelt. Gerade in schwierigen Momenten sei es wichtig, dem Alltag kurz zu entfliehen und sich etwas Gutes zu tun. Sie sagte:
„Wir alle brauchen gerade ein bisschen Spaß. Jeder von uns braucht manchmal eine Pause vom Ernst des Lebens. Wenn Filme, Serien oder auch das Profi-Wrestling Menschen für anderthalb, zwei oder sogar drei Stunden eine kleine Auszeit ermöglichen, dann ist das unglaublich wertvoll. Und wenn es auch nur eine halbe Stunde ist – Hauptsache, man kann für einen Moment abschalten. Man sagt ja nicht umsonst: Lachen ist die beste Medizin.“
Happy Gilmore 2 vereint Wrestling und Hollywood
In dieser Woche wurde Happy Gilmore 2 weltweit auf Netflix veröffentlicht. Der Film knüpft an den Kultklassiker mit Adam Sandler an und insbesondere die Beteiligung von Wrestling-Stars wie MJF und Becky Lynch wurde hervorgehoben.
Während Becky Lynch mit ihrer Rolle bereits für Aufmerksamkeit sorgt, ist Cody Rhodes längst ebenfalls fest in Hollywood angekommen. Neben seiner bestätigten Rolle im kommenden Reboot von Die nackte Kanone wird Rhodes im neuen Street Fighter-Film die Figur des Guile verkörpern. Die Besetzung wurde offiziell bestätigt und zeigt, dass der WWE-Star sich zunehmend auch als Schauspieler etabliert. Angesichts seines anhaltenden Erfolgs im Wrestling und seiner wachsenden Medienpräsenz gilt Rhodes inzwischen als einer der vielseitigsten Performer seiner Generation. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis weitere große Filmrollen folgen.