Becky Lynch enthüllt private Rückschläge auf ihrem Weg zum Superstar: Zahnverlust, Autopannen und ein No-Go – Zwei Zähne weniger und ein Zimmer mit Drogensüchtigen

Becky Lynch zählt heute zu den erfolgreichsten und beliebtesten Wrestlerinnen der Welt. Doch ihr Weg an die Spitze war alles andere als einfach. In einem offenen Gespräch im Podcast Are You Garbage gewährte die gebürtige Irin einen seltenen Blick hinter die Kulissen ihrer schwierigen Anfangszeit in den Vereinigten Staaten. Schonungslos ehrlich berichtete sie über Zahnschmerzen, finanzielle Not, kaputte Autos und kulturelle Umstellungen, die ihre ersten Jahre in Amerika prägten.

Im Alter von 23 Jahren zog Lynch mit gerade einmal zweitausend Dollar Ersparnis von Irland nach New York. In dem Glauben, dass sie damit über den Sommer käme, war das Geld jedoch bereits nach zwei Tagen verbraucht. Sie musste schnell handeln und fand Zuflucht in einem Hostel nahe des Columbus Circle, in dem sie für 35 Dollar pro Nacht unterkam. Auf der Suche nach einem Job verschlug es sie in eine Bar namens Shades of Green in der 14th Street. Zwar wurde sie dort nicht eingestellt, doch nach einem Gespräch mit dem Besitzer bot man ihr ein kleines Zimmer über der Bar zur Miete an.

Das Zimmer bestand nur aus einem Bett und einem Waschbecken. Das Bad befand sich auf dem Flur und musste mit mehreren anderen Bewohnern geteilt werden, unter denen sich laut Lynch auch einige Drogenabhängige befanden. Diese kamen zu jeder Tages- und Nachtzeit zurück, oftmals laut streitend, was ihr das Gefühl von Sicherheit nahm.

Inmitten dieses prekären Lebensumfeldes bekam Lynch starke Zahnschmerzen. Ein benachbarter Zahnarzt stellte sie vor die Wahl: Wurzelbehandlung oder Zahnextraktion. Da sie sich die Behandlung nicht leisten konnte, ließ sie den Zahn ziehen – ihr Erster in Amerika. Kurze Zeit später wiederholte sich die Situation, und auch der zweite Backenzahn musste entfernt werden. Erst später wurde ihr bewusst, dass sich dadurch ihre Zahnstruktur veränderte und die übrigen Zähne begannen, sich zu verschieben.

Orlando bringt keine Besserung – weitere Schmerzen und ein Dilemma beim Zahnarzt

Auch nach ihrem Umzug nach Orlando änderte sich die Situation nicht wesentlich. Dort erlitt Lynch erneut Zahnschmerzen, diesmal im Oberkiefer. Ein Zahnarzt diagnostizierte die Schmerzen jedoch fälschlicherweise als Problem im Unterkiefer und stellte ihr dieselbe Frage wie zuvor: Wurzelbehandlung oder Zahnziehen? Wieder entschied sich Lynch aus finanzieller Notlage für die kostengünstigere Lösung und ließ den Zahn entfernen. Erst im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Schmerzen vom Oberkiefer ausgingen. Als sie einen dritten Zahn zu verlieren drohte, entschied sie sich schließlich für die richtige Behandlung. Um sich die Wurzelbehandlung leisten zu können, musste sie Geld von ihrer Mutter leihen. Kurz darauf versagte auch noch ihr Auto – all das ereignete sich innerhalb ihrer ersten vier Monate in den USA. Rückblickend bezeichnete Becky diese Zeit halb im Ernst, halb im Spott als ihren „amerikanischen Traum“.

Bis heute hat sie den fehlenden Zahn nicht ersetzen lassen. Zwar suchte sie einen Zahnarzt auf, der ihr erklärte, man könne den Eingriff entweder im Wachzustand oder unter Sedierung durchführen, doch Lynch brachte den Mut nie auf, den Termin wahrzunehmen. Sie gibt offen zu, dass sie weiß, dass sie es noch machen lassen muss, aber sie braucht noch einen letzten Schub an Tapferkeit.

Abgezockt auf vier Rädern – Becky Lynchs bittere Erfahrungen mit Gebrauchtwagen

Auch im Straßenverkehr blieben ihr Katastrophen nicht erspart. Lynch erzählte, dass sie zu Beginn ihrer Zeit in den USA mehrfach Opfer von Gebrauchtwagenbetrug wurde. Ihr erstes Auto war ein günstiger Kleinwagen in Orlando, der noch auf dem Parkplatz auseinanderzufallen begann. Das Fahrzeug roch schlecht und fühlte sich wie eine rollende Todesfalle an. Ob es ein Saturn oder ein Suzuki war, konnte sie nicht mehr mit Sicherheit sagen – sicher war nur, dass sie es hasste.

Später kaufte sie einem befreundeten Iren und NXT-Kollegen, Joey Cabray, ein gebrauchtes Auto ab, nachdem dieser entlassen worden war. Doch auch dieses Gefährt war nicht von Dauer. Auf dem Weg zu einer Wurzelbehandlung begann es auf der Autobahn zu rauchen und blieb stehen. Sie wusste nicht, was sie tun sollte – erneut fand sie sich in einer verzweifelten Lage wieder.

Ein Hoffnungsschimmer erschien, als sie bei einer Wrestling-Show einen Sicherheitsmitarbeiter traf, der einen Volkswagen Käfer fuhr – Lynchs erklärtes Traumauto. Der Mann bot ihr den Wagen für rund 8.000 US-Dollar an, was für das Jahr 2013 oder 2014 ein vernünftiger Preis war. Zwar konnte sie sich das Auto kaum leisten, doch der Mann ließ sie in wöchentlichen Raten zahlen, da er selbst noch Schulden auf den Wagen hatte. Tragischerweise verstarb der Verkäufer, bevor das Auto abbezahlt war, woraufhin der Wagen von der Finanzierungsgesellschaft zurückgeholt wurde. Auch dieses Kapitel endete mit einem Verlust für Becky Lynch. Ihre gesamte Erfahrung mit Autos in den USA beschreibt sie rückblickend als eine Mischung aus Abzocke, Frust und Pech.

Kulinarische Eigenheiten – Fisch ist für Becky ein No-Go

Abseits von Zahnschmerzen und Autopannen sorgte Becky Lynch im Podcast auch mit einem ungewöhnlichen kulinarischen Geständnis für Aufsehen. Sie gab an, in ihrem gesamten Leben noch nie Fisch gegessen zu haben. Ihre Begründung war ebenso knapp wie deutlich: „Ekelhaft.“ Auch Mayonnaise reiht sich in die Liste ihrer absoluten Abneigungen ein.

Dafür liebt sie Fast Food, insbesondere Burger King. Ihre Begeisterung für die Marke rührt aus Kindheitserinnerungen an gemeinsame Abende mit ihrem Vater, der großer Fan des Whoppers war. Noch heute bestellt sich Lynch gerne einen doppelten Cheeseburger und bezeichnet diese Mahlzeiten als eine Art Wohlfühlessen aus der Vergangenheit.

Eine weitere kulinarische Überraschung: Becky schwärmt für frittierten Rosenkohl. Was ihr als Kind in gekochter Form widerstrebte, genießt sie heute umso mehr, wenn das Gemüse knusprig frittiert ist. Besonders schwärmt sie von den sogenannten „Chippers“ – Fast-Food-Imbisse in Irland, die neben Fish & Chips auch Wurstbrötchen und weitere Leckereien anbieten. Selbst die Tankstellenwürstchen in Irland bezeichnete sie im Gespräch als „elitär“. In den USA vermisst sie diese einfachen, aber geschmackvollen Gerichte sehr.

Beim Thema Nachtisch zeigt sich Becky als Fan von hochwertigem Eis. Besonders Salt & Straw hat es ihrer Familie angetan, aber auch Ben & Jerry’s gehört nach wie vor zu ihren Favoriten. Die Sorte „Phish Food“ hat es ihr besonders angetan – nicht zuletzt wegen der kleinen Schokoladenfische, die sie nostalgisch an ihre Jugend erinnern.