Batista spricht offen über seine harte WWE-Zeit: Der Erfolg hatte einen hohen Preis

Batista blickt im WWE Backstagebereich in eine Kamera
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Dave Bautista zählt heute zu den erfolgreichsten Wrestlern, denen der Sprung nach Hollywood gelungen ist. Rollen in Produktionen wie „Guardians of the Galaxy“, „Dune“, „Blade Runner 2049“ und „Glass Onion“ machten den früheren WWE-Star weit über die Wrestlingwelt hinaus bekannt. Hinter diesem Aufstieg steht jedoch eine Geschichte, die lange von finanzieller Unsicherheit, enormem Druck und einem kräftezehrenden Touralltag geprägt war.

In einem Gespräch mit Cale Owen von W.O.L.F. Gyms blickte Bautista auf seine Anfänge zurück und schilderte, wie wenig glamourös sein Weg ins Wrestling tatsächlich gewesen sei. Er habe damals nicht von Ruhm oder einer großen Karriere geträumt, sondern dringend eine Möglichkeit gesucht, seine Familie zu ernähren. Als Vater von zwei Kindern habe er kaum Geld besessen und sich in einer Lage befunden, in der er dringend eine neue Perspektive benötigt habe.

Aus finanzieller Not wurde eine Leidenschaft

Bautista machte deutlich, dass zunächst vor allem die Aussicht auf ein regelmäßiges Einkommen den Ausschlag für seinen Einstieg gegeben habe. Mit wachsender Erfahrung habe sich seine Einstellung jedoch grundlegend verändert. Wrestling sei für ihn nicht länger nur ein Ausweg aus finanziellen Schwierigkeiten gewesen, sondern zu einer Leidenschaft geworden, die ihn vollständig vereinnahmt habe. Nach einiger Zeit hätte er nach eigener Darstellung sogar ohne Bezahlung im Ring stehen wollen, weil ihn das Geschäft derart fasziniert habe.

Der Weg zu einer gesicherten Existenz war dennoch deutlich länger, als es sein späterer Status als einer der größten WWE-Stars seiner Generation vermuten lässt. Bautista erklärte, dass die Arbeit während seiner aktiven Zeit nicht nur körperlich und mental belastend, sondern auch ausgesprochen kostspielig gewesen sei. WWE habe im Wesentlichen die Flugreisen übernommen. Ausgaben für Verpflegung, Mietwagen und Hotels hätten die Talente dagegen selbst tragen müssen.

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Selbst als World Champion fehlte ihm das Geld

Durch den eng getakteten Tourplan entstanden damit Woche für Woche erhebliche Kosten. Während die Wrestler fast jeden Abend in einer anderen Stadt auftraten, mussten sie ihre Reisen vor Ort organisieren und zahlreiche Ausgaben aus eigener Tasche bezahlen. Bautista zufolge führte dies dazu, dass er während seiner ersten Jahre trotz seiner Tätigkeit für das weltweit größte Wrestlingunternehmen nahezu ständig pleite gewesen sei.

Erst sein Aufstieg zum World Heavyweight Champion im Jahr 2005 habe seine finanzielle Situation allmählich verändert. Bei WrestleMania 21 besiegte Batista Triple H und erreichte damit den bis dahin größten Erfolg seiner Karriere. Der Titelgewinn bedeutete allerdings nicht, dass sich seine wirtschaftlichen Probleme über Nacht erledigten. Zu Beginn seiner Regentschaft lebte er nach eigener Aussage weiterhin in einem sehr kleinen Appartement und musste sich noch Geld leihen, weil sich die höheren Einnahmen erst mit Verzögerung bemerkbar machten.

Besonders eindrücklich schilderte Bautista, dass er regelmäßig kurzfristige Darlehen über rund 300 US-Dollar aufgenommen habe. Sobald er das Geld zurückgezahlt hatte, habe er sich erneut dieselbe Summe geliehen, um die nächste Woche zu überstehen. Dieser Kreislauf habe sich wiederholt, bis er als etablierter World Champion schließlich genug verdient habe, um nicht länger auf diese Form der finanziellen Überbrückung angewiesen zu sein.

Warum sich Hollywood für Batista wie Luxus anfühlt

Seine Erfahrungen aus dieser Zeit beeinflussen bis heute, wie Bautista die Arbeit an einem Filmset wahrnimmt. Wer aus dem Wrestling komme, empfinde viele Bedingungen in Hollywood nach seiner Einschätzung als außergewöhnlichen Komfort. Bei Filmproduktionen bleibe man häufig über einen längeren Zeitraum am selben Ort, während Wrestler täglich weiterreisen und sich immer wieder auf neue Hallen, Gegner und Abläufe einstellen müssten.

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Hinzu komme die umfangreiche Unterstützung am Set. Dort kümmerten sich zahlreiche Mitarbeiter um organisatorische Aufgaben, stellten Rückzugsorte bereit und erleichterten den Darstellern den Arbeitsalltag. Im Wrestling sei ihm dagegen kaum etwas abgenommen worden. Die Talente hätten sich eigenständig um viele praktische Dinge kümmern und gleichzeitig körperlich auf höchstem Niveau funktionieren müssen. Gerade deshalb betrachtet Bautista das Filmemachen im direkten Vergleich als Luxus, auch wenn die Schauspielerei selbst hohe Anforderungen mit sich bringe.

Auch der Wechsel zum Film brachte zunächst neue Rückschläge

Der spätere Hollywood-Erfolg war für Bautista dennoch keineswegs garantiert. Nach seinem ersten Abschied von WWE geriet er erneut in große finanzielle Schwierigkeiten. In einem früheren Gespräch mit „GQ“ berichtete er, sein Wrestlingvermögen aufgebraucht, sein Haus verloren und Autos sowie Motorräder verkauft zu haben. Statt unmittelbar große Rollen zu erhalten, musste er praktisch von vorn beginnen, Schauspielunterricht nehmen und sich mit kleineren Produktionen empfehlen.

Der entscheidende Durchbruch gelang ihm schließlich als Drax in „Guardians of the Galaxy“. Es folgten Rollen unter renommierten Regisseuren wie Denis Villeneuve, Rian Johnson und Sam Mendes. Seine heutige Position in Hollywood lässt leicht vergessen, wie unsicher sowohl seine frühen Wrestlingjahre als auch der Beginn seiner Schauspielkarriere waren. Die neuen Aussagen zeigen jedoch, dass selbst der Gewinn einer World Championship für Batista nicht sofort Wohlstand bedeutete und sein späterer Erfolg auf jahrelanger Belastung, finanziellen Risiken und einem vollständigen beruflichen Neuanfang beruhte.

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