Anhaltende Fragen nach dem Tod von Hulk Hogan: Neue Enthüllungen über Nervenschädigung nach Operation

Hulk Hogan wird interviewt

Der Tod der Wrestling-Legende Hulk Hogan am 24. Juli 2025 bewegt nicht nur seine Fans auf der ganzen Welt, sondern wirft auch weiterhin zahlreiche Fragen auf. Der 71-Jährige verstarb in seinem Haus in Clearwater, Florida. Zunächst wurde von einem natürlichen Tod ausgegangen, doch in den vergangenen Wochen verdichteten sich die Berichte, dass ein ärztlicher Behandlungsfehler eine Rolle gespielt haben könnte. Neue Details aus Polizeiberichten, Zeugenaussagen sowie Medienberichten der Seiten „TMZ Sports“ und „TMZ Live“ zeichnen ein Bild, das weitere Ermittlungen erforderlich macht.

Verdacht auf medizinischen Fehler

Besonders im Mittelpunkt steht eine Operation, die Hulk Hogan kurz vor seinem Tod durchlaufen hatte. Laut einem Bericht von „TMZ Sports“ erklärte ein Ergotherapeut, der am Tag von Hogans Tod in seinem Haus anwesend war, den eintreffenden Polizeibeamten, dass bei dem Eingriff ein Chirurg den Zwerchfellnerv – den sogenannten Nervus phrenicus – durchtrennt habe. Dieser Nerv steuert das Zwerchfell, das für die Atmung unverzichtbar ist. Eine Schädigung kann zu schweren Komplikationen bis hin zum Atemstillstand führen.

Nach Angaben der Quellen habe Hogan keinen klassischen Herzinfarkt erlitten, sondern schlicht „aufgehört zu atmen“. Seine Ehefrau Sky bemerkte diesen Zustand und setzte den Notruf ab. Obwohl die genaue Art des Eingriffs noch nicht bestätigt ist, gibt es Hinweise darauf, dass es sich um eine Herz- oder Nackenoperation gehandelt haben könnte.

Bestätigung durch Ehefrau Sky Daily

In der Sendung „TMZ Live“ wurde ein entscheidendes Detail bekannt gegeben: Hogans Ehefrau Sky Daily bestätigte, dass der Zwerchfellnerv während der Operation „beschädigt“ worden sei. Diese Aussage verleiht den bisherigen Spekulationen neue Brisanz. Bislang hatte es sich lediglich um Aussagen Dritter gehandelt, doch nun bestätigt ein direktes Familienmitglied, dass ein medizinisches Problem am Nervus phrenicus vorlag. Damit erhärtet sich der Verdacht, dass der Tod nicht ausschließlich natürlichen Ursprungs war. Dennoch steht eine endgültige Bestätigung durch die Ergebnisse der Autopsie noch aus.

Autopsie offiziell durchgeführt

Eine weitere bedeutende Entwicklung ist die Bestätigung, dass eine Autopsie an Hulk Hogan vorgenommen wurde. Dieser Schritt war von mehreren Seiten gefordert worden – unter anderem von Hogans Tochter Brooke Hogan und Bubba The Love Sponge. Die Autopsie gilt als entscheidend, um die Todesursache zweifelsfrei festzustellen.

Bislang liegen allerdings noch keine detaillierten Ergebnisse vor. Klar ist lediglich, dass Hogans Leichnam nicht eingeäschert wurde, um die Untersuchungen zu ermöglichen. Damit bleiben die kommenden Wochen und die Veröffentlichung der Autopsieergebnisse für die Familie und die Öffentlichkeit von großer Bedeutung.

Brooke Hogan erhebt schwere Vorwürfe

Hogans Tochter Brooke hat sich mehrfach öffentlich zu Wort gemeldet und ihre Zweifel am offiziellen Ablauf geäußert. Auf ihrem Instagram-Account erklärte sie, dass sie Anrufe von Fachleuten erhalten habe, die am Todestag bei ihrem Vater anwesend waren. Darunter sollen sowohl Polizisten als auch Krankenschwestern gewesen sein. Diese hätten sie dringend aufgefordert, die Bodycam-Aufnahmen der Einsatzkräfte sowie die 911-Notrufprotokolle einzusehen.

Brooke machte deutlich, dass diese Aufzeichnungen nach Ansicht der Beteiligten „die Darstellung verändern könnten, die bisher bekannt ist“. Allerdings sind sowohl die Bodycam-Videos als auch die Notrufe derzeit gesperrt und können nicht eingesehen werden.

Streit um Entscheidungsbefugnisse

Neben der Forderung nach mehr Transparenz zeigte sich Brooke Hogan auch frustriert darüber, dass sie als Tochter kein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen rund um die Beisetzung und die juristische Aufarbeitung hat. Ihrer Aussage nach liege alles in den Händen von Hogans Ehefrau Sky Daily. Brooke betonte, dass sie in dieser Situation „keinerlei Einfluss“ habe und ihr „die Hände gebunden“ seien.

Zusätzlich stellte sie öffentlich infrage, ob es richtig gewesen sei, dass Hogans Hausarzt die Sterbeurkunde unterzeichnet habe. Sie verwies dabei auf dessen Vergangenheit, die nach ihren Worten für Zweifel sorgen könnte.

Bedeutung des Nervus phrenicus

Der Nervus phrenicus, der nun im Zentrum der Diskussion steht, verläuft vom Halsbereich bis zum Zwerchfell. Er spielt eine Schlüsselrolle bei der Atmung, da er die Kontraktionen des Zwerchfells steuert. Eine Verletzung oder Durchtrennung kann zu Atemlähmung oder massiven Atemproblemen führen. In diesem Zusammenhang ist die Behauptung, Hogan habe keinen Herzinfarkt erlitten, sondern aufgehört zu atmen, von besonderer Relevanz. Sie könnte ein Indiz dafür sein, dass die Schädigung des Nervs unmittelbar mit seinem Tod zusammenhängt.

Familie zwischen Trauer und Forderungen

Trotz aller öffentlichen Spekulationen betonte Brooke Hogan, dass ihr primäres Anliegen nicht der Streit um Deutungshoheit sei, sondern die Suche nach Wahrheit. In ihren Beiträgen machte sie deutlich, dass nichts den Verlust ihres Vaters rückgängig machen könne. Sie bat daher auch um Privatsphäre für die Familie, während gleichzeitig die Forderung nach Aufklärung bestehen bleibt.
Die Situation wird zusätzlich dadurch erschwert, dass innerhalb der Familie offenbar unterschiedliche Ansichten bestehen. Während Hogans Ehefrau Sky die Nervenschädigung bestätigt hat, tritt Brooke vehement für die Veröffentlichung aller relevanten Dokumente und Aufnahmen ein, um Klarheit zu schaffen.

Noch offene Fragen

Zum jetzigen Zeitpunkt ist unklar, ob eine strafrechtliche Untersuchung gegen den behandelnden Chirurgen eingeleitet wird. Auch die genauen Ergebnisse der Autopsie stehen noch aus. Klar ist jedoch, dass die Diskussion um mögliche Behandlungsfehler, die Veröffentlichung von Polizei- und Notrufaufzeichnungen sowie die Rolle der beteiligten Ärzte und Behörden die nächsten Wochen prägen werden.

3 Kommentare

  1. Zum Glück kann nicht einfach jedes Familienmitglied nach einem versterben alles entscheiden/ einsehen und so weiter. Manchmal ist das gut und manchmal vielleicht schlecht.

    • Jedes direkte Familienmitglied sollte das Recht haben, alles einsehen zu können, schon allein um Ungereimtheiten oder Fehler ausschließen zu können, dass wäre für alle Beteiligten hilfreich.

      • ganz sicher nicht. Die Reimen sich vor allem erstmal was zusammen.

        Wie will denn eine Brooke Hogan bitte beurteilen können ob Polizisten oder Sanitäter irgendwie falsch handeln? In deren Augen sieht wahrscheinlich alles falsch aus.

        Es ist absolut richtig das diese Aufnahmen erstmal nicht frei zugänglich sind und im Fall des Falles erstmal von Fachpersonal begutachtet werden.

        Eine Brooke Hogan ist die komplett falsche Person um Ungereimtheiten oder Fehler ausschließen zu können, sie ist unter keinen Umständen eine Person die das kann und auch nicht diese Aufnahmen gleich sehen sollte… am besten gar nicht, alleine für das eigene nerven Kostüm. Beurteilen kann sie da rein gar nix.

        Man braucht sich da keine Gedanken machen, die Aufnahmen werden schon geprüft werden zum richtigen Zeitpunkt, spätestens wenn Anwälte auf den Plan treten, was sowieso der Fall sein wird nach der Autopsie. Außerdem werden ALLE Aufnahmen mit Personenschäden, egal wie sie zu stande kamen, in den USA geprüft… das dauert zwar, aber passiert. Aller spätestens nachdem mal jemand tod gerpügelt wurde gibt es keinen Fall mehr wo da nicht interne Ermittler einen Blick drauf werfen.

        Was die gesundheitliche Situation angeht, Nerv geschädigt oder nicht… das wird man schon noch rauskriegen. Wobei es da sicher ne endlose Liste an „Schädigungen“ geben wird. Wrestler, zig Jahre lang Steroide, tausend OPs, 71 Jahre alt… da kommt sicher einiges zusammen das nicht mehr in einem all zu guten Zustand war da drinnen.

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