Nach dem offiziellen Auslaufen seines Vertrags bei WWE ist Andrade ohne vertragliche Einschränkungen und kann weltweit bei jeder Promotion unterschreiben. In den vergangenen Tagen sorgte seine Situation für intensive Diskussionen, nachdem er unmittelbar nach dem Ende seines WWE-Vertrags bei mehreren Veranstaltungen außerhalb der Company aufgetreten war.
Vertragsstatus und Vertragsfreiheit
Ein aktueller Bericht von Fightful Select stellt klar, dass Andrades WWE-Vertrag offiziell am 12. Dezember 2025 ausgelaufen ist. Personen, die mit der Situation vertraut sind, bestätigten, dass Andrade berechtigt ist, bei jeder beliebigen Wrestling Promotion einen neuen Vertrag zu unterschreiben. Dazu zählen unter anderem AEW, TNA, AAA und CMLL.
Der Fall erhielt besondere Aufmerksamkeit, da WWE-Verträge üblicherweise eine einjährige Wettbewerbsverbotsklausel enthalten. Laut dem Bericht wurde jedoch davon ausgegangen, dass diese Klausel in Andrades Fall rechtlich angefochten worden wäre. Letztlich kam es dazu jedoch nicht.
Rolle des Rechtsbeistands und professioneller Ablauf
Fightful Select berichtet weiter, dass Andrade über seinen Bruder Rush einem Rechtsbeistand vorgestellt wurde, der seit mehreren Jahren eng mit der WWE zusammenarbeitet. Diese Verbindung spielte eine zentrale Rolle dabei, die Gespräche zwischen den Parteien voranzubringen und die Aufhebung der Wettbewerbsverbotsklausel zu ermöglichen. Personen mit Einblick in das Verfahren erklärten, dass sowohl WWE als auch Andrades Seite die Situation durchgehend professionell gehandhabt hätten.
AEW ist weiterhin offen für Andrades Rückkehr
Innerhalb von All Elite Wrestling bleibt man laut Fightful Select optimistisch, was eine mögliche Rückkehr von Andrade betrifft. Auch AEW-Präsident Tony Khan soll der Situation positiv gegenübergestanden haben. Während der rechtlichen Klärung bemühte sich AEW demnach darum, den Übergang möglichst reibungslos zu gestalten und zusätzliche Komplikationen zu vermeiden.
Frühere AEW-Auftritte und abrupter Rückzug aus Storylines
Da Andrade davon ausging, keiner Wettbewerbsklausel zu unterliegen, trat er am 1. Oktober bei der Jubiläumsshow zum sechsjährigen Bestehen von AEW im Daily’s Place auf. Dort griff er Kenny Omega an und verbündete sich anschließend mit Don Callis. Nach diesem Auftritt verschwand Andrade jedoch ohne weitere Erklärung aus den laufenden AEW-Storylines.
Internationale Auftritte nach WWE-Abgang
In den Wochen nach dem Vertragsende trat Andrade unter anderem für House of Glory sowie für New Japan Pro Wrestling auf. Sein überraschender Auftritt bei der HOG-Veranstaltung Winter Warfare in Jamaica, Queens, New York, sorgte dabei für besondere Aufmerksamkeit.
House of Glory bestätigte inzwischen offiziell, dass Andrade am 20. Februar 2026 bei der Veranstaltung „No Turning Back“ auftreten wird. Darüber hinaus ist angekündigt, dass Andrade am 4. Januar 2026 in Japan bei Wrestle Kingdom 20 im Einsatz sein wird.
Zum aktuellen Zeitpunkt hält Andrade zudem mehrere Titel. Er ist amtierender The Crash Lucha Libre Champion sowie WWC Universal Champion.
Offene Zukunft und hohe Aufmerksamkeit im Wrestling-Markt
Durch seine Vertragsfreiheit, seine internationalen Auftritte und die weiterhin offene Haltung mehrerer großer Promotionen steht Andrade derzeit stark im Fokus der Wrestling-Welt. Der Fightful-Select-Bericht schließt mit der Einschätzung, dass Personen aus dem Umfeld der Situation weiterhin optimistisch auf eine mögliche AEW-Rückkehr blicken.
Paramount passt Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery erneut an
Am Freitag, dem 8. Dezember 2025, wurde öffentlich bekannt, dass Netflix beabsichtigt, die Studioaktivitäten von Warner Bros. Discovery sowie HBO Max zu übernehmen. Das Vorhaben umfasst einen Kaufpreis von 72 Milliarden US Dollar und bewertet das Unternehmen insgesamt mit 82,7 Milliarden US-Dollar. Diese Ankündigung löste unmittelbar Reaktionen am Markt aus und führte dazu, dass Paramount Skydance Corporation versuchte, den geplanten Deal zu verhindern.
Feindliches Angebot und klare Ablehnung durch den WBD Vorstand
Paramount leitete daraufhin ein feindliches Übernahmeangebot in Höhe von 108 Milliarden US-Dollar ein. Der Vorstand von Warner Bros. Discovery reagierte geschlossen und erklärte einstimmig, dass dieses Angebot nicht im besten Interesse des Unternehmens und seiner Aktionäre liege. Stattdessen hielt WBD an der geplanten Transaktion mit Netflix fest.
Überarbeitetes Barangebot von 30 US Dollar pro Aktie
Am Montag, dem 22. Dezember 2025, gab Paramount bekannt, sein Angebot angepasst zu haben. Das Unternehmen bestätigte, weiterhin alle ausstehenden Aktien von Warner Bros. Discovery zu einem Preis von 30 US-Dollar pro Aktie in bar erwerben zu wollen. Mit diesem Schritt würde Paramount sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von WBD übernehmen. Die Anpassungen des Angebots erfolgten nach eigenen Angaben, um auf die von WBD geäußerten Bedenken einzugehen.
Persönliche Bürgschaft von Larry Ellison als zentraler Punkt
Hintergrund der Änderungen war die Kritik von WBD an der bisherigen Finanzierungsstruktur. In einer Meldung gemäß Schedule 14D 9 hatte Warner Bros. Discovery erklärt, dass die vollständige Kapitalabsicherung durch den Ellison Familientrust nicht ausreiche. Der Trust hält den Großteil des Vermögens von Larry Ellison, dem Gründer von Oracle und Mehrheitsaktionär von Paramount. WBD hatte stattdessen eine persönliche Bürgschaft von Ellison gefordert.
Paramount kam dieser Forderung nun nach. Larry Ellison erklärte sich bereit, eine unwiderrufliche persönliche Bürgschaft in Höhe von 40,4 Milliarden US-Dollar für die Eigenkapitalfinanzierung des Angebots sowie für mögliche Schadensersatzansprüche zu übernehmen. Zusätzlich verpflichtete er sich, den Ellison Familientrust während der Laufzeit der Transaktion nicht zu widerrufen oder dessen Vermögenswerte nachteilig zu verändern.
Offenlegung von Treuhandvermögen und weitere Vertragsanpassungen
Paramount kündigte zudem an, Unterlagen zu veröffentlichen, aus denen hervorgeht, dass der Ellison Familientrust rund 1,16 Milliarden Stammaktien von Oracle hält. Gleichzeitig sollen alle wesentlichen Verbindlichkeiten des Trusts offengelegt werden. Darüber hinaus wurde der Fusionsvertrag angepasst, um Warner Bros. Discovery mehr Flexibilität im laufenden Geschäftsbetrieb einzuräumen. Dies betrifft insbesondere Umschuldungen, Zusicherungen und Vereinbarungen für den Zeitraum bis zum Abschluss der Transaktion.
Ein weiterer Punkt der Überarbeitung betrifft die regulatorische Kündigungsgebühr. Paramount erhöhte diese von ursprünglich 5 Milliarden US-Dollar auf nunmehr 5,8 Milliarden US-Dollar. Das Angebot bleibt an die Bedingung geknüpft, dass Warner Bros. Discovery weiterhin vollständig Eigentümer seines Global Networks Geschäfts bleibt. Alle übrigen Angebotsbedingungen blieben unverändert.
Kritik an fehlenden Angaben im Netflix-Angebot
Paramount äußerte in seiner Stellungnahme deutliche Kritik an den von Warner Bros. Discovery veröffentlichten Unterlagen. In der Schedule 14D 9 Meldung fehlten demnach Informationen zu den Finanzanalysen, auf deren Grundlage sich der WBD-Vorstand für das Angebot von Netflix entschieden habe. Ebenso gebe es keine Angaben zur Bewertung der verbleibenden Aktien des Global Networks Geschäfts, die Paramount mit einem Wert von 1 US-Dollar pro Aktie ansetze.
Darüber hinaus bemängelte Paramount, dass keine Details zur Berechnung der Erlösanpassung im Netflix-Angebot offengelegt wurden. Dieses sehe zwar eine Dollar für Dollar Anpassung auf Basis der Nettoverschuldung vor, erläutere jedoch nicht, wie diese Berechnung konkret erfolgt. Auch der von WBD genannte risikobereinigte Wert des Paramount Angebots sei nicht nachvollziehbar erklärt worden.
David Ellison bekräftigt strategische Bedeutung der Übernahme
David Ellison, Vorsitzender und CEO von Paramount, bekräftigte in einer offiziellen Erklärung das Engagement seines Unternehmens. Er erklärte, dass das vollständig finanzierte Barangebot von 30 US-Dollar pro Aktie weiterhin die beste Option zur Maximierung des Wertes für die Aktionäre von Warner Bros. Discovery darstelle. Die geplante Übernahme solle als Katalysator für mehr Inhalte, zusätzliche Kinofilme und eine größere Auswahl für Verbraucher dienen. Zugleich forderte er den Vorstand von WBD auf, die notwendigen Schritte einzuleiten, um die Transaktion zu ermöglichen und das Unternehmen langfristig zu stärken.
Fristverlängerung und aktueller Stand des Angebots
Im Zusammenhang mit dem überarbeiteten Angebot verlängerte Prince Sub Inc., eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Paramount, die Frist für das Übernahmeangebot bis zum 21. Januar 2026 um 17 Uhr New Yorker Zeit. Nach Angaben der Verwahrstelle Equiniti Trust Company wurden bis zum 19. Dezember 2025 um 18 Uhr New Yorker Zeit insgesamt 397.252 Aktien gültig angedient und nicht zurückgezogen.
Die Angebotsunterlagen wurden bei der SEC eingereicht. Aktionäre von Warner Bros. Discovery können weitere Informationen über den Informationsbeauftragten Okapi Partners LLC anfordern. Paramount rief die Aktionäre dazu auf, ihre Unterstützung für das eigene Angebot gegenüber dem Vorstand von WBD zum Ausdruck zu bringen.
„Der Fall erhielt besondere Aufmerksamkeit, da WWE-Verträge üblicherweise eine einjährige Wettbewerbsverbotsklausel enthalten.“ Sind das normal nicht 90-Tage oder haben die mehrere Versionen fuer verschiedene Entlassungsarten?
Hi, kurze Einordnung dazu: Die oft zitierte „90-Tage-Non-Compete-Klausel“ gibt es so eigentlich nicht als festen Vertragsbestandteil. In WWE-Verträgen ist vielmehr eine Wettbewerbsverbotsklausel von bis zu einem Jahr verankert. dies wurde hier zuletzt auch mehrfach berichtet.
Die bekannten 90 Tage waren über Jahre hinweg eher eine Praxis der WWE: Talente wurden freigestellt, weiter bezahlt und durften in dieser Zeit nicht woanders auftreten. Das war aber keine automatisch garantierte Regel, sondern eine unternehmensinterne Handhabung.
Je nach Art der Trennung kann WWE sich also auch auf andere Fristen berufen, was erklärt, warum es in manchen Fällen zu längeren Sperren kommt.
LG und frohe Weihnachten
Tom
Die können noch 100te Angebote machen. Aber der Deal mit NF wird immer bevorzugt werden! Alleine schon wegen den Leuten die hinter Paramount stehen.