WWE-Superstar Aleister Black hat in einem ausführlichen Gespräch mit Rob Pasbani von The Stunner über seine aktuelle WWE-Phase, seine kreativen Ideen für seinen Charakter sowie über mehrere Gerüchte gesprochen, die zuletzt rund um seine Karriere kursierten.
Black sprach dabei über seine Rückkehr zur WWE, seine Zusammenarbeit mit Zelina Vega, seine musikalischen Einflüsse sowie über Spekulationen rund um seine Abwesenheit beim Royal Rumble. Darüber hinaus ging er auch auf seine frühere Zusammenarbeit mit Brody King bei AEW ein.
Musik, Hardcore-Kultur und persönliche Einflüsse
Zu Beginn des Gesprächs sprach Aleister Black über seine musikalischen Vorlieben und seine starke Verbindung zur Hardcore- und Metal-Szene. Musik spielt für ihn weiterhin eine wichtige Rolle, auch wenn sein Terminplan es nicht immer zulässt, sich intensiv mit neuen Veröffentlichungen zu beschäftigen.
Aleister Black erklärte, dass derzeit mehrere Bands aus der Hardcore- und Metalszene neue Musik veröffentlicht hätten, die er häufig höre. Besonders das neue Album von Converge habe es ihm angetan und laufe bei ihm derzeit sehr oft. Auch aktuelle Veröffentlichungen von Terror, Coroner und Guilt Trip habe er im Blick. Aufgrund seines sehr vielfältigen Musikgeschmacks erscheine für ihn ständig neue Musik, auch wenn sein voller Terminplan nicht immer erlaube, sich intensiver mit allem auseinanderzusetzen.
Aleister Black hob besonders die musikalische Vielseitigkeit von Converge hervor. Aus seiner Sicht zeige selbst Material, das bei einigen Hörern weniger gut angekommen sei, wie talentiert die Band sei. Als Beispiel nannte er den Song „Coral Blue“, der sich deutlich vom sonst typischen, lauten und chaotischen Hardcore-Stil der Gruppe unterscheide. Gerade dieser Kontrast habe ihn beeindruckt, da die Band damit eine völlig andere musikalische Seite zeige.
Darüber hinaus sprach Black über den Wandel der alternativen Musik- und Modekultur. Dinge, für die Fans früher teilweise kritisiert oder sogar gemobbt worden seien, seien heute im Mainstream angekommen und würden von großen Marken aufgegriffen. Auch wenn ihm dieser Wandel nicht vollständig gefalle, sehe er darin sowohl positive als auch negative Aspekte. Einerseits führe die größere Aufmerksamkeit dazu, dass mehr Menschen Interesse an diesen Subkulturen entwickeln und sich mit ihrer Herkunft beschäftigen. Andererseits erinnere er sich noch gut daran, dass dieselben Symbole und Bands früher Anlass für Spott gewesen seien, während sie heute plötzlich als modern oder „cool“ gelten.
Rückkehr zur WWE und Bilanz nach einem Jahr
Fast ein Jahr nach seiner Rückkehr zur WWE zog Aleister Black eine insgesamt sehr positive Bilanz. Nachdem er AEW im Februar des Vorjahres verlassen hatte, kehrte er im April bei Friday Night SmackDown unter seinem früheren Namen zurück.
Im Interview erklärte er, dass er dieses erste Jahr als sehr erfolgreich empfindet: „Zunächst einmal halte ich es für einen riesigen Erfolg. Viel mehr Arbeit, viel mehr Dinge, die ich innerhalb und außerhalb des Rings getan habe. Ich bin gerne beschäftigt. Sobald ich das Gefühl habe, nicht beschäftigt zu sein, habe ich das Gefühl, etwas nicht richtig zu machen. Die Menge an Arbeit, die ich innerhalb der WWE hatte, war groß, was gut ist. Mehrere Main Events, mehrere SmackDown-Episoden als Headliner, Merchandise-Verkäufe, Werbespots, verschiedene Interviews und dann natürlich seit Kurzem die Arbeit im Main Event mit Randy Orton und mein Sieg über ihn. Da kann ich mich wirklich nicht beschweren.“
Gleichzeitig betonte Black, dass er trotz dieser positiven Entwicklung weiterhin Verbesserungspotenzial sehe: „Können wir es besser machen? Wir können es immer besser machen. Selbst wenn ich an der Spitze der höchsten Ebenen gestanden hätte, hätte ich immer noch Dinge an mir gefunden, von denen ich gesagt hätte: ‚Das kann ich verbessern oder das kann ich verbessern.‘ Daher halte ich es für ein sehr gutes Jahr, sehr fruchtbar, sehr spannend und sehr abwechslungsreich. Viele Veränderungen, viele neue Dinge.“
Zu den wichtigen Stationen dieser Phase gehörte auch seine Fehde mit Damian Priest. Black gewann zunächst ein Last Man Standing Match, bevor Priest die Rivalität mit einem Sieg in einem Ambulance Match beendete.
Zelina Vega, Präsentation und mögliche WrestleMania-Ideen
Auch seine Zusammenarbeit mit Zelina Vega spielte im Gespräch eine Rolle. Die Idee für ihre gemeinsame Präsentation sei ursprünglich bereits gegen Ende seiner ersten WWE-Phase entstanden: „Die Idee dazu entstand ursprünglich am Ende meiner ersten Zeit bei der WWE. Wir haben einige Vignetten als Testlauf gedreht, um die uns die Kreativabteilung gebeten hatte. Sie wollten sich das ansehen, wir haben einige Vorschläge gemacht, ein paar Takes gedreht, und es hat ihnen sehr gut gefallen. Letztendlich wäre es ohnehin in diese Richtung gegangen.“
Neben der Zusammenarbeit mit seiner Ehefrau sprach Aleister Black auch über mögliche musikalische Begleitungen für einen WrestleMania-Auftritt. Dabei erklärte er, dass für ihn vor allem Brandon von Incendiary naheliegend wäre, da dessen Stimme bereits eng mit seiner aktuellen Präsentation verbunden ist. Grundsätzlich könne er sich zwar viele Bands vorstellen, betonte jedoch, dass jede Gruppe für ihren eigenen Stil stehe und deshalb nicht jede automatisch zu seiner Darstellung passen würde.
Die Idee hinter seinem WWE-Charakter
Ein zentraler Teil des Interviews beschäftigte sich mit der kreativen Grundlage seines aktuellen Charakters. Black erklärte, dass er seine Inspiration aus verschiedenen kulturellen Bereichen beziehe: „Immer noch Musik, Videos, Interviews, Hintergründe in Bands, Bücher, Kunstwerke. Ich habe Gemälde, die mir Ideen geben, vor allem Gemälde im Stil der Renaissance, weil viele davon sehr düster und dunkel sein können.“
Darüber hinaus beschrieb Black auch die gesellschaftliche Idee hinter seiner Figur: „Die Kehrseite, so wie ich die Welt in den letzten 10 Jahren in ihrer dunkelsten Form wahrgenommen habe, ist, dass jeder sich selbst gegenüber überkritisch ist und etwas vorgibt, aber etwas anderes ist. Wenn man sich in den sozialen Medien umschaut, kann man kein Thema ansprechen, ohne dass sich die Leute gegenseitig an die Gurgel gehen.“
Im Kern gehe es bei seiner Figur nicht darum, Menschen zu korrumpieren, sondern sie mit ihrer eigenen Natur zu konfrontieren: „Das Konzept dieser Figur ist eher so, dass ich dich nicht unbedingt manipuliere, sondern dich nur zu dem mache, was du schon immer sein solltest. Du kämpfst gegen deine eigene Natur.“
Royal Rumble, Saudi-Arabien und Tattoo-Gerüchte
Ein weiterer wichtiger Punkt des Interviews betraf Gerüchte über seine Abwesenheit beim Royal Rumble. In sozialen Medien war spekuliert worden, dass Black aufgrund seiner Tätowierungen nicht auftreten durfte. Black wies diese Darstellung jedoch klar zurück: „Nein, das stimmt nicht. Ich sollte eigentlich beim Rumble dabei sein, aber sie hatten vor, eine Story zwischen mir und Randy zu starten.“
Der eigentliche Grund sei gewesen, dass die geplante Storyline mit Randy Orton nicht im Chaos des Royal Rumble untergehen sollte: „Ich hatte das Gefühl, dass es im Rumble untergehen würde, wenn wir damit anfangen würden. Wir wollten nicht, dass es nur zwei Typen sind, die hinausgeworfen werden, und die Geschichte dann verloren geht. Also haben wir beschlossen, dass es besser wäre, das für die kommenden Wochen aufzuheben.“
Black bestätigte allerdings, dass seine Tätowierungen vor mehreren Jahren tatsächlich einmal ein Thema gewesen seien, als WWE erstmals Shows in Saudi-Arabien veranstaltete: „Als die Saudi-Arabien-Shows vor Jahren begannen, kamen meine Tattoos tatsächlich zur Sprache. Das ist eine Tatsache. Damals gab es Bedenken, wie die Menschen dort darauf reagieren würden.“
Heute spielt dieser Punkt jedoch keine Rolle mehr.
Blick auf Brody King nach der AEW-Zeit
Abschließend sprach Black über seinen ehemaligen AEW-Teamkollegen Brody King, mit dem er früher Teil des Stables House of Black war.
Black erklärte, dass er Kings Fähigkeiten schon früh erkannt habe: „Ich bin froh, dass wir das jetzt sehen, denn der Grund, warum ich Tony ursprünglich von Brody erzählt habe, war, dass ich das bereits erkannt hatte. Ich wusste, wie gut er sein kann.“
Trotz ihres beruflichen Weges in unterschiedliche Richtungen habe er weiterhin ein gutes Verhältnis zu seinem früheren Weggefährten: „Er ist ein guter Kerl. Ich mag ihn sehr. Wir streiten uns wie Brüder, und ich freue mich sehr für ihn.“