AJ Styles hinterfragt GUNTHERs WWE-Darstellung und nennt seine größte Stärke

Gunther lacht über die Situation mit AJ Styles
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AJ Styles kann nachvollziehen, weshalb einige Fans mit GUNTHERs aktueller Darstellung bei WWE unzufrieden sind. Nachdem der Österreicher innerhalb weniger Monate die Karrieren mehrerer großer Namen beendet hatte, erwarteten viele Zuschauer einen direkten Angriff auf die Spitze der Company. Stattdessen befindet sich GUNTHER inzwischen in einer persönlichen Rivalität mit SmackDown General Manager Nick Aldis.

Das Problem mit GUNTHERs Rolle als Karriere-Killer

Im „The Phenomenally Retro Podcast“ beschäftigte sich Styles mit der Frage, ob WWE den Schwung nach GUNTHERs Siegen gegen Goldberg, John Cena und ihn selbst ausreichend genutzt habe. Styles widersprach der Kritik zunächst und wies darauf hin, dass GUNTHER nicht dauerhaft jeden Gegner in den Ruhestand schicken könne.

Die Gefahr eines möglichen Karriereendes kann zwar weiterhin ein wichtiger Bestandteil seiner Matches sein. Als dauerhaftes Konzept stößt diese Darstellung jedoch zwangsläufig an ihre Grenzen. Die WWE muss deshalb einen Weg finden, GUNTHER weiterzuentwickeln, ohne regelmäßig auf dieselbe Geschichte zurückzugreifen.

Nachdem Styles die bisherige Entwicklung genauer betrachtet hatte, zeigte er jedoch Verständnis für die Kritik. Besonders das Ende von John Cenas aktiver Karriere sei ein bedeutender Moment gewesen. Aus Sicht vieler Fans hätte GUNTHER danach unmittelbar in eine große Titelgeschichte eingebunden werden müssen.

Styles sieht GUNTHER als idealen Heel Champion

Styles hält GUNTHER weiterhin für einen der glaubwürdigsten Kandidaten auf eine führende Rolle bei WWE. Nach seiner Einschätzung fehlt der Promotion derzeit ein klarer Heel World Champion, der von den Zuschauern tatsächlich abgelehnt wird.

In den aktuellen Geschichten um Seth Rollins und Roman Reigns gebe es keinen eindeutig festgelegten Bösewicht. Ähnlich verhalte es sich bei CM Punk und Cody Rhodes, die beide eine große Fangemeinde besitzen und trotz ihrer Konflikte nicht als klassische Heels wahrgenommen werden.

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GUNTHER unterscheidet sich deutlich von diesen Stars. Er kann beim Publikum echte Ablehnung hervorrufen und gleichzeitig glaubwürdig als dominanter World Champion auftreten. Styles sieht darin eine der größten Stärken des ehemaligen World Heavyweight Champions und ist der Meinung, dass die WWE diesen Vorteil in ihren Shows nutzen könnte.

Rivalität mit Nick Aldis sorgt für Diskussionen

Statt eines direkten Titelprogramms entwickelte sich in den vergangenen Wochen eine Fehde zwischen GUNTHER und Nick Aldis. Die Spannungen eskalierten, nachdem der „Ring General” den SmackDown-General-Manager in dessen Büro attackiert hatte.

Beim „Saturday Night’s Main Event” im Madison Square Garden griff Aldis anschließend in das Tag Team Match zwischen CM Punk und Cody Rhodes sowie GUNTHER und Sami Zayn ein. Er verhinderte einen möglichen Sieg von GUNTHER und traf ihn mit dem WWE Championship Belt. Dadurch konnten Punk und Rhodes das Match für sich entscheiden.

Die WWE hat inzwischen ein Match zwischen GUNTHER und Aldis für den SummerSlam bestätigt. Für Aldis wird es der erste offizielle WWE-Ringauftritt seit seinem Wechsel zur Promotion im Jahr 2023 sein, zuvor war der frühere World Champion ausschließlich als General Manager von SmackDown eingesetzt worden.

Die Ansetzung stellt WWE vor eine besondere Herausforderung. Ein Sieg von Aldis könnte GUNTHERs mühsam aufgebauter Dominanz schaden. Gleichzeitig muss WWE den General Manager nach der längeren Vorbereitung als ernst zu nehmenden Gegner präsentieren. Styles räumte ein, dass die Bedenken der Fans vor diesem Hintergrund nachvollziehbar seien.

Styles verteidigt das WWE-Creative-Team

Trotz seiner Zweifel wollte Styles die Geschichte nicht vorschnell als Fehlentscheidung bewerten. Die wöchentliche Entwicklung einer Wrestling-Show sei deutlich komplizierter, als es aus Sicht der Zuschauer häufig erscheine. Die Verantwortlichen müssten langfristige Pläne erstellen und gleichzeitig auf Verletzungen, Reaktionen des Publikums und kurzfristige Veränderungen reagieren.

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Styles machte deshalb deutlich, dass er die Arbeit des WWE-Creative-Teams respektiert. Die Writer müssten Woche für Woche neue Entwicklungen präsentieren und dabei einer Zuschauerschaft voraus sein, die nahezu jede Entscheidung ausführlich analysiert.

Zudem sei noch nicht bekannt, wohin die Geschichte mit GUNTHER und Aldis führen werde. WWE könnte nach dem SummerSlam einen neuen Gegner präsentieren, einen Rückkehrer einbinden oder die aktuelle Rivalität als Ausgangspunkt für ein größeres Titelprogramm nutzen.

Für Styles ist GUNTHER weiterhin der ideale Wrestler, um WWE einen eindeutig positionierten Heel an der Spitze zu geben. Ob die Fehde mit Nick Aldis dieses Ziel unterstützt oder GUNTHERs bisherigen Schwung ausbremst, dürfte maßgeblich vom Ausgang und der weiteren Inszenierung des SummerSlam-Matches abhängen.