WWE Hall of Famer Booker T hat in der neuesten Ausgabe seines Hall of Fame-Podcasts ausführlich darüber gesprochen, wie er die Rolle von All Elite Wrestling im heutigen Wrestling-Umfeld einschätzt. Seine Aussagen sorgten sofort für Aufmerksamkeit, da er AEW nicht nur als alternative Wrestling-Promotion, sondern als eine Art Anlaufstelle für Wrestler charakterisiert, die dem Ende ihrer Karriere näherkommen.
Booker T erklärte deutlich, dass er AEW als eine Promotion wahrnimmt, in der viele etablierte Stars einen weniger intensiven Kalender haben und gleichzeitig ein verlässliches Gehalt erhalten. Wortwörtlich sagte er: „AEW ist ein sicherer Hafen. Es ist definitiv ein Ort für den Ruhestand, wenn man diese Sache auf die richtige Art und Weise beenden möchte.“
Er führte weiter aus, dass ein solcher Arbeitsplatz während seiner eigenen aktiven Karriere eine enorme Versuchung gewesen wäre. Mit einem spürbaren Augenzwinkern meinte er: „Ich wünschte, es hätte AEW gegeben, als ich noch aktiv war. Ich hätte mich dort einfach niedergelassen. Mir ein kleines Zelt gebaut. Ich wäre nirgendwo hingegangen, Mann. Im Ernst. Bei AEW wird man dafür bezahlt, nicht zu arbeiten.“
Diese Aussage stellte er nicht als Angriff dar, sondern als Realität aus der Sicht eines Veteranen, der Jahrzehnte im Geschäft gestanden hat. Für Booker T ist es nachvollziehbar, dass Wrestler am Ende ihrer aktiven Zeit Bedingungen bevorzugen, die körperlich weniger belastend sind und dennoch finanzielle Sicherheit bieten.
Ric Flair als Beispiel für Bookers Einschätzung
Booker T untermauerte seine Sichtweise mit einem prominenten Namen. Er erwähnte Ric Flair, der nach seinen Informationen weiterhin bei AEW unter Vertrag steht, obwohl er seit seiner Verpflichtung kaum Präsenz im Fernsehen zeigte. Seine Worte waren klar formuliert: „Ric Flair steht nach dem, was ich gehört habe, immer noch unter Vertrag. Doch was hat er dort geleistet? Was hat Ric Flair für AEW getan?“
Für Booker T ist Ric Flair ein Sinnbild dafür, was er mit seiner Einschätzung meint. Der geplante TV-Auftritt von Flair und Ricky Steamboat bei AEW Dynamite: Blood & Guts 2025 wurde abgesagt, nachdem sich Flair eine Verletzung an der Rotatorenmanschette zugezogen hatte. Zwar trat er für einen kurzen Moment vor dem Live-Publikum auf, jedoch nicht im Live-Fernsehen. Auch dies führt Booker T als Beispiel dafür an, dass AEW nach seiner Ansicht keine hohen Erwartungen oder Pflichten an alternde Talente stellt.
Booker T sieht AEW nicht als klassischen Konkurrenten von WWE
Auffällig ist, dass Booker T AEW nicht als direkten Konkurrenten der WWE beschreibt. Stattdessen sieht er die Promotion eher als eine Art Zielort für ältere Wrestler, die ihre Karriere in ruhigerem Rahmen beenden möchten. Er betonte erneut, dass AEW für ihn wie ein Platz wirke, an dem man den Schlusspunkt seiner Laufbahn setzen kann. Seine Worte dazu lauteten: „Es ist definitiv ein Ruhestand, ein Ort, an dem man diese Sache auf die richtige Art und Weise zu Ende bringen kann.“
Damit unterstreicht Booker T seinen Standpunkt, dass AEW nach seiner Beobachtung vermehrt Stars verpflichtet, die nicht auf den extremen Wettkampf aus sind, sondern auf Arbeitsmodelle, die ihnen späte Karrierejahre ohne körperliche Dauerbelastung ermöglichen.
Er betonte, dass seine Aussagen aus Sicht eines erfahrenen Veteranen zu verstehen seien. Dennoch wird klar, dass seine Einschätzungen eine laufende Debatte in der Wrestling-Community neu befeuern: Baut AEW langfristig an der Zukunft oder investiert die Promotion eher in die Vergangenheit?
Booker T äußert deutliche Sorgen über Adam Coles Gesundheit
Im gleichen Podcast wechselte Booker T zu einem anderen Thema, das ihm spürbar ernst war. Es ging um Adam Cole, der seit Monaten aufgrund wiederholter Verletzungen für Gesprächsstoff sorgt. Booker T sprach offen über seine Besorgnis und stellte infrage, ob Coles Körper den Strapazen des Wrestlings noch dauerhaft standhalten kann.
Er begann seine Einschätzung mit den Worten: „Adam Cole, ich will nichts Schlechtes über ihn sagen oder so, aber Adam Cole ist schon seit geraumer Zeit ziemlich angeschlagen.“
Booker T erklärte, dass Cole seiner Beobachtung nach jedes Mal, wenn er in den Ring zurückkehrt, erneut eine Verletzung erleidet. Er erinnerte dabei an einen früheren Kommentar, der für erhebliches Aufsehen gesorgt hatte. Damals hatte er die Knochenstruktur und körperliche Robustheit von Cole thematisiert und scherzhaft gesagt, der AEW-Star solle möglicherweise mehr Protein essen, intensiver trainieren oder mehr Milch trinken, damit seine Knochen dichter würden.
Um die Diskussion nicht aus dem Kontext zu reißen, zitierte er seine Aussage erneut: „Ich habe mal gesagt, dass Adam Cole vielleicht ein bisschen mehr Protein zu sich nehmen, ins Fitnessstudio gehen, ein bisschen trainieren und ein bisschen mehr Milch trinken sollte, damit seine Knochen ein bisschen dichter werden.“
Co-Moderator Brad Gilmore erinnerte ihn daran, wie stark dieser Kommentar damals kritisiert wurde. Viele Fans warfen Booker „Body Shaming“ vor. Doch Booker T reagierte mit einem Schmunzeln und blieb bei seiner Position. Trotz der humorvollen Art wurde klar, dass Booker T Cole keine schwierige Situation wünscht.
Wie kann man eigentlich so viel Blödsinn erzählen? Wenn Talente vom Arbeitgeber A nicht mehr benötigt werden, dann geht man eben zu Arbeitgeber B oder C, wo ist das jetzt schlecht?
Was sollen die Leute machen, zu Hause bleiben, nicht mehr ihren Job wahrnehmen? Bis auf ganz wenige Ausnahmen, sind das Talente, die noch lange im Ring stehen und nicht nächste Woche in den Ruhestand gehen. Irgendwie interessant, wie hier jemand über AEW redet, obwohl er laut eigener Aussage, AEW überhaupt nicht schaut.
Wenn ich mir das WWE-Roster anschaue, sehe ich keine jungen Leute, die auf dem Weg an die Spitze wären. Da AEW keine Konkurrenz ist, setzt WWE auch Konterprogramme.