Fast drei Jahre lang sorgte ein kurzer Schlagabtausch am Mikrofon zwischen Adam Copeland und Ricky Starks, heute als Ricky Saints bei der WWE aktiv, für zahlreiche Spekulationen unter Wrestling-Fans. Nun hat Copeland erstmals ausführlich Stellung bezogen und klargestellt, dass es hinter der viel diskutierten Szene nie echte Spannungen gegeben habe.
Ein Promo-Duell, das für Spekulationen sorgte
Am 14. Oktober 2023 lieferten sich Adam Copeland und Ricky Starks bei AEW Collision ein denkwürdiges Wortgefecht, das im Anschluss für reichlich Diskussionen sorgte. Starks griff Copeland am Mikrofon an und machte sich unter anderem über dessen auffällige Augen („Glubschaugen“) lustig.
Copeland konterte umgehend und bezeichnete Starks als eine „Vanilla-Midget-Version von The Rock“. Damit spielte er darauf an, dass Starks seiner Meinung nach den Stil und die Art des WWE-Stars kopiere.
Starks reagierte mit der Bemerkung, Copeland habe ihn damit „over the edge“ gebracht. Viele Fans werteten diese Aussage als Anspielung auf Copelands früheren Ringnamen Edge. Während das Publikum in der Halle den verbalen Schlagabtausch feierte, entstanden im Internet sofort Gerüchte über angebliche Spannungen zwischen den beiden hinter den Kulissen.
Adam Copeland räumt mit den Gerüchten auf
Im Gespräch mit SHAK Wrestling stellte Copeland nun klar, dass an den Spekulationen nichts dran gewesen sei. Er erklärte, er habe Starks‘ Promo gehört und darauf reagiert, obwohl die beiden zu diesem Zeitpunkt gar keine gemeinsame Storyline gehabt hätten. Für ihn sei der Schlagabtausch damit erledigt gewesen. Bereits am nächsten Tag habe er sich mit ganz anderen Dingen beschäftigt.
Copeland verglich die Situation mit zahlreichen ähnlichen Momenten aus der Attitude Era. Damals seien intensive Wortgefechte am Mikrofon völlig normal gewesen, ohne dass daraus automatisch persönliche Konflikte entstanden. Er selbst habe der Szene nie eine größere Bedeutung beigemessen und sei überzeugt, dass Ricky Saints dies genauso sehe.
Ricky Saints spielte später selbst darauf an
Ganz vergessen ist der Moment allerdings bis heute nicht. Erst vor Kurzem griff Ricky Saints das Thema während einer Ausgabe von WWE Raw selbst noch einmal auf. Als er gefragt wurde, ob er den nötigen „Biss“ oder das gewisse Etwas habe („Do you have an edge?“), nutzte Saints die doppelte Bedeutung des englischen Wortes für ein Wortspiel.
Seine Antwort lautete: „Don’t talk to me about an Edge.“ Viele Fans werteten das als eindeutige Anspielung auf Adam Copelands früheren WWE-Ringnamen „Edge“ und ihren viel diskutierten Schlagabtausch bei AEW Collision.
Bereits im Jahr 2024 hatte Saints den Promo-Austausch in einem Interview thematisiert und erklärt, dass er nicht der Ansicht sei, Copeland habe ihn damals am Mikrofon übertroffen.
Ein Backstage-Drama, das es nie gab
Copeland machte deutlich, dass ein intensiver Schlagabtausch im Ring nicht automatisch bedeute, dass es auch hinter den Kulissen Probleme gebe. Im Wrestling sei es schließlich das Ziel, Auseinandersetzungen möglichst glaubwürdig wirken zu lassen. Genau das sei damals gelungen.
Aus seiner Sicht hätten viele Fans und Beobachter im Internet deutlich mehr in die Szene hineininterpretiert, als tatsächlich dahintersteckte. Zwischen ihm und Ricky Saints habe es weder Streit noch anhaltende Spannungen gegeben.
Sportlich richtet sich Copelands Fokus inzwischen auf AEW Forbidden Door. Gemeinsam mit Christian Cage hält er derzeit die AEW World Tag Team Championship. Beim Pay-per-View am Sonntag verteidigen die beiden ihre Titel gegen „The Dogs”, bestehend aus Clark Connors und David Finlay.

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