Im Gespräch mit Stephanie McMahon blickte Michael Hayes auf persönliche Erfahrungen und seine Arbeit hinter den Kulissen von WWE zurück. Im „What’s Your Story?“ Podcast kamen sowohl gesundheitliche Belastungen als auch der Umgang mit Talenten und frühere Entscheidungen innerhalb des Unternehmens zur Sprache.
Michael Hayes berichtet über weitere notwendige Operationen
Der 67-Jährige erklärte, dass er bereits mehrere größere Eingriffe hinter sich habe. So habe er im Jahr 2020 ein künstliches Hüftgelenk erhalten, 2022 und 2024 seien weitere Gelenkersatzoperationen erfolgt. Trotzdem sind weitere Eingriffe erforderlich. Insbesondere eine Schulter bereitet ihm erhebliche Probleme.
Hayes machte deutlich, dass ihn hauptsächlich die anschließenden Erholungsphasen belasteten. Er habe die Operationen satt, noch mehr jedoch die langwierige Genesung danach. Auch die bereits operierte Schulter bereitete ihm weiterhin Probleme. Ihr Zustand habe sich zwar verbessert, entspreche aber nicht seinen ursprünglichen Erwartungen.
Rückblickend räumte er ein, seine Erwartungen an die Eingriffe seien möglicherweise zu hoch gewesen. Die Hüftoperation hat ihm am deutlichsten geholfen. Gleichzeitig verspüre er inzwischen links wieder ein Ziehen und rechne damit, dass ihn dort in einigen Jahren ein weiterer Eingriff beschäftigen könnte.
Hayes schilderte seinen Gewichtsverlust und frühere Konsumgewohnheiten
Eine Verbesserung seiner Beweglichkeit führte Hayes auf Veränderungen im Alltag zurück. Rund ein Jahr und zwei Monate vor dem Gespräch habe er mit Wegovy und DDP Yoga begonnen. Seitdem habe er etwa 50 Pfund, umgerechnet knapp 23 Kilogramm, verloren.
Diamond Dallas Page hat ihm eigene Trainingseinheiten zusammengestellt. Gerade der Einstieg sei sehr schwierig gewesen. Mit einer regelmäßigen Routine seien die Übungen jedoch leichter geworden, und seine Beweglichkeit habe sich deutlich verbessert. Die Schulterbeschwerden bestünden trotzdem weiter.
Außerdem erklärte Hayes, dass er nach seinen Operationen bewusst auf Schmerzmittel verzichtet habe. In diesem Zusammenhang sprach er auch offen über seinen früheren Alkohol- und Drogenkonsum und erläuterte, welche Rolle beide Substanzen damals in seinem Leben gespielt hätten.
Stephanie McMahon erinnerte sich an eine umfassende Social-Media-Vorgabe
Stephanie McMahon berichtete im weiteren Gespräch ebenfalls von einer Idee, die sie während ihrer Zuständigkeit für die digitalen Angebote von WWE von einer Konferenz mitgebracht habe. Demnach sollten alle Mitarbeiter einen kleinen Teil ihrer Arbeit den sozialen Medien widmen. Vince McMahon habe daraus jedoch eine umfassende Verpflichtung gemacht und sämtliche Abteilungsleiter zur Berichterstattung über ihre Social-Media-Aktivitäten aufgefordert.
Diese Vorgabe stieß bei vielen Beschäftigten auf Unverständnis. Hayes ergänzte, dass Vince zeitweise Michael Cole mit der Verantwortung für diesen Bereich betraut habe. Stephanie betonte, ihr Vater habe die Bedeutung sozialer Medien früh erkannt, sei mit seinen Vorstellungen jedoch gelegentlich weiter gewesen, als das Publikum folgen konnte.
Triple H möchte Bobby Roode auf größere Verantwortung vorbereiten
Hayes schilderte außerdem ein Gespräch mit Triple H über die Zukunft des Producer-Teams. Dieser habe ihn daran erinnert, dass er nicht unbegrenzt weiterarbeiten werde. Hayes habe zunächst scherzhaft nachgefragt, ob sich die Bemerkung auf sein Leben oder seine Arbeit beziehe.
Triple H habe ihn daraufhin mit Pat Patterson verglichen und ihm den Auftrag gegeben, Bobby Roode so weiterzuentwickeln, dass dieser künftig eine vergleichbare Rolle wie Hayes übernehmen könne. Hayes habe den Gedanken nachvollziehbar gefunden und die Aufgabe angenommen.
Über Roodes Entwicklung äußerte er sich ausgesprochen positiv. Dieser habe bereits große Fortschritte gemacht und könne in seiner Tätigkeit noch wesentlich besser werden. Lernen müsse er vor allem, mit Vorgängen umzugehen, die außerhalb seiner Kontrolle lägen.
Stephanie fügte hinzu, dass Beschwerden über ohnehin feststehende Aufgaben unnötig Energie verbrauchten. Diese Kraft sollte besser dafür eingesetzt werden, eine Lösung zu finden. Hayes erinnerte sich in diesem Zusammenhang an eine Lektion von Vince McMahon: Seine Aufgabe sei es gewesen, Möglichkeiten zur Umsetzung aufzuzeigen, statt lediglich zu erklären, warum etwas nicht funktionieren könne.
Roode steht seit 2022 nicht mehr als Wrestler im Ring. Nach Nackenproblemen und Operationen übernahm er eine Producer-Rolle. Im September hatte Fightful berichtet, dass er diese Tätigkeit trotz seiner Verschiebung in den Alumni-Bereich der WWE-Website weiterhin ausübt.
Hayes erläuterte seinen Hinweis an Chelsea Green
Bei seiner Arbeit mit jüngeren Talenten achtet Hayes besonders darauf, dass deren Persönlichkeit während eines Matches erkennbar bleibt. Ein technisch gut zusammengestellter Ablauf allein genügt ihm nicht. Er fragt deshalb regelmäßig nach, wo sich der jeweilige Charakter darin wiederfindet.
Als Beispiel nannte er Chelsea Green. Er habe sie nach einem Match darauf angesprochen, dass ihm ihre Figur gefehlt habe. Damit habe er ihr weder gute Aktionen noch anspruchsvolles Wrestling verbieten wollen. Entscheidend sei, das einzubringen, was sie unverwechselbar mache.
Green habe den Hinweis sofort verstanden. Hayes lobte ihre Intelligenz und bezeichnete sie als hervorragende Darstellerin. Stephanie stimmte seiner positiven Einschätzung zu.
Bereits zuvor hatten Hayes’ Aussagen über Greens Rolle in „WWE Unreal” für Ärger zwischen den Beteiligten gesorgt. Green hatte ihre Enttäuschung darüber geschildert, später aber auch erklärt, die Kritik als Antrieb genutzt zu haben. Laut ihrer Darstellung hatte ihre Mutter Hayes bei SummerSlam persönlich zur Rede gestellt und beschimpft. Hayes habe diese Begegnung anschließend im Producer-Büro weitererzählt. Inzwischen wurde die Angelegenheit zwischen Hayes und Green geklärt.
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