Cody Rhodes enthüllt verworfenen WWE-Plan und spricht offen über Brian Gewirtz

Cody Rhodes steht im Ring, um den Fans etwas am Mikrofon mitzuteilen

Cody Rhodes ist längst nicht nur Darsteller seiner Geschichten, sondern bringt sich intensiv in ihre Gestaltung ein. Zwei Beispiele aus einem Gespräch mit Simone Johnson zeigen nun, wie unterschiedlich solche kreativen Prozesse verlaufen können: Eine ungewöhnliche Idee für seine WWE-Rückkehr scheiterte an einem klaren Einwand, während Rhodes zugleich offen über ein früheres Arbeitsverhältnis sprach, in dem er nie den richtigen Rhythmus fand.

Ein schwarzer Cowboy-Look für die WWE-Rückkehr

Im Format „What Do You Wanna Talk About?“ schilderte Rhodes, dass er für seine Rückkehr zeitweise ein deutlich anderes Erscheinungsbild erwogen habe. Er wollte vollständig in Schwarz auftreten und einen schwarzen Cowboyhut tragen. Die Idee war mit einem geplanten Angriff auf Logan Paul und John Cena verbunden und sollte seiner Rückkehr sofort eine besondere Bildsprache geben.

Rhodes leitete den Gedanken aus seiner eigenen Familiengeschichte und seiner Herkunft ab. Er verwies auf Dusty Rhodes, auf dessen Verbindung zu Pferden und auf die Kultur, mit der er in Georgia aufgewachsen sei. Auch seine Begeisterung für entsprechende Bücher und die texanischen Wurzeln von Steve Austin hätten den Einfall beeinflusst. Für Rhodes ergab sich daraus offenbar ein Motiv, das persönlich und zugleich groß genug für einen WWE-Auftritt wirkte.

Bevor er einen solchen Vorschlag weiterverfolgte, holte Rhodes nach eigener Darstellung die Meinung mehrerer Menschen ein, denen er kreativ vertraute. Drei von vier angesprochenen Personen hätten den Plan unterstützt. Die entscheidende Gegenstimme kam von Bruce Prichard. Dieser habe den Cowboyhut für eine Ablenkung gehalten, die mehr Aufmerksamkeit auf das Kostüm als auf die eigentliche Rückkehr lenken würde.

Siehe auch  AJ Lee über ihre WWE-Zukunft: Was für eine weitere Rückkehr stimmen müsste

Warum Rhodes den Einwand von Bruce Prichard akzeptierte

Rhodes stellte Prichards Absage nicht als persönlichen Konflikt dar. Er habe die Begründung verstanden und die Idee daraufhin verworfen. Rückblickend räumte er ein, dass selbst erfahrene Akteure jemanden benötigen, der ihre Vorschläge prüft und einordnet. Nach seiner eigenen Einschätzung sei ein großer Teil kreativer Einfälle nicht gut genug, um tatsächlich umgesetzt zu werden.

Gerade deshalb seien unterschiedliche Perspektiven für ihn wertvoll. Rhodes nannte neben Prichard auch Michael Hayes und Paul Heyman als Personen, die Ideen auf ihre Wirkung innerhalb einer größeren WWE-Storyline prüfen könnten. Ein Vorschlag könne für denjenigen, der ihn entwickelt, vollkommen stimmig erscheinen und trotzdem das Publikum vom entscheidenden Moment wegführen. In diesem Fall blieb von der geplanten visuellen Veränderung nichts übrig.

Die Episode erklärt zugleich, weshalb nicht jeder intern diskutierte Ansatz später im Fernsehen erkennbar ist. Rhodes beschreibt einen Prozess, in dem Ideen zunächst Vertrauen gewinnen können, aber trotzdem an einer einzelnen, gut begründeten Einwendung scheitern. Dass er den Vorschlag heute selbstkritisch erzählt, macht deutlich, dass er die Entscheidung nicht als verpasste Gelegenheit bewertet.

Brian Gewirtz und ein kreativer Rhythmus, der nie entstand

Im selben Gespräch  kam Rhodes auf Brian Gewirtz zu sprechen. Dusty Rhodes habe den langjährigen WWE-Writer sehr geschätzt und ihn mit dem Spitznamen „Rabbit“ angesprochen. Cody habe diese Anrede später einmal selbst verwendet, zugleich aber stets den Eindruck gehabt, dass Gewirtz kein besonderer Anhänger seiner Arbeit gewesen sei.

Rhodes machte daraus keinen einseitigen Vorwurf. Er äußerte großen Respekt für Gewirtz’ Werk und verwies auf dessen spätere Arbeit mit Seven Bucks sowie auf dessen Einfluss bei WWE Raw. Dennoch sei die Zusammenarbeit für ihn schwierig gewesen. Er habe unter Gewirtz zwar gute Positionen erhalten, aber nie einen kreativen Rhythmus mit ihm gefunden. Rhodes vermutet, dass er auf Gewirtz möglicherweise schwierig oder zu gewöhnlich gewirkt habe.

Als Gegenbild nannte er Dusty und Dustin Rhodes. Sein Vater habe ständig neue Einfälle entwickelt, während sein Bruder bereit gewesen sei, selbst ungewöhnliche Konzepte vollständig anzunehmen und darstellerisch auszufüllen. Cody deutete damit an, dass seine eigene Arbeitsweise damals weniger leicht einzuordnen war. Die Distanz zwischen ihm und Gewirtz erklärt er also eher mit unterschiedlichen kreativen Sprachen als mit einem einzelnen Streit.

Siehe auch  Kurz vor Rusevs WWE-Rückkehr: Wie geht es mit Ethan Page weiter?

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*