Tay Melo schafft Klarheit über ihre Zukunft im Wrestling – AEW All In 2027 könnte erneut einen neuen Weg einschlagen

Tay Melo posiert mit ausgestreckten Armen in einem schwarz-silbernen Ring-Outfit vor einem dunklen Hintergrund
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Bei AEW haben sich gleich zwei Themen zuletzt spürbar weiterentwickelt. Während bei einer Personalie eine vermeintlich eindeutige Situation plötzlich wieder offener wirkt, zeichnen sich auch beim wichtigsten Großevent des Unternehmens neue Überlegungen ab.

Tay Melo widerspricht Spekulationen über ein Karriereende

Tay Melo hat Spekulationen über einen möglichen Rücktritt vom professionellen Wrestling persönlich zurückgewiesen. Auslöser war eine Änderung an ihrem Instagram-Profil. Fans bemerkten, dass die Brasilianerin dort die Bezeichnung „Wrestler“ entfernt hatte, und werteten dies teilweise als Hinweis darauf, dass sie ihre aktive Karriere stillschweigend beendet haben könnte. Melo reagierte darauf jedoch unmissverständlich. Auf X stellte sie klar: „Nein, ich bin nicht in Rente gegangen.“ Damit ist zumindest eine Frage beantwortet: Die 31-Jährige betrachtet ihre Wrestling-Karriere selbst nicht als beendet.

Unklar bleibt dagegen weiterhin, wann und wo sie wieder in den Ring steigen könnte. Melo wurde seit ihrem Tag Team Match bei AEW Collision am 6. Juni 2026 nicht mehr eingesetzt. Gemeinsam mit Anna Jay hatte sie dort als TayJay gegen Divine Dominion verloren. Einige Wochen später wurde bekannt, dass sie AEW verlassen möchte.

Tony Khan schilderte Melos überraschenden Entlassungswunsch

Beim AEW Redemption Media Call am 23. Juli sprach Tony Khan ausführlicher über die Situation. Demnach habe Melo unmittelbar nach ihrem Collision Match das Gespräch mit ihm gesucht und um ihre Freigabe gebeten. Nach Khans Darstellung erklärte sie damals, dass sie nicht nur Abstand von AEW, sondern zunächst auch vom Wrestling nehmen wolle.

Der AEW-Präsident zeigte sich von der Bitte überrascht, beschrieb das anschließende Gespräch jedoch als sehr positiv. Seit diesem Zeitpunkt habe er Melo nicht mehr für Shows eingeplant und angekündigt, ihrem Entlassungswunsch zu entsprechen.

Gerade die Formulierung, Melo wolle „vom Wrestling Abstand nehmen“, sorgte bereits damals für unterschiedliche Interpretationen. Während einige Fans daraus ein mögliches Karriereende ableiteten, wurde kurze Zeit später eine andere Sichtweise öffentlich. Bryan Alvarez erklärte im „Wrestling Observer Live“, dass Melo seiner Meinung nach weiterhin wrestlen wolle und lediglich eine Veränderung ihrer beruflichen Situation anstrebe.

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Ihre aktuelle Reaktion passt nun deutlich besser zu dieser Einschätzung. Melo möchte offenbar zumindest nicht, dass ihre derzeitige Pause mit einem endgültigen Rücktritt gleichgesetzt wird.

Interessant bleibt dabei auch ihr formaler Status bei AEW. Khan kündigte zwar bereits im Juli an, die gewünschte Vertragsauflösung zu gewähren, allerdings wurde bislang nicht eindeutig öffentlich dokumentiert, wann diese tatsächlich wirksam wurde. AEW führte Melo zuletzt weiterhin auf der eigenen Roster-Seite, ebenso tauchte sie Ende August noch in entsprechenden Roster-Übersichten auf. Das kann allerdings auch schlicht an noch nicht aktualisierten Angaben liegen.

Damit bleibt vorerst offen, ob Melo bereits vollständig frei ist, wann sie wieder wrestlen möchte und welche Promotion künftig für sie infrage kommen könnte. Klar ist lediglich, dass sie selbst einem endgültigen Karriereende widerspricht.

AEW All In 2027 soll nach Nordamerika zurückkehren

Auch bei AEWs größtem Event könnte es im kommenden Jahr eine Veränderung geben. Nach Informationen von WrestleVotes herrscht unter Personen aus dem AEW-Umfeld und Beteiligten rund um All In derzeit die Erwartung, dass die Großveranstaltung 2027 wieder in Nordamerika stattfinden wird.

Eine endgültige Entscheidung soll noch nicht gefallen sein. Weder die Stadt noch das Stadion oder der Termin wurden bisher offiziell bekannt gegeben. Dennoch soll sich im Umfeld zunehmend die Einschätzung durchgesetzt haben, dass das Wembley-Stadion 2027 eine Pause erhalten könnte.

Damit würde AEW das bereits bekannte Rotationsprinzip fortsetzen. All In fand 2023 und 2024 im Wembley Stadium in London statt. Für 2025 wechselte das Unternehmen ins Globe Life Field nach Arlington, Texas, bevor die Veranstaltung am 30. August 2026 wieder nach Wembley zurückkehrte.

Tony Khan plant keinen endgültigen Abschied von Wembley

Eine mögliche Verlagerung für 2027 wäre allerdings nicht mit einem dauerhaften Abschied von London gleichzusetzen. Direkt nach All In 2026 wurde Tony Khan auf die Zukunft der Veranstaltung angesprochen. Einen Austragungsort für das kommende Jahr wollte er dabei zwar nicht nennen, stellte aber ausdrücklich klar, dass AEW definitiv wieder ins Wembley-Stadion zurückkehren wolle, sofern die Möglichkeit dazu bestehe.

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Damit spricht vieles dafür, dass Wembley auch langfristig einen festen Platz in AEWs Planung behalten soll. Ein Nordamerika-Event 2027 würde eher eine weitere Rotation darstellen als das Ende der bisherigen London-Tradition.

Auch die wirtschaftlichen Zahlen der diesjährigen Ausgabe sprechen nicht dafür, dass AEW mit Wembley grundsätzlich unzufrieden sein müsste. Für All In London 2026 wurde ein Turnstile Count von 41.102 tatsächlich anwesenden Zuschauern gemeldet. WrestleTix sprach von rund 47.000 verteilten Tickets. Tony Khan erklärte nach der Show zudem, dass AEW rund sechs Millionen US-Dollar an Ticketeinnahmen erzielt habe.

Damit blieb die Veranstaltung zwar deutlich unter den Dimensionen der ersten Wembley-Ausgabe im Jahr 2023, stellte aber weiterhin eines der größten Events des Unternehmens dar.

Großbritannien bleibt auch ohne All In ein wichtiger AEW-Markt

Selbst wenn All In 2027 tatsächlich nach Nordamerika zurückkehrt, wird AEW Großbritannien im kommenden Jahr keineswegs meiden. Das Unternehmen hat bereits zwei bedeutende Shows für Februar angekündigt. Am 7. Februar 2027 findet AEW Dynasty in der M&S Bank Arena in Liverpool statt. Nur wenige Tage später folgt am 10. Februar eine Ausgabe von Dynamite in der O2 Arena in London.

Diese Termine könnten erklären, weshalb AEW für „All In” eine andere Region ins Auge fasst. So wäre das Unternehmen bereits früh im Jahr mit zwei großen Veranstaltungen auf dem britischen Markt präsent und könnte anschließend sein wichtigstes Event wieder in Nordamerika präsentieren.

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