John Cena über seinen gescheiterten Heel-Turn, CM Punk, das Cena Classic und seinen historischen 17. World Title

John Cena steht verärgert im Ring und hält eine WWE Promo
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John Cena hat bei der Fan Expo Canada einen breiten Blick auf seine Karriere und die aktuelle WWE-Landschaft geworfen. Im Q&A ging es um Entscheidungen aus seinen letzten Monaten im Ring, einen langjährigen Rivalen und ein Projekt, das WWE noch vor Jahresende auf den Weg bringen möchte. Gleichzeitig blickte Cena auf einen Rekord zurück, der für viele Fans zu den größten Meilensteinen seiner Laufbahn zählt.

John Cena hatte für seinen Heel-Turn deutlich mehr geplant

Cena erklärte, dass sein Heel-Turn während der Abschiedstour nur einen kleinen Teil dessen zeigte, was ursprünglich vorbereitet worden war. Die Schwierigkeit habe darin bestanden, dass WWE zwar endlich jene Wendung präsentieren wollte, die sich viele Fans seit Jahren gewünscht hatten, gleichzeitig aber nur noch wenige Monate bis zum Ende seiner aktiven Karriere blieben.

Cena versuchte, den Turn damit zu begründen, dass die Zuschauer ihn über Jahre mit „Cena s*cks“-Chants abgelehnt hätten und er diese Ablehnung nun zurückgeben könne. Mit deutlich mehr Zeit hätte diese Geschichte nach seiner Einschätzung funktioniert. Bei nur rund sieben verbleibenden Monaten sei es jedoch kaum möglich gewesen, einen vollständigen Weg vom Helden zum Bösewicht und später wieder zurück zu erzählen.

Hinter den Kulissen war die Figur bereits viel weiter entwickelt. Cena ließ neue Singlets und Roben anfertigen, arbeitete an neuer Entrance-Musik, plante andere Bewegungen und sogar einen bewusst unangenehmen Wrestling-Stil. Seine Idee sei gewesen, dem Publikum absichtlich den Spaß zu nehmen und Aktionen einzusetzen, die Fans provozieren sollten. WWE meldete sogar eine passende Marke an, doch der Großteil dieser Pläne kam nie ins Fernsehen.

Die Zuschauer ließen Cena nicht lange der Heel sein

Cena erklärte, dass sich die Rolle letztlich nicht wie geplant entwickelte. Je stärker seine Gegner ihn zu guten Matches zwangen, desto mehr hätten die Fans wieder den langjährigen Publikumsliebling hinter der Figur gesehen. Die Reaktionen hätten sich dadurch schneller verändert, als es für einen längeren Heel-Run nötig gewesen wäre.

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Bereuen würde er den Versuch dennoch nicht. Die eigens produzierte Entrance-Musik „Fear My Name“ möchte Cena allerdings nicht veröffentlichen. Er wolle vermeiden, dass Fans daraus im Nachhinein eine Version des Heel-Runs erschaffen, die tatsächlich nie stattgefunden habe.

Cena hält CM Punk derzeit für besser als je zuvor

Im selben Q&A wurde Cena gefragt, welche Wrestling-Storyline ihn aktuell besonders überzeugt. Seine Antwort führte schnell zu CM Punk. Obwohl beide während ihrer gemeinsamen WWE-Zeit einige der bekanntesten Programme ihrer Generation bestritten, glaubt Cena, dass Punk derzeit die beste Arbeit seiner Karriere abliefert.

Besonders hebt er hervor, wie bewusst Punk inzwischen Geschichten im Ring erzählt und wie stark dessen Selling geworden sei. Entscheidend ist für Cena außerdem, dass Punk seine Gegner besser aussehen lasse. Eine gewisse Ironie sieht er darin, dass Punk heute selbst mit geteilten Publikumsreaktionen umgehen müsse, nachdem er Cena vor rund 15 Jahren genau für diese polarisierende Stellung kritisiert hatte. Gerade diesen Umgang mit unterschiedlichen Reaktionen bewertet Cena heute als besondere Stärke seines früheren Rivalen.

Beim John Cena Classic sind die Planungen abgeschlossen

Auch zum angekündigten John Cena Classic gab es ein neues Update. Cena erklärte, dass WWE die wesentlichen Details inzwischen festgelegt habe. Er dürfe sie jedoch noch nicht öffentlich machen, weil das Unternehmen die Informationen zu einem späteren Zeitpunkt gesammelt bekannt geben wolle.

Das Turnier wurde im Mai angekündigt und soll Wrestler aus dem Main Roster und NXT zusammenbringen. Offen sind weiterhin Teilnehmerfeld, genauer Ablauf, Abstimmungssystem, Austragungsort und Termin.

Der 17. World Title war für Cena vor allem ein Signal an die nächste Generation

Auch sein Rekord als 17-facher World Champion kam zur Sprache. Cena erklärte, dass dieser Erfolg für ihn persönlich weniger bedeutend gewesen sei, als viele vermuten könnten. Der erste World-Title-Gewinn bleibe für seine Karriere wichtiger, weil ohne ihn alle weiteren Regentschaften nicht möglich gewesen wären.

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Den 17. Titel betrachtet Cena stärker als Meilenstein für das Wrestling-Geschäft. Ein Rekord, der über Jahrzehnte Bestand habe, könne irgendwann unerreichbar wirken. Durch das Überschreiten dieser Marke wolle er jüngeren Wrestlern zeigen, dass auch 18 World Championships kein unmögliches Ziel seien.

Cena machte deutlich, dass er seinen Rekord nicht für immer unangetastet sehen möchte. Im Gegenteil: Er freue sich auf den Tag, an dem er demjenigen die Hand geben könne, der ihn eines Tages übertrifft.

Sein liebster Titelmoment war überraschend ein anderer

Auf die Frage nach seinem persönlich liebsten Championship-Moment entschied sich Cena nicht für einen seiner zahlreichen World Titles. Stattdessen nannte er seinen Gewinn der Intercontinental Championship in Boston.

Der Auftritt habe für ihn mehrere besondere Elemente verbunden. Seine Familie sei anwesend gewesen, er habe mit einem jungen und talentierten Gegner im Ring gestanden und den Erfolg in seiner Heimatstadt feiern können. Mit Humor erinnerte Cena daran, dass nach der Show möglicherweise auch das eine oder andere Bier zur Feier dazugehört habe.

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