CM Punk ist derzeit einer der angesagtesten Namen im WWE-Roster und trägt zugleich eine der wichtigsten Championships des Unternehmens. Trotzdem sucht der 47-Jährige offenbar ganz bewusst nach zusätzlichen Möglichkeiten, regelmäßig in den Ring zu steigen.
Ein neuer WWE-Vlog liefert nun einen interessanten Einblick in seine Motivation und zeigt zugleich, welche Rolle NXT dabei für ihn spielt.
CM Punk wollte beim NXT Live Event bewusst zusätzliche Ringzeit
In einem am 25. August veröffentlichten WWE-Vlog sprach Punk über seinen überraschenden Auftritt beim NXT-Live-Event am 15. August in Petersburg, Virginia. Dabei räumte er offen ein, dass hinter seiner Teilnahme auch eine, wie er selbst es nannte, „egoistische Motivation“ gesteckt habe.
Obwohl er WWE Champion sei und regelmäßig im Fernsehen auftrete, habe er persönlich das Gefühl, nicht häufig genug zu wrestlen. Punk erklärte, dass er mehr Wiederholungen im Ring benötige und davon überzeugt sei, bessere Leistungen zu zeigen, je regelmäßiger er Matches bestreite.
Für Punk geht es gleichzeitig darum, Erfahrung weiterzugeben
Die zusätzliche Ringzeit war jedoch nicht der einzige Grund für seinen NXT-Auftritt. Punk betonte, großen Respekt vor dem Wrestling-Business und insbesondere vor den Generationen zu haben, die ihm den Weg bereitet hätten. Deshalb wolle er seine eigene Erfahrung inzwischen ebenfalls an jüngere Wrestler weitergeben. Er hoffe, dass Nachwuchstalente ihn beobachten, etwas aus seiner Arbeit lernen und diese Erfahrungen später selbst an die nächste Generation weiterreichen können.
Damit verband Punk bei dem Live Event zwei Ziele: Er selbst bekam die gewünschte zusätzliche Matchpraxis, während mehrere junge NXT-Wrestler gleichzeitig die Möglichkeit erhielten, direkt mit einem der erfahrensten Stars des WWE-Rosters zusammenzuarbeiten.
Punk stand mit mehreren NXT-Talenten im Main Event
WWE setzte Punk in Petersburg keineswegs in ein gewöhnliches Singles Match. Er bildete gemeinsam mit den damaligen NXT Tag Team Champions Myles Borne und Tavion Heights ein Trio und traf auf The Vanity Project mit Jackson Drake, Brad Baylor und Ricky Smokes. Punks Team gewann den Main Event, nachdem Drake im Verlauf der Schlussphase durch einen Tisch befördert worden war.
Nach dem Match kamen mehrere NXT-Babyfaces zum Ring und posierten gemeinsam mit Punk, Borne und Heights vor den Zuschauern. Damit wurde der Auftritt nicht ausschließlich als besonderer Moment für die Fans präsentiert, sondern zugleich genutzt, um mehrere jüngere Wrestler gemeinsam mit dem WWE Champion in Szene zu setzen.
Auch Myka Lockwood bekam einen besonderen Moment mit CM Punk
Ein weiteres Detail des Matches passte ebenfalls zu Punks Aussage über das Weitergeben seiner Erfahrung. Myka Lockwood, die The Vanity Project begleitete, durfte Punk während des Matches mit einer Powerbomb überraschen. Der Moment verbreitete sich anschließend über Social Media und sorgte auch außerhalb der Veranstaltung für Aufmerksamkeit.
Grayson Waller konfrontierte Punk anschließend backstage
Nach der Show entstand sogar noch eine weitere Geschichte. Backstage stellte Grayson Waller Punk zur Rede und machte ihm deutlich, dass er seiner Meinung nach nicht einfach in NXT auftauchen könne, ohne ihn einzubeziehen. Waller erklärte, dass Punk ihn künftig erst um Erlaubnis bitten müsse, bevor er „sein Haus“ betrete. Gleichzeitig kündigte er an, den WWE Champion eines Tages selbst herauszufordern.
Anschließend veröffentlichte die WWE Videomaterial der Konfrontation online, das später wieder kommentarlos gelöscht wurde – wir berichteten. Später legte Waller über Social Media nach und kritisierte dabei auch jene NXT-Wrestler, die gemeinsam mit Punk für Fotos posiert hatten.
Eine konkrete Fehde zwischen Punk und Waller entstand daraus allerdings nicht. Waller wurde in der folgenden NXT-Ausgabe in andere Storylines eingebunden.
Punks Einstellung zur zusätzlichen Matchpraxis ist keineswegs neu
Interessant ist, dass Punk bereits Jahre zuvor nahezu dieselbe Haltung vertreten hatte. Nach seiner Rückkehr zum Wrestling bei AEW im Jahr 2021 erklärte er, dass er mehr „Reps“ benötige und so häufig wie möglich vor einem Live-Publikum wrestlen wolle. Damals machte er deutlich, dass Timing, Kondition und allgemeine Ringroutine mit zunehmender Matchzahl besser würden.
Fünf Jahre später verfolgt Punk offenbar weiterhin dieselbe Philosophie. Selbst als amtierender WWE Champion betrachtet er zusätzliche Matches nicht als unnötige Belastung, sondern als Möglichkeit, seine eigene Leistung auf einem möglichst hohen Niveau zu halten.
Die Aussagen passen zu WWEs stärkerem Fokus auf Live Events
Auch innerhalb von WWE wird zusätzliche Matchpraxis derzeit wieder stärker thematisiert. Triple H erklärte zuletzt, dass Live Events gerade für jüngere Wrestler wichtig seien, weil sie dort Erfahrungen sammeln könnten, die sich im Performance Center allein nicht vollständig simulieren lassen.

Passt halt auch zu Stil und Image bei ihm. Dürfte ziemlich sicher Trainer o.ä. nach der aktiven Karriere werden.