Joe Gacy blickt auf das Ende der Wyatt Sicks zurück: Hinter den Kulissen deutete sich einiges an

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Joe Gacy befindet sich seit seinem WWE-Abgang in einer neuen Phase seiner Karriere. Nach mehreren Jahren bei NXT und zuletzt als Mitglied der Wyatt Sicks ist der 38-Jährige wieder in der Independent-Szene unterwegs und tritt dort unter dem Namen Joseph Sawyer auf.

In einem ausführlichen Gespräch mit Chris Van Vliet sprach Gacy nun über seine Zukunft, mögliche nächste Arbeitgeber und die letzten Monate seiner WWE-Zeit. Dabei gewährte er auch neue Einblicke in die Entwicklung der Wyatt Sicks und verriet, dass Bray Wyatt offenbar schon früher Interesse an einer Zusammenarbeit mit ihm gezeigt hatte.

Joe Gacy möchte nicht auf den Anruf einer großen Promotion warten

Nach seinem WWE-Aus wollte Gacy nach eigener Aussage möglichst schnell wieder aktiv werden. Statt zunächst abzuwarten, ob AEW oder eine andere größere Promotion Interesse zeigt, entschied er sich bewusst für eine Rückkehr in die Independent-Szene. Gerade die Nähe zum Publikum habe ihm während seiner WWE-Zeit teilweise gefehlt. Die Atmosphäre bei kleineren Veranstaltungen sei persönlicher und unmittelbarer, auch wenn er die Zuschauer bei WWE ausdrücklich lobte.

Langfristig sieht sich Gacy dennoch wieder bei einer größeren Wrestling-Promotion mit regelmäßiger TV-Präsenz. Nach mehreren Jahren bei WWE habe er sich an diese Arbeitsweise gewöhnt und betrachte sich inzwischen selbst als Wrestler für eine Fernsehproduktion.

AEW wäre für ihn grundsätzlich eine Möglichkeit. Gacy betonte jedoch, dass er aktuell kein bestimmtes Unternehmen bevorzuge. Sein Ziel sei vielmehr, sich alle Optionen offenzuhalten und die passende Gelegenheit zu nutzen, sobald sie sich ergibt. Konkrete Gespräche oder ein Angebot von AEW sind bislang nicht bekannt.

Vor der WWE-Entlassung bemerkte Gacy mehrere Warnzeichen

Im Rückblick glaubt Gacy, bereits einige Zeit vor seiner Entlassung Anzeichen dafür erkannt zu haben, dass sich die Situation der Wyatt Family veränderte. Während der WrestleMania-Woche hatte die Gruppe nach seiner Darstellung eine Promo aufgenommen, in der erstmals mehrere Mitglieder selbst ausführlicher zu Wort kamen. Obwohl die Verantwortlichen mit dem Material zufrieden gewesen seien, sei das Segment nicht im regulären WWE-TV ausgestrahlt worden, sondern lediglich online veröffentlicht worden.

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Auch ein geplanter Auftritt der Gruppe außerhalb der eigentlichen WWE-Shows sei kurzfristig gestrichen worden. Besonders auffällig war für Gacy zudem das Ende einer ihrer damaligen Storylines. Die Wyatt Sicks verloren als Babyfaces eine entscheidende Auseinandersetzung, obwohl nach seiner Wahrnehmung selbst andere Wrestler hinter den Kulissen mit einem anderen Ausgang gerechnet hatten.

Kurz darauf sollte die Gruppierung eigentlich für eine weitere SmackDown-Ausgabe anreisen. Nachdem Gacy wegen seiner Reiseplanung nachfragte, sei ihm jedoch mitgeteilt worden, dass die gesamte Gruppe nicht mehr für die Show benötigt werde und die entsprechenden Flüge storniert würden. Wenig später folgte schließlich die Entlassungsrunde.

Gacy war überrascht über das komplette Aus der Wyatt Sicks

Gacy hatte eigenen Aussagen zufolge bereits befürchtet, dass er möglicherweise selbst von der WWE getrennt werden könnte. Überrascht habe ihn jedoch, dass letztlich die gesamte Gruppierung betroffen war. Insbesondere bei Bo Dallas habe er damit nicht gerechnet. Er war davon ausgegangen, dass die WWE zumindest an Uncle Howdy festhalten würde, da dessen Figur eng mit Bray Wyatt und der Entstehungsgeschichte der Wyatt Family verbunden ist. Damit endete das Projekt deutlich früher als von Gacy erwartet.

Wyatt-Sicks-Mitglieder konnten ihre Figuren laut Gacy kaum entwickeln

Gacy blickte zugleich kritisch auf einen kreativen Aspekt der Gruppierung zurück. Der Fokus sei verständlicherweise stark auf Bo Dallas und dessen Verbindung zu Bray Wyatt gelegt worden. Dadurch hätten die übrigen Mitglieder jedoch nur begrenzte Möglichkeiten erhalten, ihre eigenen Figuren stärker zu entwickeln.

Gacy erinnerte sich unter anderem daran, für eine der frühen VHS-Vignetten eine komplette Promo aufgenommen zu haben. Im fertigen Video seien davon jedoch hauptsächlich kurze Bilder verwendet worden, in denen er schaukelte und vor sich hin summte. Auch andere Ideen seien bei den Writern grundsätzlich positiv aufgenommen worden, hätten es anschließend aber nicht in die Shows geschafft.

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Das sei besonders problematisch geworden, als Bo Dallas zeitweise nicht zur Verfügung stand. Nach Gacys Einschätzung hätten die übrigen Mitglieder mit stärker entwickelten Einzelcharakteren während dieser Phase eigenständig Geschichten fortsetzen können. Stattdessen sei die gesamte Gruppierung weitgehend aus dem Programm verschwunden.

Bray Wyatt wollte offenbar mit Joe Gacy zusammenarbeiten

Eine für Gacy besonders bedeutende Information erfuhr er erst nach Bray Wyatts Tod. Während ihrer gemeinsamen Zeit bei WWE hatten sich beide zwar mehrfach getroffen, jedoch nie ausführlicher über eine mögliche Zusammenarbeit gesprochen. Später hätten ihm andere Personen erzählt, dass Wyatt seine Arbeit verfolgt und Interesse daran gehabt habe, eine Geschichte mit ihm umzusetzen.

Angeblich soll Bray sogar darüber gesprochen haben, zu NXT zu kommen. Gacy wusste davon zu diesem Zeitpunkt nichts. Rückblickend bezeichnete er eine mögliche Zusammenarbeit mit Wyatt als etwas, das er sehr gern erlebt hätte.

Umso besonderer war für ihn später die Aufnahme in die Wyatt Family, bei der er Elemente der von Bray Wyatt geschaffenen Figur „Huskus the Pig Boy” in seine Darstellung integrierte.

Nach dem Ende seiner WWE-Zeit tritt Gacy nun wieder als Joseph Sawyer auf und möchte möglichst regelmäßig wrestlen. Die Independent-Szene betrachtet er dabei nicht als Rückschritt, sondern als Möglichkeit, sich neu zu präsentieren und gleichzeitig aktiv zu bleiben. Sein langfristiges Ziel hat sich dadurch nicht verändert.

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