Jim Ross steht eine wichtige Woche bevor. Der langjährige Kommentator und WWE Hall of Famer muss sich nach seinen jüngsten gesundheitlichen Problemen einem Eingriff am Gehirn unterziehen. Gleichzeitig ist völlig offen, wie es für den 74-Jährigen anschließend bei All Elite Wrestling weitergeht.
Jim Ross nennt Termin für bevorstehende Gehirnoperation
In der neuesten Ausgabe seines Podcasts „Grilling JR“, die vor Publikum aufgezeichnet wurde, gab Ross ein weiteres Update zu seinem Gesundheitszustand. Die Operation ist demnach für Mittwoch, den 12. August 2026, in Norman im US-Bundesstaat Oklahoma vorgesehen. Ross soll bei dem Eingriff einen sogenannten Shunt eingesetzt bekommen, der dabei helfen soll, überschüssige Flüssigkeit abzuleiten.
Überrascht zeigte sich der 74-Jährige vor allem über die Einschätzung seiner Ärzte zum anschließenden Krankenhausaufenthalt. Trotz des Eingriffs am Gehirn soll er voraussichtlich nur etwa einen Tag stationär behandelt werden. Ross selbst hatte mit einem deutlich längeren Aufenthalt gerechnet und reagierte daher erleichtert auf diese Aussicht.
Mit dem Eingriff verbindet sich zugleich die Hoffnung, einige der gesundheitlichen Beschwerden zu lindern, mit denen Ross zuletzt zu kämpfen hatte. Dabei geht es insbesondere um Probleme mit seinem Gedächtnis und Gleichgewicht. Sein Podcast-Partner Conrad Thompson äußerte die Hoffnung, dass sich Ross‘ Zustand nach der Operation entsprechend verbessern könnte. Ross selbst bleibt vorsichtiger, hofft jedoch ebenfalls auf einen positiven Verlauf.
Wochenlanger Krankenhausaufenthalt nach schwerer gesundheitlicher Phase
Die Operation folgt auf ausgesprochen schwierige Monate für Ross. Ende Mai hatte er vor seiner Reise zu AEW Double or Nothing einen Sturz in seinem Zuhause erlitten. Weil er dabei außerhalb der Reichweite seines Telefons landete, verpasste er zunächst seinen geplanten Flug nach New York.
Ross trat die Reise später dennoch an und kommentierte bei Double or Nothing das Match zwischen Jon Moxley und Kyle O’Reilly. Bereits damals berichtete er von großer körperlicher Schwäche und Problemen mit seinen Beinen.
Kurz danach verschlechterte sich sein Zustand weiter. Ross verbrachte mehr als einen Monat in einem Krankenhaus in Norman. Ende Juni konnte er schließlich nach Hause zurückkehren. Später erklärte er, dass er zuvor in seinem Zuhause das Bewusstsein verloren hatte und anschließend fast 40 Tage stationär behandelt worden war.
Im Juli gab Ross schließlich bekannt, dass Ärzte Flüssigkeit im Bereich seines Gehirns festgestellt hätten und ein operativer Eingriff notwendig sei. Bereits zu diesem Zeitpunkt machte er deutlich, dass die Operation aus medizinischer Sicht nicht einfach eine optionale Maßnahme sei, wenn sich sein Zustand verbessern solle.
Trotz dieser Belastungen trat Ross während des SummerSlam-Wochenendes bei der WrestleCon in Minneapolis auf. Die Veranstaltung habe ihm grundsätzlich viel Freude bereitet, allerdings sei ihm dort auch bewusst geworden, dass mehrstündige Autogrammstunden für ihn inzwischen zu anstrengend seien. Einsätze von drei oder vier Stunden am Stück möchte der 74-Jährige deshalb künftig offenbar vermeiden.
AEW-Vertrag läuft im August aus
Parallel zu den gesundheitlichen Fragen ist auch Ross‘ berufliche Zukunft ungeklärt. Sein aktueller Vertrag mit All Elite Wrestling läuft im August 2026 aus. Eine neue Vereinbarung wurde nach seinen jüngsten Angaben bislang nicht unterschrieben.
Ross bestätigte bereits Ende Mai, dass sein Vertrag voraussichtlich im August endet. Zu diesem Zeitpunkt zeigte er sich noch relativ gelassen und erklärte, dass letztlich Tony Khan entscheiden werde, ob AEW weiterhin mit ihm zusammenarbeiten wolle. Inzwischen klingen seine Aussagen allerdings deutlich nachdenklicher.
Ross machte im aktuellen „Grilling JR“-Podcast deutlich, dass ihm bewusst sei, dass sich seine außergewöhnlich lange Wrestling-Karriere ihrem Ende nähert. Sollte Tony Khan ihm mitteilen, dass AEW seinen Vertrag nicht verlängern möchte, würde er diese Entscheidung akzeptieren. Nach allem, was er während seiner jahrzehntelangen Laufbahn bereits erleben durfte, könne er sich kaum darüber beklagen, nicht noch mehr zu bekommen. Gleichzeitig stellte Ross allerdings klar, dass er keineswegs selbst unbedingt aufhören möchte.
Jim Ross wünscht sich einen geplanten Abschied
Sollte seine Kommentatorenkarriere tatsächlich bald enden, hat Ross einen konkreten Wunsch. Er möchte nicht eines Tages unangekündigt bei AEW Dynamite erscheinen und dort erklären müssen, dass er nicht mehr als Kommentator tätig sein wird.
Stattdessen wünsche er sich einen geplanten und sauberen Abschluss, bei dem er selbst vorher weiß, dass es sich um seinen letzten Einsatz handelt. Dieser kontrollierte Abschied sei ihm auch persönlich wichtig.
Ross verwies dabei darauf, dass er während seiner inzwischen rund vier Jahrzehnte umfassenden Karriere praktisch alle bedeutenden Veranstaltungen der Wrestling-Branche kommentiert habe. Seine Laufbahn als Wrestling-Kommentator bezeichnete er deshalb rückblickend als außergewöhnliches Geschenk.
Ross gehört seit der Gründung von AEW zum Unternehmen. 2019 war er einer der prominentesten Neuzugänge und war zunächst regelmäßig bei Dynamite zu hören. Aufgrund seiner gesundheitlichen Situation wurde sein Terminkalender in den vergangenen Jahren zunehmend reduziert. Zuletzt kam er hauptsächlich bei ausgewählten großen Matches auf Pay-per-View-Veranstaltungen zum Einsatz.
Seinen aktuellen Einjahresvertrag hatte Ross im August 2025 abgeschlossen. Bereits damals war vereinbart worden, dass er mit einem deutlich reduzierten Zeitplan weiterarbeiten würde.
Comeback bei AEW All In bleibt Ross‘ Ziel
Trotz aller Ungewissheit hat Jim Ross seine Wrestling-Karriere noch nicht abgeschrieben. Sein erklärtes Ziel ist weiterhin, sich nach der Operation schnell genug zu erholen, um am 30. August bei AEW All In in London dabei sein zu können.
Ob das tatsächlich möglich sein wird, hängt zunächst vom Verlauf des Eingriffs und seiner anschließenden Genesung ab. Hinzu kommt die bislang ungeklärte Vertragssituation, da sein aktuelles Arbeitspapier ebenfalls im August endet.

In seinem Alter hätte ich mit 65 Jahren zur Ruhe gesetzt und das Leben der Rentner genossen. Viel Reisen und Urlaub machen was als Vollzeitbbeschäftiger nicht möglich gewesen wäre. Warum will er weiterarbeiten? Bis zum Tod arbeiten?