Danhausen hat in einem Interview einmal mehr jene Mischung aus übernatürlichem Humor, Popkultur und Wrestling aufgegriffen, die längst zu seinem Markenzeichen geworden ist. Im Complex-Format „Interview With A Magician“ sprach der WWE-Star unter anderem über seine berüchtigten Flüche und nahm dabei gleich mehrere prominente Namen ins Visier.
Besonders viel Aufmerksamkeit dürfte seine Behauptung erhalten, auch für den jüngsten Rückschlag von Conor McGregor verantwortlich zu sein. Darüber hinaus erklärte Danhausen, wie seine Flüche funktionieren, welche Verbindung er dabei zu Papa Shango sieht und warum eine seltene Spider-Man-Ausgabe für ihn die Funktion einer Altersvorsorge übernimmt.
Danhausen nimmt Conor McGregor und Drake ins Visier
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand zunächst Conor McGregor. Der frühere UFC-Champion war am 11. Juli 2026 nach rund fünf Jahren Pause in das Octagon zurückgekehrt und traf bei UFC 329 erneut auf Max Holloway. Das mit Spannung erwartete Comeback war jedoch bereits nach 69 Sekunden beendet.
McGregor verletzte sich kurz nach Beginn des Kampfes schwer am Knie, woraufhin der Referee den Fight abbrechen musste. Später wurde bestätigt, dass sich der 38-Jährige das vordere Kreuzband gerissen hatte. Eine Operation wurde notwendig, während UFC-CEO Dana White inzwischen von einer längeren Ausfallzeit ausgeht. McGregor selbst hält dennoch an einer erneuten Rückkehr fest und hat den Sommer 2027 als möglichen Zeitraum ins Spiel gebracht.
Als Danhausen im Complex-Interview gefragt wurde, ob einer seiner Flüche etwas mit diesem Rückschlag zu tun gehabt haben könnte, spielte er die Idee bereitwillig weiter. Er deutete an, McGregor tatsächlich verflucht zu haben, und begründete dies im typischen Danhausen-Stil damit, dass der UFC-Star besonders böse sei.
Damit blieb es allerdings nicht bei einem prominenten Namen. Auch Drake wurde in die Geschichte einbezogen. Der Rapper hatte vor McGregors Kampf gegen Holloway eine Wette über eine Million US-Dollar auf einen Sieg des Iren platziert. Bei einem Erfolg hätte die Wette insgesamt 2,85 Millionen Dollar ausgezahlt. Durch McGregors verletzungsbedingte Niederlage ging der Einsatz jedoch verloren.
Danhausen zeigte wenig Mitleid mit dem finanziellen Rückschlag und erklärte auch Drake kurzerhand zu einem seiner angeblichen Fluchopfer. Die Pointe passte gleichzeitig zum seit Jahren existierenden Running Gag rund um den sogenannten Drake Curse, der immer wieder aufkommt, wenn öffentlich unterstützte Teams oder Sportler des Musikstars anschließend verlieren.
Auch Tom Brady landet auf Danhausens Fluchliste
Die Liste prominenter Namen wurde im weiteren Verlauf noch erweitert. Gemeinsam mit Moderatorin und Magierin Anna DeGuzman nahm Danhausen auch NFL-Legende Tom Brady ins Visier. Im Rahmen des Formats führten beide scherzhaft einen weiteren Fluch gegen den siebenmaligen Super-Bowl-Champion aus.
Das Thema fügte sich nahtlos in Danhausens Darstellung ein. Seit Jahren gehört das Verfluchen anderer Wrestler und prominenter Persönlichkeiten zu den wichtigsten Bestandteilen seines Charakters. Gerade die bewusste Vermischung aus offensichtlich überzeichnetem Aberglauben und realen Ereignissen ermöglicht es ihm immer wieder, aktuelle Sport- und Entertainment-Themen in sein Gimmick einzubauen.
Das Complex-Interview griff deshalb auch die Frage auf, nach welchen Regeln diese angeblichen Flüche überhaupt funktionieren.
Danhausen erklärt die Regeln seiner Flüche
Eine feste Dauer gebe es nach Danhausens Darstellung nicht. Wie lange ein Fluch wirke, hänge vielmehr von mehreren Faktoren ab. Entscheidend seien unter anderem seine jeweilige Stimmung, die Stärke des ausgesprochenen Fluchs und die Frage, was ihm die betroffene Person zuvor angetan oder möglicherweise nicht getan habe.
Auch bei der Herkunft seiner ungewöhnlichen Fähigkeit blieb Danhausen seinem Charakter treu. Auf die Frage, wo er das Verfluchen gelernt habe, brachte er zunächst Papa Shango ins Spiel. Der von Charles Wright verkörperte WWE-Charakter war Anfang der 1990er-Jahre für seine Voodoo-Darstellung und vermeintlich übernatürlichen Fähigkeiten bekannt.
Danhausen ließ allerdings gleichzeitig offen, ob Papa Shango tatsächlich sein Vorbild gewesen sei. Letztlich beschrieb er sich vielmehr als weitgehend selbst ausgebildet und deutete scherzhaft an, sich möglicherweise das eine oder andere Video angesehen zu haben.
Die Verbindung ist aus Wrestling-Sicht naheliegend. Auch Danhausens Präsentation lebt von vermeintlich übernatürlichen Kräften, unterscheidet sich jedoch deutlich in der Tonalität. Während Papa Shango damals bewusst bedrohlich dargestellt wurde, verbindet Danhausen Horror-Elemente mit Comedy und seiner bekannten Very-Nice-Very-Evil-Persönlichkeit.
Ein Spider-Man-Comic als Danhausens Altersvorsorge
Abseits seiner Flüche gewährte Danhausen im Interview auch einen Einblick in eine seiner größten privaten Leidenschaften. Auf die Frage nach der teuersten Anschaffung seines Lebens verwies er auf „Amazing Fantasy #15“.
Die 1962 veröffentlichte Ausgabe besitzt in der Comicwelt einen besonderen Stellenwert, da darin Spider-Man erstmals auftritt. Originalausgaben gehören, abhängig von Zustand und Bewertung, zu den begehrtesten und wertvollsten Superhelden-Comics überhaupt.
Danhausen sammelt solche Hefte allerdings nicht nur aus Begeisterung für Comics. Er erläuterte in seiner typischen Ausdrucksweise, dass deren Geldwert langfristig steigen könne und sich die Stücke später wieder in andere Werte umwandeln ließen. Seine Sammlung betrachtet er daher scherzhaft als eine Art persönliche Altersvorsorge und vergleicht sie mit einem amerikanischen 401(k)-Rentenplan.
Allzu bald scheint er diese Altersvorsorge allerdings nicht benötigen zu wollen. Als Danhausen gefragt wurde, wann er seine Wrestlingkarriere beenden wolle, nannte er augenzwinkernd einen Zeitraum von ungefähr 90 Jahren.

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