AEW blickt inzwischen auf zahlreiche prägende Namen und besondere Momente zurück. Nun hat sich Tony Khan dazu geäußert, wie die Promotion künftig mit ihrer eigenen Geschichte umgehen könnte. Gleichzeitig sprach der AEW-Präsident über die weitere Zusammenarbeit mit Mick Foley.
Tony Khan will über eine AEW Hall of Fame nachdenken
Während seines Auftritts im Battleground Podcast wurde Khan zunächst auf eine mögliche Fortsetzung der Ring of Honor Hall of Fame angesprochen. Der AEW-Präsident verwies auf die bisherige Klasse mit Bryan Danielson, CM Punk, Samoa Joe sowie Mark und Jay Briscoe. Er stellte zugleich klar, dass er diese Hall of Fame nicht selbst ins Leben gerufen und bislang auch keine neue Klasse zusammengestellt habe.
Im weiteren Verlauf kam die Frage auf, ob nach mehreren Jahren Firmengeschichte auch AEW eine eigene Ruhmeshalle einführen könnte. Khan kündigte keine Hall of Fame an und nannte weder einen möglichen Starttermin noch potenzielle Mitglieder einer ersten Klasse. Er bezeichnete den Vorschlag jedoch als interessante Überlegung, mit der er sich künftig näher befassen wolle. Damit hielt er die Möglichkeit ausdrücklich offen, ohne bereits ein entsprechendes Projekt zu bestätigen.
Sting und Brodie Lee waren bereits früher ein Thema
Die Diskussion ist für Khan nicht vollkommen neu. Bereits im März 2024 hatte er erklärt, dass AEW zu diesem Zeitpunkt noch keine konkreten Gespräche über eine eigene Hall of Fame geführt habe. Sollte die Promotion eine solche Ehrung irgendwann einführen, wären Sting und der verstorbene Brodie Lee für ihn zwei der wichtigsten Namen.
Sting beendete seine aktive Karriere bei AEW und blieb während seines gesamten Runs ungeschlagen. Gemeinsam mit Darby Allin gewann er zudem die AEW World Tag Team Championship. Brodie Lee prägte die Anfangsjahre der Promotion als TNT Champion und Anführer des Dark Order, ehe er im Dezember 2020 verstarb.
Khan hatte damals außerdem Jay Briscoe als einen Namen hervorgehoben, dessen Bedeutung trotz eines fehlenden AEW-Matches gewürdigt werden müsse. Im Oktober 2025 bezeichnete er auch Samoa Joe als sicheren Kandidaten für eine mögliche erste AEW Hall of Fame Klasse.
Mick Foley soll häufiger bei AEW auftreten
Während die Hall of Fame Frage vorerst offenbleibt, formulierte Khan die Zukunftspläne für Mick Foley wesentlich konkreter. Der frühere WWE Champion soll künftig regelmäßiger im AEW-TV eingesetzt werden. Eine wöchentliche Rolle sei allerdings nicht vorgesehen. Stattdessen wolle die Promotion Foley häufiger einbinden, sobald sich passende Gelegenheiten ergeben.
Khan zeigte sich mit den ersten Auftritten des 60-Jährigen sehr zufrieden. Foley feierte sein AEW-Debüt im Mai 2026 bei „AEW Double or Nothing”, nachdem er zunächst als Co-Moderator der Pre-Show an der Seite von Renee Paquette angekündigt worden war. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde er auch in das Programm eingebunden. Bei „AEW Dynamite: Beach Break” folgte anschließend sein erster Auftritt in einer regulären AEW-TV-Show.
Aus Sicht Khans bringt Foley nicht nur jahrzehntelange Erfahrung mit, sondern er verbreitet auch eine positive Stimmung innerhalb der Promotion. Seine ersten beiden Auftritte fanden bei Shows statt, die der AEW-Präsident zu den stärksten Veranstaltungen der jüngeren Unternehmensgeschichte zählt. Deshalb sei er daran interessiert, Foley künftig häufiger einzusetzen.
Foleys genaue Aufgabe ist weiterhin offen
Welche feste Funktion Foley langfristig übernehmen könnte, ist noch nicht bekannt. Khan hatte bei dessen Verpflichtung erklärt, dass die Promotion zunächst vor allem von seinem Wissen hinter den Kulissen und seiner Erfahrung bei Übertragungen profitieren wolle. Der Wrestling-Veteran könne Talente beraten und zugleich vor der Kamera eingesetzt werden.
Damit ist sowohl eine Rolle in Interviews oder Specials als auch eine Beteiligung an ausgewählten Storylines denkbar. Khan bestätigte jedoch weder einen konkreten Posten noch einen Termin für Foleys nächsten Auftritt.
Eine Rückkehr in den Ring bleibt unbestätigt
Auch eine mögliche Rückkehr Foleys in den Ring wurde seit seinem Wechsel zu AEW wiederholt diskutiert. Khan hatte bereits vor Double or Nothing erklärt, dass er einen Auftritt als Wrestler grundsätzlich begrüßen würde. Voraussetzung sei allerdings, dass Foley diesen Schritt selbst wünsche und sich den körperlichen Anforderungen weiterhin gewachsen fühle.
Der AEW-Präsident wolle ihn angesichts seiner langen Verletzungshistorie keinesfalls in eine unangenehme oder gesundheitlich riskante Situation bringen. Deshalb existiert bislang keine Bestätigung für ein Abschiedsmatch oder ein anderes körperliches Programm. Foleys zunehmende Präsenz eröffnet AEW zwar verschiedene Möglichkeiten, derzeit konzentrieren sich die bestätigten Planungen aber auf seine Erfahrung, seine Ausstrahlung und ausgewählte Auftritte vor der Kamera.
