Becky Lynch: Die schwerste Zeit begann erst nach dem Abstillen

Becky Lynch ist emotional berührt
wrestling-point.de Newsquelle festlegen

Becky Lynch hat im Happy Mum Happy Baby-Podcast von Giovanna Fletcher offen über eine der schwierigsten Zeiten ihres Lebens gesprochen. Dabei machte sie auf ein medizinisches Phänomen aufmerksam, das vielen Müttern kaum bekannt ist: die sogenannte Post-Weaning-Depression (Abstilldepression). Dabei handelt es sich um eine Depression, die nicht nach der Geburt, sondern erst nach dem Ende der Stillzeit auftreten kann.

Nicht nach der Geburt – sondern erst nach dem Abstillen

Becky Lynch hatte sich darauf eingestellt, nach der Geburt ihrer Tochter Roux möglicherweise eine Wochenbettdepression zu entwickeln. Doch dazu kam es zunächst nicht. Ihre Tochter wurde im Dezember 2020 geboren und Lynch stillte sie über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren.

Erst als sie begann, Roux abzustillen, veränderte sich ihre Stimmung plötzlich. Die Veränderung kam nahezu über Nacht. Zunächst konnte sie sich nicht erklären, was mit ihr geschah, weil ihr niemand gesagt hatte, dass eine Depression auch erst nach dem Ende der Stillzeit auftreten kann.

Erst durch das Gespräch mit einer anderen Mutter, die dieselbe Erfahrung gemacht hatte, fand Lynch eine Erklärung für ihren Zustand. Diese Frau wurde in dieser schwierigen Zeit zu einer wichtigen Stütze. Allein zu wissen, dass ihre Beschwerden einen Namen hatten und andere Frauen Ähnliches erlebt hatten, half ihr bereits dabei, die Situation besser einzuordnen.

„Ich konnte keine Farben mehr sehen“

Lynch beschrieb diese Phase als eine der dunkelsten ihres Lebens. Alles habe sich grau, leer und hoffnungslos angefühlt. Sie habe morgens nicht aufstehen wollen und zeitweise sogar das Gefühl gehabt, nicht mehr existieren zu wollen.

Siehe auch  Bron Breakker soll intern um Veränderungen gekämpft haben

Jede noch so kleine Schwierigkeit habe sie in dieser Zeit besonders stark belastet. Am schlimmsten sei jedoch gewesen, dass sich der Kampf ausschließlich in ihrem Inneren abgespielt habe. Niemand habe hören können, welche Gedanken sie ständig begleiteten.

Auch ihre Beziehung zu Seth Rollins blieb davon nicht unberührt. Lynch erzählte, dass sie sich damals nicht würdig gefühlt habe – weder ihres Mannes noch des Lebens, das sie sich aufgebaut hatte. Besonders belastend sei gewesen, dass sie nicht wusste, warum sie sich plötzlich so fühlte. Gerade diese fehlende Erklärung habe ihr zusätzlich Angst gemacht.

Genesung ohne Medikamente: Akupunktur wurde zum Wendepunkt

Becky Lynch entschied sich bewusst gegen eine Behandlung mit Medikamenten und suchte stattdessen einen anderen Weg. In der Akupunktur fand sie schließlich die Hilfe, die ihr persönlich weiterhalf. Bereits nach drei oder vier Sitzungen habe sie das Gefühl gehabt, als würde die Sonne wieder aufgehen.

Sie beschrieb diesen Moment damit, dass sie plötzlich wieder das Blau des Himmels wahrnehmen konnte. Zusätzlich stellte sie auf natürliche Nahrungsergänzungsmittel um. Insgesamt dauerte es rund sechs Monate, bis sie sich vollständig erholt hatte.

Heute spricht Lynch bewusst öffentlich über diese Erfahrung. Sie möchte andere Mütter darauf aufmerksam machen, dass eine Depression auch erst nach dem Abstillen auftreten kann.

Dieses Wissen kann Betroffenen dabei helfen, die Symptome frühzeitig zu erkennen und einzuordnen. Wer nicht weiß, dass es eine Post-Weaning-Depression gibt, kämpft gegen etwas, das sich kaum erklären lässt. Genau das machte die Situation für Becky Lynch besonders schwer.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*