Jeff Jarrett über einen viel diskutierten Vorfall mit Vince McMahon

Jeff Jarrett und Vince McMahon nebeneinander
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Seit mehr als 25 Jahren hält sich eine der bekanntesten Geschichten hinter den Kulissen der WWE: Jeff Jarrett soll Vince McMahon vor seinem Match gegen Chyna im Jahr 1999 unter Druck gesetzt und Geld verlangt haben, um den Intercontinental Championship überhaupt zu verlieren.

In einem Interview mit Ariel Helwani hat Jarrett diese Darstellung nun erneut deutlich zurückgewiesen und seine Sicht der Ereignisse ausführlich geschildert.

Ein auslaufender Vertrag sorgte für das Chaos

Im Frühjahr 1999 war Jeff Jarrett Intercontinental Champion und steckte mitten in einer Storyline mit Debra und Miss Kitty. Genau zu diesem Zeitpunkt lief jedoch sein WWE-Vertrag aus. Die Gespräche über eine Verlängerung mit Jim Ross verliefen nach Jarretts Aussagen enttäuschend.

Er hielt das Angebot für zu niedrig und hatte den Eindruck, dass Ross bei den Verhandlungen keinerlei Spielraum zeigen wollte. Vince McMahon war zu dieser Zeit stark mit dem bevorstehenden Börsengang der WWE beschäftigt und spielte bei den Gesprächen kaum eine Rolle.

Schließlich entschied sich Jarrett, noch vor dem Ende seines WWE-Vertrags einen Wechsel zur WCW perfekt zu machen. Der Vertrag wurde über J.J. Dillon ausgehandelt. Nach eigenen Angaben stand sein Wechsel bereits fest, bevor WWE überhaupt davon wusste.

Das führte jedoch zu einem internen Kommunikationsproblem. Während sein Vertrag an einem Samstag auslief, war er für den Pay-per-View am Sonntag bereits fest eingeplant. Dort sollte er den Intercontinental Championship an Chyna verlieren.

Vince McMahon versuchte ihn zu erreichen

In den Tagen vor der Veranstaltung soll Vince McMahon mehrfach versucht haben, Jarrett telefonisch zu erreichen. Jarrett erklärte, dass er die Anrufe bewusst nicht angenommen habe. Sein Vertrag mit WCW sei bereits unterschrieben gewesen, und er habe vermeiden wollen, sich doch noch umstimmen zu lassen.

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Als er am Veranstaltungstag in der Arena eintraf, war seine Situation eindeutig: Sein WWE-Vertrag war bereits ausgelaufen, dennoch sollte er den Titel noch verlieren. Aus seiner Sicht bestand jedoch keine vertragliche Grundlage mehr, dieses Match ohne eine entsprechende Vereinbarung zu bestreiten.

Jarrett sprach daraufhin Jim Ross und Terry Taylor an. Er erklärte, dass ihm nach dem Titelverlust jedes Druckmittel fehlen würde. Zudem seien mehrere geplante Pay-per-View-Auftritte durch seinen Wechsel ohnehin hinfällig geworden. Deshalb wollte er die vereinbarte Zahlung noch vor dem Match erhalten und nicht erst danach.

Die Erkrankung seiner Ehefrau spielte ebenfalls eine Rolle

Ein weiterer Punkt war für Jarrett eine Situation aus dem Jahr zuvor. Seine damalige Ehefrau war an Brustkrebs erkrankt. Auf Wunsch von Linda McMahon musste Jarrett damals deutlich weniger Houseshows bestreiten, damit er sich um seine Frau kümmern konnte.

Da er dadurch die vertraglich vorgesehene Mindestanzahl an Auftritten nicht erreichte, wurde seine garantierte Vergütung im darauffolgenden Jahr gekürzt. Jarrett empfand das als ungerecht, da die geringere Anzahl der Einsätze auf eine Entscheidung der WWE zurückging und nicht auf sein eigenes Verschulden. Als Jim Ross ihm später ein Vertragsangebot unterbreitete, sprach Jarrett diesen Punkt an und verlangte deshalb eine höhere Summe.

Jarrett weist den Erpressungsvorwurf zurück

Letztlich genehmigte Vince McMahon die Zahlung persönlich und übergab Jarrett den Scheck noch vor der Veranstaltung. Anschließend forderte McMahon ihn auf, hinauszugehen und den Fans eine gute Show zu bieten.

Jarrett brachte den Scheck nach eigenen Angaben zunächst zu seinem Auto, um ihn sicher zu verstauen, bevor er in den Ring stieg. Road Dogg habe ihn dabei gesehen und gefragt, warum er das mache. Jarrett erklärte ihm kurz die Situation.

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Den Vorwurf, Vince McMahon erpresst zu haben, weist Jarrett bis heute entschieden zurück. Nach seiner Darstellung habe ihn niemand jemals direkt gefragt, ob er den Titel ohne die Zahlung nicht verlieren würde. Ebenso habe er selbst nie erklärt, dass er das Match verweigern werde. Er habe lediglich seine Verhandlungsposition genutzt, die durch die schlechte Abstimmung zwischen Talent Relations und der Kreativabteilung überhaupt erst entstanden sei.

Aus Jarretts Sicht hätte WWE die Situation problemlos vermeiden können. Vince McMahon hätte ihn seiner Meinung nach deutlich früher kontaktieren können, um die Angelegenheit zu klären. Stattdessen habe er den vereinbarten Titelwechsel vollzogen und sein Wort gehalten. Deshalb könne von einer Erpressung aus seiner Sicht keine Rede sein.

1 Kommentar

  1. Also, um es kurz zu verstehen. Sein Vertrag lief Samstag aus, das Match war Sonntag und deshalb wollte er das Geld vor dem Match. Wo stellt das eine Erpressung dar?

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