WWE Night of Champions 2026 in der Kingdom Arena in Riad, Saudi-Arabien, hat die SmackDown-Landschaft nachhaltig verändert. Sami Zayn erfüllte sich im Main Event seinen langjährigen Traum und gewann erstmals die Undisputed WWE Championship. Unmittelbar nach dem historischen Titelwechsel eskalierte die Situation hinter den Kulissen, als Gunther den SmackDown General Manager Nick Aldis zur Rede stellte.
Sami Zayn schreibt WWE-Geschichte
Sami Zayn besiegte Gunther und Cody Rhodes im Main Event von WWE Night of Champions in einem Triple Threat Match und gewann erstmals die Undisputed WWE Championship.
Nach einer Matchzeit von 18 Minuten und 42 Sekunden erfüllte sich Zayn im zehnten Anlauf seinen Traum vom ersten World Championship in der WWE. Kommentator Michael Cole bezeichnete den Titelgewinn während der Live-Übertragung als „Wunder“.
In der Schlussphase hatte Cody Rhodes Sami Zayn bereits mit einem Cross Rhodes getroffen und wollte mit einem weiteren Finisher alles klarmachen. Doch Zayn konnte sich befreien, entwischte Rhodes im entscheidenden Moment und überraschte ihn mit einem Victory Roll zum siegbringenden Three-Count.
Ursprünglich war WrestleMania 43 als Krönung geplant
Der Titelgewinn erhält zusätzliches Gewicht durch einen Bericht von Cory Hays von False Finish. Demnach plante die WWE ursprünglich, Sami Zayn erst bei WrestleMania 43 im kommenden Jahr in Saudi-Arabien zum Undisputed WWE Champion zu machen.
Offenbar entschied sich die WWE jedoch dazu, diesen Moment deutlich früher umzusetzen. Warum die ursprünglichen Pläne geändert wurden, ist derzeit nicht bekannt. Ob kreative Änderungen, neue Storyline-Ideen oder andere Faktoren den Ausschlag gaben, bleibt bislang offen. Fest steht jedoch, dass Sami Zayn seinen größten Karrieremoment nicht erst bei WrestleMania, sondern bereits bei Night of Champions in Riad erleben durfte.
„Für immer werde ich mich WWE-Champion nennen können.“
Nach dem Match sprang Sami Zayn mit seinem Championship Belt in die Zuschauermenge und feierte gemeinsam mit den Fans den größten Erfolg seiner Karriere.
In einer emotionalen Promo blickte Sami Zayn auf seinen langen Weg an die Spitze der WWE zurück. Er erklärte, dass ihm über viele Jahre immer wieder gesagt worden sei, er werde die WWE Championship niemals gewinnen und die Anerkennung erhalten, die er verdiene.
Nach mehr als zwei Jahrzehnten im Wrestling und über zehn Jahren auf der Jagd nach diesem Titel habe er sich seinen Traum nun endlich erfüllt. Ganz gleich, was die Zukunft bringe – niemand könne ihm diesen Moment mehr nehmen. Für den Rest seines Lebens werde er sich WWE Champion nennen können.
Auch Triple H gratulierte Zayn anschließend auf X mit den Worten: „Vom Außenseiter zum Undisputed Champion. Herzlichen Glückwunsch an den neuen Undisputed Champion Sami Zayn. Sag niemals nie.“
From underdog to undisputed.
Congrats to the NEW @WWE Undisputed Champion @SamiZayn!
Never say never. pic.twitter.com/bbw3qpA6ry— Triple H (@TripleH) June 27, 2026
Grand Slam vollendet: SummerSlam wartet bereits
Mit dem Gewinn der Undisputed WWE Championship hat Sami Zayn nun sämtliche großen Titel der WWE gewonnen und damit seine persönliche Grand-Slam-Sammlung komplettiert. Zuvor hatte er bereits die Intercontinental Championship, die United States Championship sowie die Tag Team Championship gewonnen.
Viel Zeit zum Feiern bleibt ihm allerdings nicht. In fünf Wochen steht bereits der SummerSlam in Minneapolis auf dem Programm und die ersten Herausforderer stehen bereits fest. Oba Femi gewann das Finale des King of the Ring gegen Jey Uso und sicherte sich damit ein World Championship Match seiner Wahl. Iyo Sky setzte sich im Finale des Queen of the Ring gegen Liv Morgan durch und forderte die Women’s World Champion unmittelbar danach zu einem Titelmatch beim SummerSlam heraus.
Gunther konfrontiert Nick Aldis und geht auf ihn los
Der historische Titelgewinn von Sami Zayn hatte jedoch unmittelbare Folgen. Kurz nach dem Ende des Main Events suchte Gunther SmackDown General Manager Nick Aldis auf und machte ihn für seine Niederlage verantwortlich.
Der Österreicher erinnerte dabei an Clash in Italy, als der Ringrichter übersehen hatte, dass sich sein Fuß beim entscheidenden Pin unter dem untersten Ringseil befand. Nun sei ihm erneut ein Sieg genommen worden, und dafür machte er Aldis persönlich verantwortlich.
Gunther fragte den General Manager direkt, ob er jetzt zufrieden sei und ob genau das sein Plan gewesen sei. Bereits in Europa habe Aldis ihn benachteiligt, nun sei es erneut passiert.
Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung wurde Gunther immer aggressiver. Er stieß Aldis mehrfach mit dem Finger gegen die Brust und warf ihm vor, ein persönliches Problem mit ihm zu haben. Anschließend griff er ihn auch verbal an und bezeichnete ihn als gescheiterten Wrestler, der neidisch auf seinen Erfolg sei, weil er selbst niemals Gunthers Niveau erreicht habe.
Aldis forderte ihn mehrfach auf, ihn nicht anzufassen. „Hey, fass mich nicht an! Ich habe es dir doch gesagt, fass mich nicht an“, warnte er Gunther. Als dieser trotzdem nicht aufhörte, schubste Aldis ihn zurück. Gunther reagierte sofort, packte Aldis am Revers seines Jacketts. Mehrere WWE-Offizielle gingen dazwischen und trennten die beiden, bevor die Situation weiter eskalieren konnte. Aldis hatte schließlich noch das letzte Wort und kündigte an: „Wir sehen uns am Freitag.“
Nick Aldis hat seine Karriere nie offiziell beendet
In der anschließenden Post-Show griffen Big E und Peter Rosenberg die Szene noch einmal auf. Sie erinnerten daran, dass Nick Aldis zwar seit Ende 2023 als SmackDown General Manager tätig ist, seinen Rücktritt als aktiver Wrestler jedoch nie offiziell erklärt hat.
Mit seinen 39 Jahren befindet sich Aldis weiterhin in hervorragender körperlicher Verfassung, weshalb ein Match zwischen ihm und Gunther durchaus im Bereich des Möglichen liegt.
Bevor Aldis General Manager wurde, gehörte er zu den erfolgreichsten Wrestlern außerhalb der WWE. Er gewann zweimal die NWA World Heavyweight Championship und hielt den traditionsreichen Titel über einen der längsten Zeiträume seiner Geschichte. Außerdem war er TNA World Heavyweight Champion.

Gunther vs Aldis beim SummerSlam
Sieht so aus als ob KO wieder fit ist, der Titelgewinn steht doch nach einer Beste Freunde – Fehde
Genau in dem Moment als er den Titel Stolz hochhielt habe ich gehofft, wir hören die Musik von Kevin Owens der zum Ring kommt und ihn umarmt und dann so übel verprügelt, daß er in der Tragik den Titel abgeben muss. Einfach weil Owen selbst den Titel will.