Seth Rollins verrät die Geschichte hinter seinem SummerSlam-Moment und warum ihm die Heel-Rolle besser liegt

Seth Rollins ist erstaunlich gut gelaunt
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In einem Interview mit ESPN spricht Seth Rollins über zwei Momente, die zeigen, warum er als Heel das Beste aus sich herausholt. Einerseits verrät er, wer die Idee mit dem Krückenwurf beim SummerSlam-Cash-In hatte. Andererseits gibt er offen zu, dass er sich in der Heldenrolle schlicht nicht wohlfühlt.

Die Idee des Krückenwurfs

Bei SummerSlam 2025 löste Rollins seinen Money in the Bank Koffer nach dem Match zwischen CM Punk und Gunther ein und wurde erneut WWE World Heavyweight Champion. Den ikonischsten visuellen Moment der gesamten Inszenierung, den Krückenwurf, der enthüllte, dass seine vorgetäuschte Verletzung ein Schwindel gewesen war, hatte jedoch nicht er erdacht. Das sei die Idee von Bobby Roode gewesen, erklärte Rollins.

Roode, der nach seiner aktiven Karriere heute als WWE-Produzent arbeitet, habe den Moment vorgeschlagen, der die Enthüllung für das Publikum auf den Punkt brachte. Rollins nehme den Ruhm stets gerne auf sich, wenn eine Idee von ihm stamme. Beim Krückenwurf könne er das schlicht nicht beanspruchen.

Keine Probe, kein Probelauf, alles perfekt

Besonders bemerkenswert: Die gesamte Sequenz war nie geprobt worden. Rollins erklärte, er habe den Umgang mit den Krücken gezielt nicht geübt, weil ein Probelauf das Risiko erhöht hätte, dass das Geheimnis vor der Show durchsickere.

Während Punk und Gunther ihr Match vorbereiteten, wussten nur wenige Beteiligte, was danach kommen würde. Das war Absicht: Je weniger Menschen eingeweiht waren, desto geringer das Risiko, dass der Plan vorzeitig durchsickerte. Als der Moment dann kam, lief alles reibungsloser ab, als Rollins es für möglich gehalten habe. Die Abfolge funktionierte wie ein genau choreografiertes Stück, das nie geprobt worden war.

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Die Übergabe des Koffers durch Paul Heyman klappte nahtlos. Und dann der Gang die Bühne hinunter: Rollins hatte gerade noch eine Knieverletzung gespielt, und ausgerechnet dieser Moment, in dem er plötzlich ungebremst in den Ring laufen musste, hätte alles ruinieren können. Er lief jedoch fehlerfrei.

„Ich bin viel lieber der Heel“

Gegenüber ESPN liefert Rollins auch den persönlichen Rahmen für diese Momente. Er erklärte, dass er in der Heldenrolle nicht wirklich gut sei. Er könne diese Rolle zwar für kurze Zeit ausfüllen, aber er sei weder John Cena noch Rey Mysterio. Er habe sich in dieser Rolle selbst satt und glaube, die Fans ebenfalls. Als Heel hingegen fühle er sich in seinem Element. Das passe seiner Meinung nach deutlich besser zu ihm.

Die meisten seiner liebsten Karrieremomente seien genau jene gewesen, in denen er ein Stück Dreck gewesen sei. Das ist kein Scherz. Rollins hat als Heel die prägendsten Kapitel seiner WWE-Geschichte geschrieben: den Shield-Verrat, den WM31-Raub, den langen Run  als WWE Champion 2015. Jedes Mal, wenn er auf die falsche Seite wechselte, entstand etwas Unvergessliches.

Aktuell Held, aber nur aus der Situation heraus

Rollins kämpft derzeit als Babyface in seiner Fehde gegen The Vision und Bron Breakker. Er mache keinen Hehl daraus, dass ihm das weniger liegt. Er könne die Rolle ausüben, wenn es die Storyline verlange, aber es sei nicht das, was ihn antreibe. Als jemand, der Buhrufe als natürliche Reaktion auf sich empfindet, ist die aktuelle Heldenrolle für ihn erkennbar eine Pflichtübung.