MVP hielt sein WWE-Debüt-Outfit zunächst für einen Scherz: Vince McMahon reagierte ganz anders

MJF auf der Bühne in seinem Bodysuit
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Wer glaubt, der charakteristische Bodysuit von MVP sei von Anfang an ein bewusst gewähltes Markenzeichen gewesen, liegt falsch. In dem Podcast „Marking Out with MVP & Dwayne Swayze“ erzählt der AEW-Star die Geschichte hinter seinem bekanntesten Outfit-Element – und die ist deutlich chaotischer als erwartet.

Das Konzept: Spitzensportler statt Showmann

Die Grundidee für seinen Look habe MVP bereits vor seinem Debüt beim Main Roster vollständig ausgearbeitet, erklärte er im Podcast. Er habe sich einen Charakter vorgestellt, der wie ein echter Hochleistungssportler aussehe. Konzeptionell habe er sich dabei an der sportlichen Trainingskleidung von Marken wie Nike Dri-FIT und Under Armour orientiert.

Die WWE-Grafikabteilung habe anschließend einen Entwurf vorgelegt, der genau das getroffen habe, was er sich vorgestellt habe. Der Anzug habe ausgesehen wie aus dem Sci-Fi-Film „Tron“, mit einem kleinen Käppi dazu. Das sei exakt die Richtung gewesen, die er verfolgt habe.

Der Schock bei der Schneiderin

Die Lage änderte sich grundlegend, als MVP das fertige Outfit für sein Pay-per-View-Debüt in Empfang nahm. Statt des eleganten Entwurfs der Grafikabteilung habe die Schneiderin ihre eigene Version angefertigt, die mit dem Original nichts mehr gemein gehabt habe, erklärte er. Das Ergebnis erinnerte MVP an ein Eiskunstlauf-Outfit, das der US-Olympiasieger Brian Boitano hätte tragen können.

Sein Fehden-Partner der ersten Stunde, JBL, verglich den Anzug später mit einer Bud-Light-Dose. Anstatt sofort zu protestieren, sei MVP davon ausgegangen, dass die WWE ihm einen Rib, also einen Backstage-Scherz, spielen wolle. Er habe gewartet, dass kurz vor der Show noch sein echtes Outfit auftauchen würde.

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Vince war begeistert, MVP nicht

Als der Show-Start näher rückte und immer noch kein Ersatz-Outfit auftauchte, wandte sich MVP an den Backstage-Verantwortlichen John Laurinaitis. Dieser bestätigte ihm, dass es kein Rib sei. Das sei sein echtes Outfit. Daraufhin suchte MVP das Gespräch mit Vince McMahon und bat darum, das Outfit zu ändern. McMahon habe das Outfit jedoch geliebt und sei überzeugt gewesen, dass MVPs Ausstrahlung und Persönlichkeit es auf dem Bildschirm schon tragen würden. Für Änderungen sah er keinen Anlass. MVP blieb nichts anderes übrig, als sein Debüt damit zu bestreiten.

Im Laufe seiner Karriere begann er jedoch selbst, verbesserte Versionen des Bodysuits zu entwerfen. Handschuhe und Nasenstreifen, die später zu festen Bestandteilen seines Auftretens wurden, kamen erst hinzu, nachdem ihm gefallen hatte, wie sie in einem Football-Backstage-Segment gewirkt hatten.

Zwei hartnäckige Gerüchte aus dem Weg geräumt

Im selben Podcast nutzte MVP die Gelegenheit, zwei Behauptungen aus der Welt zu schaffen, die sich in der Wrestling-Welt seit Jahren hartnäckig halten. Beide bezeichnete er als kompletten Unsinn.

Das erste betrifft sein Malcolm-X-Tattoo. Unter Fans kursierte lange die These, der Bodysuit sei ursprünglich eingeführt worden, damit MVP seine Tätowierung zu Ehren des Bürgerrechtsaktivisten Malcolm X verdecken könne, da die WWE damals angeblich mit einem solchen politischen Statement nicht einverstanden gewesen sei.

MVP widersprach klar: Er trage das Tattoo tatsächlich, aber der Gedanke, den Anzug deshalb zu tragen, sei nie Teil der Überlegung gewesen. Der Bodysuit sei aus einem ganz anderen Konzept entstanden, nämlich aus der Idee heraus, einen Hochleistungssportler zu verkörpern. Die Theorie mit dem Tattoo sei schlicht falsch.

Das zweite Gerücht betrifft ein angebliches Coaching durch Vince McMahon. In der Szene kursierte die Geschichte, McMahon habe MVP persönlich dabei geholfen, die Körpersprache und das Auftreten eines schwerreichen Unternehmers zu entwickeln, indem er ihn angewiesen habe, sich Milliardäre zum Vorbild zu nehmen. MVP sagte, das sei nie passiert, nicht einmal ansatzweise.

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Den MVP-Charakter habe er vollständig selbst entwickelt, bevor er ihn McMahon überhaupt vorgestellt habe. McMahon habe ihn zwar in anderen Bereichen seiner Präsentation begleitet. Als Beispiel nannte MVP die Situation, in der er Vince erklären musste, was „Balling“ überhaupt bedeutet. Der Begriff beschreibt jemanden, der extrem wohlhabend ist und diesen Reichtum bewusst zur Schau stellt. Genau das sei der Kern der Figur gewesen, und diesen Kern habe MVP von Anfang an selbst mitgebracht, ohne externe Nachhilfe.

2 Kommentare

  1. MVP war ja auch eine ganze Weile ganz witzig in dem Kasperle Kostüm. Das „Burning“ Match gegen Kane zählte auch in diese Kategorie. Wünschte mir eher einen extremen Charakter wie den Boogeyman (mit seinen Regenwürmern) zurück, da kann ein Danhausen nicht mithalten.

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