Chris Jericho erklärt die WWE-Spekulationen und weshalb er jetzt nur noch „Jericho“ heißt

Chris Jericho lächelt auf der feurigen Stage
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Chris Jericho hat sich in einem ausführlichen Interview mit David Shoemaker in der „Ringer Wrestling Show“ gleich zu zwei großen Themen geäußert. Einerseits ging er auf die monatelangen Spekulationen um eine angebliche WWE-Rückkehr während seiner Free-Agent-Phase ein. Andererseits erklärte er das Konzept hinter seiner aktuellen „Jericho“-Ära bei AEW, die bewusst auf seinen Vornamen verzichtet und sich an selbstbetitelten Klassiker-Alben wie dem „Black Album“ von Metallica orientiert.

Was Jericho zu den WWE-Rückkehr-Gerüchten sagt

Auf die direkte Frage nach den hartnäckigen WWE-Rückkehr-Gerüchten während seiner Free-Agent-Phase gab Jericho keine klare Ja-oder-Nein-Antwort. Stattdessen lenkte er auf die Mechanik der Online-Fan-Kultur ab. Fans würden heute eigene Meinungen bilden, die sich schnell verbreiten und in der Wrestling-Community wie bestätigte Tatsachen behandelt würden: „Die Gerüchte sind für die Fans zur Tatsache geworden.“

Diese Formulierung sei ihm wichtig, denn er habe nie persönlich behauptet, dass die Gerüchte zur Realität geworden seien. Vielmehr habe er die Spekulationen sogar genossen, da Fans aus beiden Lagern stark involviert waren, unabhängig von der finalen Entscheidung.

Tribalismus präge nach Jerichos Einschätzung die moderne Wrestling-Berichterstattung. Auf die direkte Nachfrage, ob er tatsächlich mit anderen Promotions gesprochen habe, antwortete Jericho ausweichend, er hebe sich diese Geschichte für einen anderen Tag auf, da ihm die Spannung gefalle.

Die Indizienlage und Tony Khans parallele Aussage

Tatsächlich gab es während Jerichos Free-Agent-Phase mehrere starke Hinweise auf Verhandlungen mit der WWE. So berichtete der PWInsider-Reporter Mike Johnson Ende Dezember 2025, dass die WWE-Lizenznehmer bereits davon ausgingen, Jericho bald in ihren Produkten verwenden zu können. Zusätzlich fanden Datenforscher im Code des Spiels WWE 2K26 einen Namenseintrag für Jericho, was als deutliches Indiz für konkrete WWE-Planungen galt.

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Trotz dieser Indizien kehrte Jericho am 1. April 2026 in seine Heimatstadt Winnipeg zurück und wechselte zu AEW. Parallel dazu erklärte Tony Khan in der „Coach and Bro Show“, er habe durchgehend mit Jericho in Kontakt gestanden und dieser habe ihm klar mitgeteilt, dass er bei AEW bleiben wolle. Die Entscheidung sei bereits im Vorjahr gefallen. Damit ist klar, dass Jericho mehrere Optionen hatte und sich bewusst für AEW entschieden hat.

Warum Jericho jetzt nur noch „Jericho“ heißt

Seit seiner AEW-Rückkehr tritt Jericho ohne seinen Vornamen „Chris“ auf, also ausschließlich als „Jericho“. Diese Reduzierung sei kein Zufall, sondern bewusste Markenführung. Schon die geringe Veränderung habe online für Aufsehen gesorgt. Fans hätten sich gefragt, was hinter der Namensverkürzung steckt und welche Bedeutung sie habe.

Diese Online-Diskussion entspreche genau dem Effekt, den Jericho mit der Inszenierung erzielen wollte. Anstatt sich einen weiteren Spitznamen wie „Y2J“, „Le Champion“, „Painmaker“, „The Demo God“ oder „The Wizard“ auszudenken, wolle er sich auf die Marke „Jericho“ selbst stützen.

Mit über drei Jahrzehnten Karriere sei der Name allein bereits stark genug, um beim Publikum eigene Erinnerungen und Verbindungen zu wecken. Jericho erklärte, dass jeder bereits wisse, wer Jericho sei, und es daher keiner weiteren Spitznamen mehr bedürfe.

Die Metallica- und Beatles-Album-Vergleiche

Als konkrete Inspiration für die aktuelle Ära nannte Jericho zwei legendäre selbstbetitelte Alben aus der Musikgeschichte. Metallicas „Black Album“ aus dem Jahr 1991 sei genau wie das „White Album“ der Beatles von 1968 ein perfektes Beispiel dafür, wie ein bekannter Künstler-Name allein bereits ausreichend Aussagekraft habe. Beide Alben hätten keinen zusätzlichen Titel gebraucht, da jeder Hörer sofort wisse, worum es geht.

Genau diese Logik wende er nun auf seine Wrestling-Karriere an. Die Parallele passt auch deshalb gut, weil Jericho selbst als Sänger der Rockband Fozzy seit Jahrzehnten in der Musik-Welt aktiv ist und seinen Podcast „Talk Is Jericho“ seit 2013 betreibt. Sein Markenverständnis ist also stark von der Musikindustrie geprägt.

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Was Jerichos aktuelle Phase für seine AEW-Zukunft bedeutet

Jericho selbst beschreibt seine aktuelle Phase als bewusstes Treibenlassen, um herauszufinden, was funktioniert und was nicht. Diese Offenheit passt zu seinem Engagement bei AEW. Wie WrestleTalk berichtet, hat Jericho nach seiner Rückkehr zu AEW einen neuen, längeren Vertrag unterschrieben, was darauf hindeutet, dass er seine Wrestling-Karriere bei AEW beenden könnte. Eine spätere Aufnahme in die WWE Hall of Fame bleibt allerdings wahrscheinlich, da Jericho weiterhin als einer der prägenden Wrestler der Geschichte gilt.