Eine traurige Nachricht aus der Wrestling-Welt erreicht die Fans. Wie Eddy Mansfield, ein langjähriger Freund von Marty Jannetty, im Podcast „Monte & The Pharaoh“ bekannt gab, musste sich der frühere WWE-Star und Ex-Rockers-Mitglied einen Fuß amputieren lassen. Der Eingriff ist die Folge eines mehrjährigen Kampfes gegen eine schwere Blutvergiftung. Mansfield nutzte das Gespräch zugleich, um deutliche Kritik an WWE und Shawn Michaels zu üben, und forderte mehr Anerkennung für Jannetty.
Mansfields Ankündigung im Podcast
In dem YouTube-Format „Monte & The Pharaoh“ richtete sich Mansfield in einer direkten Botschaft an die Wrestling-Community und ihre Fans. Er und Jannetty seien seit über 40 Jahren wie Brüder. Gerade diese langjährige Freundschaft macht den Moment für Mansfield besonders schwer, in dem er bestätigen musste, dass sein Freund nun den rechten Fuß verloren hat.
Mansfield betonte, dass Jannetty einer der besten Menschen sei, die man kennenlernen könne, und einer der talentiertesten Wrestler seiner Generation. Er bat die Fans, Jannetty mit positiven Nachrichten zu unterstützen und an dessen Verdienste für das Wrestling-Business zu erinnern.
Der jahrelange Kampf gegen die Blutvergiftung
Die Amputation ist die Folge eines mehrjährigen Kampfes gegen eine Sepsis, also eine schwere Blutvergiftung, die ihren Ursprung in Jannettys lange bekannten Knöchel-Problemen hatte. Die Verletzungen stammen laut Mansfield direkt aus Jannettys Zeit im WWE-Ring. Bereits im Juli 2025 hatte Jannetty öffentlich gemacht, dass er seit drei Jahren mit der Sepsis kämpfte und Ärzte ihm zu einer Amputation rieten.
Damals lehnte er den Eingriff ab, obwohl ihm sofortige Linderung in Aussicht gestellt worden war. Über die Jahre musste Jannetty mehrfach an den Knöcheln operiert werden, das Problem ließ sich aber nicht dauerhaft lösen. Nun blieb keine andere Wahl mehr.
Mansfields scharfe Kritik an WWE und Shawn Michaels
Im Podcast richtete Mansfield deutliche Worte an WWE. „Wo zur Hölle war WWE, um Marty Jannetty zu helfen?“ Jannetty habe der Liga Millionen verdient, und jetzt könne man ihn nicht in der schwersten Zeit seines Lebens unterstützen.
Mansfield wies darauf hin, dass TKO derzeit Rekordgewinne erziele und Führungskräfte hohe Gehaltserhöhungen bekämen, während ein Mann wie Jannetty allein gelassen werde. Auch in Richtung Shawn Michaels fielen harte Worte. Mansfield erklärte, Michaels habe seinen früheren Tag Team Partner „hängen gelassen“.
Nach dem eigenen Durchbruch hätte Michaels dafür sorgen müssen, dass auch Jannetty gut weiter beschäftigt bleibt. Mansfield betonte zwar, dass er Michaels persönlich schätze, fand aber, dass dieser mehr für seinen alten Partner hätte machen können. Zum Abschluss erneuerte Mansfield seine Forderung, Jannetty endlich in die WWE Hall of Fame aufzunehmen.
Ein menschlicher Moment trotz der schweren Diagnose
Trotz der schlimmen Nachricht erzählte Mansfield auch eine berührende Alltagsgeschichte. Er habe noch am selben Tag mit Jannetty geschrieben und wie immer hätten sich die beiden gegenseitig zum Lachen gebracht. Diese Anekdote zeigt, dass Jannetty trotz der schweren Lage seinen Humor bewahrt hat. Mansfield rief die Fans dazu auf, Jannetty positiv zur Seite zu stehen und sich daran zu erinnern, dass er im Leben mehr Gutes als Schlechtes getan hat.
Karriere-Hintergrund und ein trauriger Trend
Marty Jannetty, heute 66 Jahre alt, wurde an der Seite von Shawn Michaels als The Rockers in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren zu einem der beliebtesten Tag Teams der damaligen WWF. Die Trennung der beiden im Jahr 1992, als Michaels seinen Partner im berühmten Barbershop-Window-Segment durch eine Glasscheibe warf, gilt bis heute als einer der berühmtesten Heel-Turns der WWE-Geschichte.
Während Michaels in den folgenden Jahren zum Megastar wurde, blieb Jannetty meist in der zweiten Reihe. Die jetzt bekannt gewordene Amputation reiht sich zudem in eine traurige Linie ein. Erst im vergangenen Jahr hatte der frühere WWE- und WCW-Star Buff Bagwell ein Bein oberhalb des Knies verloren, nach gesundheitlichen Problemen, die auf einen schweren Autounfall im Jahr 2020 zurückgingen.


Wenn man sieht, wer schon alles in der WWE Hall of Fame ist, dann müsste man theoretisch auch „Party Marty“ aufnehmen. Nur hat sich Marty mit seinem Verhalten im Laufe der Jahrzehnte klar disqualifiziert. Ja, das gilt auch für andere Mitglieder, aber Marty ist eine Art „Loose Cannon“ und einfach nicht mehr zu kontrollieren. Wahrscheinlich war er es noch nie, wenn man sich seine Laufbahn so anschaut. Das sein angeblich bester Freund natürlich eine Aufnahme fordert, ist natürlich verständlich.
Was das Verhältnis zwischen Marty und Shawn Michaels betrifft: Wer weiß, was hinter den Kulissen im Laufe der letzten zwanzig Jahre passiert ist. Ich meine nämlich, dass Michaels sich bei der letzten Verpflichtung von Jannetty für Marty stark gemacht hat, dieser dann aber wieder in die üblichen Muster verfallen ist. Irgendwann muss man dann eine Entscheidung treffen und diese ist dann negativ für Marty ausgegangen.
So schwierig es ist, wenn jemand gesundheitlich angeschlagen ist und nach jahrelanger Sepsis den Kampf verliert und die Amputation durchgeführt werden muss:
Die WWE als Unternehmen scheint mir nicht verpflichtet zu sein, dort zu „unterstützen“
Wenn ich es richtig lese, wurde er im März 2006 entlassen, was 20 Jahre her ist und er ein letztes Mal beim 15 Jahre RAW Jubiläum auftrat.
Er hat keine Legends Vertrag, wenn ich mich nicht irre
Muss die WWE auch bei den aktuellen Situationen Talenten wird Gehalt gekürzt, Management bekommt Rekordsummen, ist trotzdem eine Sache wichtig: MJ ist seit 19 Jahren nicht mehr bei der WWE angestellt
Ist die WWE/TKO verpflichtet, jedem ehemaligen Mitarbeiter auszuhelfen?
Sind sie da irgendwie verpflichtet?
Persönlich kann ich ja auch nicht zu den Firma gehen, wo ich vor Jahren gearbeitet habe und sagen: Ey Ex-Chef, ich brauche eine Zahnbehandlung.
Der würde mich wahrscheinlich sofort rausschmeißen.
Naja wenn du sagen wir eine Verletzung erlitten hättest (oder bleiben wir beim Zahn zb einen Zahn verloren hättest) bei der Arbeit für jenen Arbeitgeber ist dessen Versicherung selbst viele viele Jahre später noch zuständig. So ist das in Deutschland. In den USA allerdings nicht.
Was Jannetty angeht… er hatte seine Zeit bei WWE und er hat sie sich größtenteils selbst verbaut. Alkohol, Drogen, andere Ärgernisse… Vergleichbar mit dem Fall Jeff Hardy.
Darum war er auch nie so ganz groß erfolgreich, er hat sich das eben selbst verbaut. Shawn Michaels selbst hat sich noch für ihn stark gemacht bei seiner letzten Anstellung, und auch da hat Jannetty wieder Mist gebaut und das wars dann… Mit dem Background war ein Legenden Vertrag oder eine Aufnahme in die HoF auch vom Tisch. Das kann man der WWE wirklich nicht vorwerfen… hätte sich Jannetty insgesamt anders verhalten wäre sein Status wohl auch ein anderer gewesen.
Stünde er unter LEgend Vertrag hätte die WWE ihn auch unterstützt, verpflichtet dazu ist sie keines wegs, selbst bei einem Legenden Vertrag nicht im übrigen…
Jannetty hat während seiner Karriere auch eigentlich genug Geld verdient um klar zu kommen, besonders gut ist er mit dem Geld aber nicht umgegangen.
Man muss die Kirche auch mal im Dorf lassen. Keiner hat „Schuld“ an dieser Gesundheitsgeschichte, aber das Jannetty sich vor allem selbst viel verbaut hat ist nicht von der Hand zu weisen und sollte auch sein Freund wissen.
Im Wrestling Business ist es überdies schon recht einzigartig wie viele altgediente Wrestler von WWE noch weit nach ihrem Karriereende unterstüzt werden oder gar unter Vertrag stehen und Geld bekommen ohne dafür wirklich was tun zu müssen…. welch andere Wrestlingorganisation vergibt bitte Legenden Verträge dieser Art?
Mir gefällts nicht besonders wenn die WWE ständig als blutsaugende Menschenverachtende Company dargestellt wird. Dafür gibt es viel zu viele Wrestler und angestellte denen es dank WWE sehr gut geht und die selbst viele viele Jahre nach der aktiven Karriere noch auf Unterstütztung der WWE zählen können. Selbst einem Jeff Hardy hat die WWE mehrere Entzug-Rehas finanziert… nur ein Beispiel. Da gibts noch viele mehr…
Die Geschichte dieser beiden Männer wird man irgendwann über das Wrestling hinaus erzählen. Bei aller Tragik hat es auch was poetisches, wie sich Lebenswege entwickeln können. Hätte Marty etwas mehr Glück gehabt, Shawn etwas mehr Pech… wer weiß wie es gelaufen wäre. Shawn war zurecht ein Star und es war sicherlich auch nicht immer einfach für ihn, aber bei Marty waren ähnliche Talente und Schattenseiten vorhanden. Tut mir jedenfalls sehr leid für ihn. Martyd Glück ist, dass er ein Lebemann ist, der immer noch ein Lächeln übrig hat, egal wieviel Schmerz und Chaos darinterliegt. Hoffe es bleibt ihm immer erhalten.