Ronda Rousey spricht über kreative Kontrolle, WWE-Chaos und überrascht mit Aussagen zu Triple H

Ronda Rousey in Kampfhaltung
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Wenige Tage vor ihrem mit Spannung erwarteten MMA-Comeback hat Ronda Rousey in einem ausführlichen US-Interview offen über ihre WWE-Vergangenheit und ihren überraschenden AEW-Auftritt im März gesprochen. Im Mittelpunkt steht ein ungewohnt ungebremster Ton, in dem die frühere UFC-Championesse und zweifache WWE Raw Women’s Champion sowohl Vince McMahons Spätphase als auch ihre Wahrnehmung der heutigen Wrestling-Landschaft direkt einordnet.

MMA-Comeback gegen Gina Carano als Anlass

Hintergrund des aktuellen Medienauftritts ist Rouseys Rückkehr in den Octagon nach mehr als zehnjähriger MMA-Pause. Am 16. Mai 2026 wird sie im Intuit Dome in Inglewood, Kalifornien, gegen Gina Carano kämpfen. Der Kampf ist das Hauptprogramm einer Veranstaltung von Most Valuable Promotions und wird live auf Netflix übertragen.

Im Zuge der Promotion absolvierte Rousey eine breit angelegte Interviewrunde, deren Schwerpunkt ein Gespräch mit Complex News bildete. Vor diesem Hintergrund fielen ihre Aussagen zum Wrestling ungewohnt deutlich aus, da Rousey ihre Wrestling-Karriere mittlerweile als abgeschlossen betrachtet und sich neben dem Sport unter anderem ihrer Familie und neuen Projekten widmen will.

WWE-Promos als „Imitation ihrer selbst“

Im Kern ihrer WWE-Kritik steht ein Bild, das Rousey gleich zu Beginn des Interviews zeichnete. Sie habe das Gefühl gehabt, eine Imitation ihrer eigenen Person nachzuspielen. Im Wortlaut erklärte sie: „Ich hatte das Gefühl, ich würde die Imitation meiner eigenen Person nachspielen. Man merkt, wann ich meine Promos selbst schreiben durfte und wann nicht.“

Sie habe aus dieser Zeit viel gelernt und ihre Auftritte im Ring genossen, an der späten McMahon-Ära aber wenig Freude gehabt. Daneben habe es viele großartige Erlebnisse gegeben, das ändere jedoch nichts am Grundeindruck, dass die Promo-Schreibe in der WWE phasenweise hart durchredigiert worden sei.

Der zweite Run als chaotische Phase

Rouseys Rückblick auf ihre zweite WWE-Phase, die vom Royal Rumble 2022 bis zum SummerSlam 2023 reichte, fiel besonders scharf aus. Im Vergleich zu ihrer ersten Phase von 2017 bis 2019 sei dort spürbar weniger Struktur vorhanden gewesen. Demzufolge erklärte sie, dass Vince McMahon beim zweiten Mal einfach noch weiter weg und noch schwerer im Umgang gewesen sei und dass im Unternehmen viele interne Turbulenzen offen sichtbar gewesen seien.

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Jede Form der Zusammenarbeit habe sich angefühlt wie eine Verhandlung, nicht wie ein gemeinsames Projekt. Es habe wenig Kommunikation gegeben, Pläne seien in letzter Minute geändert worden, und die schiere Unruhe sei am Ende mehr Belastung als Belohnung gewesen. Rousey beschrieb diese Phase als zermürbend und nahm ausdrücklich für sich in Anspruch, sich damals immer auf einen Wechsel an der Konzernspitze gefreut zu haben.

AEW Revolution mit Marina Shafir und das „nicht jugendfrei“-Bekenntnis

Der zweite große Block des Interviews betrifft Rouseys überraschenden Auftritt bei AEW Revolution im März 2026. Dort stellte sie sich nach dem Match zwischen Marina Shafir und Toni Storm an die Seite ihrer langjährigen Freundin. Der Hintergrund ist sehr persönlich. Rousey und Shafir kennen sich seit Kindertagen aus dem Judo.

PWInsider hatte bereits zuvor berichtet, dass der AEW-Auftritt als einmalige Aktion gedacht war, um zugleich den MMA-Kampf zu bewerben und Shafir bei deren erstem AEW-Pay-per-View-Match zu unterstützen.

Genau diese Doppelfunktion bestätigt Rousey nun selbst. Was AEW für sie reizvoll macht, erklärte sie wie folgt: „Eine Sache, die ich an AEW wirklich liebe, ist, dass es nicht jugendfrei ist wie die WWE. Ich kann hinauskommen, allen den Stinkefinger zeigen und wieder verschwinden, mit meiner besten Freundin lachen und eine großartige Zeit haben.“ An diesem Abend habe sie sich deutlich weniger zensiert gefühlt als in WWE-Zeiten.

Sympathie für Triple H und die Grenzen dieser Sympathie

Auffällig differenziert fiel Rouseys Urteil über die heutige WWE-Führung aus. Während sie Vince McMahons Spätphase scharf kritisierte, hatte sie für seinen Nachfolger als Chief Content Officer ungewohnt freundliche Worte. Sie sei eindeutig im Lager von Paul „Triple H“ Levesque gewesen, der das Ruder übernehmen sollte. Sie habe gehört, dass es seit Triple Hs Übernahme deutlich besser geworden sei, leider habe sie diese Phase aber nicht mehr selbst erleben dürfen.

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Hierzu liefern mehrere US-Quellen eine wichtige Einordnung. So weist der Journalist Sean Rueter darauf hin, dass Rousey in der Vergangenheit auch die TKO Group, die Eigentümerin von WWE und UFC ist, sehr deutlich kritisiert hat. Eine Rückkehr zu TKO-WWE wäre für sie deshalb nicht zwingend angenehmer, selbst wenn Triple H weiterhin die kreative Verantwortung trägt.

Eine letzte Querverbindung liefert Stephanie McMahon, die rund um ihre eigene Hall of Fame Einführung in Las Vegas Anfang 2026 öffentlich positiv über Rousey gesprochen und ihr ausdrücklich angerechnet hatte, ihr das einzige WrestleMania-Match ihrer Karriere ermöglicht zu haben.

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