Vor der heutigen Monday Night RAW in Knoxville zeichnet sich für WWE eine ernüchternde Ticketbilanz ab. Der Branchendienst WrestleTix meldet deutlich weniger verteilte Karten als beim letzten Auftritt der WWE‑Superstars im selben Gebäude, und auch zwei weitere US-Termine der vergangenen Tage liegen klar unter dem üblichen Niveau. Erst ein Blick auf das laufende Quartal zeigt, wie das Gesamtbild für 2026 tatsächlich aussieht.
Heutiges RAW in Knoxville klar unter Vorjahresniveau
Monday Night RAW findet am Abend des 11. Mai 2026 in der Thompson-Boling Arena auf dem Campus der University of Tennessee in Knoxville statt, die in der Region auch als Food City Center vermarktet wird. Nach dem aktuellen Stand von WrestleTix wurden für die Show 9.196 Tickets verkauft. Das günstigste verfügbare Ticket im Standard-Bereich liegt bei 45,55 US-Dollar, was umgerechnet rund 39 Euro entspricht.
Die Halle bietet bei vollständiger Bestuhlung Platz für rund 21.000 Zuschauer, das WWE-Setup ist allerdings deutlich kleiner ausgelegt. Üblicherweise steigt der finale Verkaufswert in den letzten Stunden vor Beginn weiter an, weil sowohl Walk-up-Käufe an der Tageskasse als auch kurzfristige Preissenkungen erwartet werden.
Vergleich zum SmackDown 2025 fällt deutlich aus
Im direkten Jahresvergleich wirkt der Unterschied auf den ersten Blick markant. Beim letzten WWE-Termin in derselben Halle, einem Friday Night SmackDown am 30. Mai 2025, hatte das Unternehmen 14.598 Tickets verteilen können. Damit fehlen für die heutige Show nach aktuellem Stand rund 5.400 Karten zum Vorjahreswert.
Eine wichtige Einordnung verdient allerdings der Show-Typ. RAW gilt 2026 grundsätzlich als zugkräftiger als SmackDown und liegt im laufenden Jahresdurchschnitt klar darüber, was die Eins-zu-eins-Vergleichbarkeit mit einer Vorjahres-SmackDown-Show ein Stück weit relativiert. Hinzu kommt, dass der WrestleTix-Year-to-Date-Schnitt für 2026 bei 11.735 verteilten Tickets pro Show liegt. Selbst ein Ausverkauf des heutigen Setups bliebe damit unter dem aktuellen Jahresmittel.
Auch Jacksonville und Omaha mit auffälligen Schwächen
Knoxville ist nicht der einzige WWE-Termin der vergangenen Tage mit auffälligen Zahlen. Beim Friday Night SmackDown am 8. Mai 2026 im VyStar Veterans Memorial Arena in Jacksonville wurden lediglich 6.704 von 7.877 freigegebenen Tickets verteilt, ein deutlicher Rückgang gegenüber dem letzten WWE-Termin am 17. Mai 2024, der dort 10.093 Tickets erreicht hatte. Brisant an dem Ergebnis ist die Stadtlage. Jacksonville gilt seit 2019 als Heimat von AEW, sodass das Publikum dort traditionell stärker zwischen den beiden Promotions geteilt ist.
Auch die Monday Night RAW am 4. Mai 2026 im CHI Health Center in Omaha lag mit 8.347 von 9.174 verkauften Tickets klar unter dem Vorjahresvergleich vom Mai 2025 mit damals 11.606 Tickets. Drei Termine in einem so kurzen Zeitfenster mit deutlichen Rückgängen sorgen branchenintern aktuell für Gesprächsstoff.
Backlash-Fallout sorgt nicht für den erwarteten Schub
Eine zusätzliche Pointe der heutigen Knoxville-Zahlen liegt im Storyline-Kontext. RAW ist die erste Live-Show nach dem WWE Backlash 2026 Premium Live Event , das am Samstag in Tampa stattgefunden hat.
Zentrale Themen des Abends sind die Anerkennungs-Zeremonie zwischen World Heavyweight Champion Roman Reigns und seinem unterlegenen Herausforderer Jacob Fatu, die Fortsetzung der Storyline rund um Seth Rollins und Bron Breakker sowie der weitere Verlauf nach Trick Williams‘ erfolgreicher US-Title-Verteidigung gegen Sami Zayn. Solche Post-PLE-Shows ziehen üblicherweise zusätzliche Ticketkäufe an. In Knoxville scheint dieser Effekt zumindest in der Vorverkaufsphase nicht in vollem Umfang gegriffen zu haben.
Quartalsbild zeigt ein anderes Gesamtmuster
Trotz der drei genannten Schwächeshows zeichnet sich auf Quartalsebene ein deutlich anderes Bild. Nach der WrestleTix-Auswertung des Branchenportals Wrestlenomics liegt der RAW-Durchschnitt im zweiten Quartal 2026 bei 12.038 verteilten Tickets pro Show, im Vergleich zu 11.465 im Vorjahresquartal, was einer Steigerung um rund fünf Prozent entspricht.
Bei SmackDown legte der Quartalsschnitt von 10.855 auf 10.984 Tickets zu, also um etwa ein Prozent. Im PPV-Geschäft fällt das Plus mit einer Steigerung von 38.634 auf 51.046 Tickets pro Event und damit rund 32 Prozent sogar besonders deutlich aus.
Die Einzelfälle in Knoxville, Jacksonville und Omaha sind damit auffällig, beschreiben aber keinen flächendeckenden Einbruch. Vielmehr zeigt sich, dass WWE 2026 in einigen Märkten zu kämpfen hat, im Gesamtbild jedoch weiterhin leicht über dem Vorjahresniveau liegt.

Die grundsätzlichen Ticketverkäufe nehmen aktuell merkbar ab. Ob es ein reines Wrestling Problem ist? Sicher nicht. Die gesamte Unterhaltungbranche bewegt sich grad in eine Form der „Krise“. Selbst große Musiker müssen Shows canceln- oder zusammenlegen, da die Nachfrage merkbar zurückgegangen ist. Vielen fehlt mittlerweile einfach das Geld. Das macht sich auch zunehmend in den USA bemerkbar.
Merke ich bei Konzerten überhaupt nicht. Ständig muss man irgendwelchen PreSale-Codes nachlaufen, damit man vor dem offiziellen Verkauf schon Tickets bekommt. Startet der Verkauf, sind schon nur noch Restkarten über.
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Die WWE Zahlen haben zugenommen, nicht abgenommen.
Es waren jetzt ein paar vereinzelte Events die „schwach“ ausfielen, die Gesamtzahlen sind klar besser geworden im Vergleich zum vorjahr. Bei den PPVs ein Zuwachs von 32% und bei den Weeklys ein kleines Plus, aber immer noch ein Plus… und das alles trotz der enormen Preissteigerung bei den Tickets.
Es waren jetzt ein paar Events hintereinander mit schwächeren Zahlen, also innerhalb von knapp 3 Wochen. Das schürt natürlich die Sorge nach einem möglichen Trend in der Zukunft, die Quartalszahlen waren aber deutlich stärker als im Vorjahr…
Daher muss sich erstmal zeigen ob das jetzt nur kurzfristig ne kleine Schwäche war oder es ein Abwärtstrend wird.
Also… ein paar Events waren schwach, die GEsamtzahlen stark, was leider auch bedeutet das WWE mit ihrer Preissteigerung den richtigen Weg einschlug, denn trotz der enormen Preise kamen mehr Menschen zu den Events.
In dem Fall trägt der Schwung vom Jahresbeginn vermutlich. Bergab ging es, als TKO unverhohlen ihre Gier gegen die Kernzielgruppe kommunizierten, das WWE 2K Spiel mit der gleichen Haltung veröffentlicht wurde und die Wirtschaft zusätzlich durch die Iran Geschichten weiter gebeutelt wurde