Chelsea Green hat sich nach ihrem Herz-Eingriff erstmals ausführlicher zu Auslöser und Verlauf geäußert. Nachdem die frühere WWE Women’s United States Championesse zu Wochenbeginn die erfolgreiche Behandlung ihrer supraventrikulären Tachykardie bekannt gegeben hatte, lieferten neue Aussagen aus einem Interview bei Busted Open Radio nun die entscheidenden Details. Im Mittelpunkt steht dabei ein beängstigender Vorfall rund um WrestleMania 42, der nach Greens Schilderung die endgültige Diagnose erst ausgelöst hat.
WrestleMania-Vorfall als entscheidender Auslöser
Den ärztlichen Durchbruch lieferte ein Anfall, den Green während der WrestleMania-Woche erlebte. Demnach kletterte ihre Ruheherzfrequenz dabei nahezu 15 Minuten lang auf 228 Schläge pro Minute, ein Wert, der weit jenseits jedes klinisch unauffälligen Bereichs liegt. Zur Einordnung: Die normale Ruheherzfrequenz eines Erwachsenen bewegt sich zwischen 60 und 100 Schlägen pro Minute, eine SVT-Episode kann diesen Bereich auf 150 bis weit über 200 Schläge pro Minute treiben. Erst dieser Vorfall ermöglichte den Medizinern eine eindeutige Diagnose der SVT, die Green nach eigenen Angaben bereits seit rund zehn Jahren mit sich getragen hatte: „Nach zehn Jahren des Kampfes gegen diese Erkrankung haben wir meine SVT endlich in den Griff bekommen. Bei meinem letzten Anfall während der WrestleMania stieg meine Ruheherzfrequenz fast 15 Minuten lang auf 228.“
Damit wird klar, dass nicht eine reguläre Untersuchung, sondern eine medizinische Krise als Auslöser des Eingriffs fungierte.
Drei-Stunden-Eingriff bei Bewusstsein in der letzten Phase
Die Operation selbst stellte Green nach eigener Aussage vor eine ungewöhnliche Belastung. Der behandelnde Arzt Dr. Girgis arbeitete drei Stunden an ihr, wobei sie die letzte Stunde des Eingriffs bei vollem Bewusstsein erleben musste: „Gestern hat Dr. Girgis drei Stunden lang an mir gearbeitet … und ich musste die letzte Stunde des Eingriffs bei Bewusstsein bleiben!!“
Dieser Aspekt entspricht dem Standardablauf einer Catheter Ablation, der mutmaßlich angewandten Behandlungsmethode bei SVT. Dabei wird über einen Katheter das Herzgewebe lokal mit Kälte- oder Wärmeenergie behandelt, um fehlerhafte elektrische Signale zu unterbrechen. In der Schlussphase des Eingriffs werden Patienten häufig bewusst gehalten, damit die Mediziner die Reaktion des Herzrhythmus auf die behandelten Areale direkt überprüfen können. Trotz dieser Belastung verlief der Eingriff erfolgreich. Green ordnete ihn anschließend als minimalinvasive Maßnahme ein: „Zum Glück war es ein minimalinvasiver Eingriff, und ich werde schon bald wieder arbeiten können.“
Aktueller Genesungs-Status mit anhaltenden Beschwerden
Im Anschluss an den Eingriff befindet sich Green in einer streng terminierten Erholungsphase. Konkret stehen für sie zunächst ein zusätzlicher Tag Bettruhe und eine darauffolgende Woche an, in der sie es ruhig angehen lassen muss: „Ich muss mich wieder ins Bett legen. Ich muss noch einen Tag Bettruhe einhalten, und dann muss ich mich noch eine Woche lang schonen.“
Trotz des grundsätzlich positiven Heilungsverlaufs räumte sie ein, dass die körperliche Genesung nicht völlig reibungslos verläuft: „Mir geht es gut. Meine Wunden heilen, mein Herz ist schwer und mein Atem ist etwas seltsam, aber es geht mir schon besser.“
Diese körperlichen Nachwirkungen sind nach Catheter-Ablation-Eingriffen nicht ungewöhnlich. Die vollständige Heilung des Herzgewebes kann ein bis drei Monate in Anspruch nehmen, normale Alltagsaktivitäten sind in der Regel bereits nach etwa einer Woche wieder möglich.
Tatendrang und Comeback-Ideen trotz Bettruhe
Auffällig ist, dass Green bereits parallel zur Bettruhe an ihrer Wrestling-Rückkehr arbeitet. Nach eigener Aussage hat sie schon konkrete Vorschläge für die laufende WWE‑TV-Woche eingereicht und scherzte sogar darüber, sich notfalls per Telefon-Segment in eine SmackDown-Ausgabe einbringen zu können.
Damit setzt sich ihr Muster der vergangenen Monate fort. Bereits seit ihrer Knöchelverletzung Anfang Februar 2026 war Green durchgehend im WWE-TV präsent, zuletzt teils im Rollstuhl, geschoben von Alba Fyre. In der jüngsten SmackDown-Ausgabe stand sie während eines Segments mit Tiffany Stratton wieder auf eigenen Beinen. Damit lief eine erzählerische Wende parallel zu ihrer realen Doppelbelastung mit gebrochenem Knöchel und unbehandelter SVT, ein Umstand, den Green nun rückblickend selbst als bemerkenswert einordnet.
Was das für die kommenden Wochen bedeutet
Wann Green tatsächlich wieder in den Ring zurückkehren kann, ist derzeit offen. Neben der frischen Herzoperation muss sie weiterhin den im Februar erlittenen gebrochenen Knöchel auskurieren. Beide Genesungsverläufe greifen zeitlich ineinander, was eine seriöse Comeback-Prognose erschwert.
Nach den vorliegenden Details ist davon auszugehen, dass Green in den kommenden Wochen weiterhin bei SmackDown präsent bleibt, jedoch ohne aktive Ringbeteiligung.
Chelsea Green provides a health update on #bustedopen247 following her heart procedure. 💪❤️https://t.co/gbBLgQ5jLX pic.twitter.com/roSu9DSGPx
— SiriusXM Busted Open (@BustedOpenRadio) May 7, 2026

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