Jim Ross feuert gegen WWE und kündigt sein Comeback an – „Legacy Wing ist ein Witz“, Double or Nothing als nächstes Ziel

Jim Ross bei seinem Auftritt auf der Bühne

Jim Ross hat in der jüngsten Folge seines Podcasts Grilling JR mit Conrad Thompson kein Blatt vor den Mund genommen, als es um die Behandlung von Sycho Sid bei der WWE Hall of Fame 2026 ging. Sid, der im August 2024 verstorben war, wurde im Rahmen der Zeremonie lediglich in den sogenannten Legacy Wing aufgenommen. Statt einer eigenen Bühnenpräsentation gab es nur ein kurzes Video. Sids Sohn Gunnar hatte die Form der Würdigung öffentlich kritisiert. Ross schloss sich dieser Kritik vorbehaltlos an.

Wenn sein eigener Vater in die Hall of Fame aufgenommen würde, so Ross, hätte er sich die größtmögliche Bühne gewünscht. Gemessen an den Maßstäben früherer Aufnahmen sei Sid mehr als überqualifiziert für die reguläre Hall of Fame gewesen.

Klare Ansage: „Das ist ein Witz“

Über die ganze Idee des Legacy Wing fällte Ross ein vernichtendes Urteil. „Das ist ein Witz.“ Es handle sich lediglich um eine Möglichkeit, Talenten eine kleine Geste oder einen kleinen Bonus zukommen zu lassen, was bei einem mehrfachen Champion und WrestleMania-Headliner wie Sid eklatant zu wenig sei. Ein Performer dieses Kalibers hätte aus seiner Sicht in die reguläre Hall of Fame gehört.

Ross verschwieg dabei nicht, dass Sid hinter den Kulissen kein einfacher Charakter gewesen sei. Er räumte ein, dass die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen World Champion zeitweise eine echte Herausforderung war. Sid sei launisch gewesen und habe einen ausgeprägten Stolz mitgebracht, den manche als zu groß empfanden. Aus Sicht von Ross ändere das jedoch nichts an seinen sportlichen Verdiensten und seiner Bedeutung für die Branche.

Sids Werdegang spricht für Ross‘ Position

Sids Karriere unterstreicht diese Einschätzung. Er bestritt das Main Event Match bei WrestleMania VIII und WrestleMania 13, war zweifacher WWE Champion und zweifacher WCW World Heavyweight Champion und prägte als Hauptakteur den Wrestling-Boom der 1990er Jahre. Bereits in einer früheren Folge von Grilling JR hatte Ross zudem angedeutet, dass „Politik“ eine Rolle bei der späten Aufnahme gespielt habe und es eine verdammte Schande sei, dass Sid den Moment nicht mehr selbst miterleben durfte.

Trotz aller Kritik an der Form der Würdigung stellte Ross klar, dass Sids Platz in der Wrestling-Geschichte unabhängig von der WWE-Inszenierung gesichert sei: „Sids Vermächtnis wird niemals in Vergessenheit geraten.“ Diese Aussage diente weniger als Trostpflaster, sondern eher als Spitze gegen die Herangehensweise der WWE.

Siehe auch: Sid Justices Sohn rechnet nach Hall of Fame Zeremonie mit der WWE ab

Comeback-Plan: AEW Double or Nothing am 24. Mai

Den persönlichen Höhepunkt des Podcasts markierte das Update zu Ross‘ eigener Zukunft. Nach einem beängstigenden Sturz zu Hause, nach dem er stundenlang nicht aufstehen konnte, war Unklarheit aufgekommen, wann der Hall of Famer wieder am Mikrofon zu hören sein würde. Sein letzter Kommentatoren-Einsatz liegt im Januar 2026, AEW Dynasty hatte er sich selbst aus dem Programm genommen.

In seinem Podcast bestätigte Ross nun, dass „AEW Double or Nothing” fester Bestandteil seiner Planung sei. Die Veranstaltung findet am 24. Mai im Louis Armstrong Stadium in Queens, New York, statt. Ross nannte das PPV seinen nächsten festen Termin und lobte Tony Khan ausdrücklich dafür, wie unterstützend er sich während der gesamten Phase verhalten habe. Er warf die auf Social Media kursierenden Vorwürfe gegen andere Talente, die angeblich viel Geld kassieren, ohne zu arbeiten, in den Raum. Für sich selbst zog Ross genau dort die Trennlinie. Er wolle arbeiten, das sei der entscheidende Unterschied.

Bedingungen für die Rückkehr

Gleichzeitig machte Ross deutlich, dass er die Rückkehr nur unter eigenen Bedingungen antreten werde. Er müsse zunächst wieder sicher gehen können, denn er werde definitiv nicht mit einem Rollator oder einem Gehstock zum Ring schreiten. Dafür sei er, wie er selbstironisch ergänzte, schlicht zu egozentrisch. Diese Selbstauflage zeigt, dass Ross die Rückkehr nicht überstürzen wird, gleichzeitig aber ein klares Ziel für die kommenden Wochen hat.

Ross hob besonders hervor, worauf er sich bei Double or Nothing freue. Seiner Einschätzung nach werde das Match um die AEW International Championship zwischen Kazuchika Okada und Konosuke Takeshita hervorragend. Allein dieses Duell sei Grund genug, die Rückkehr ins Stadion mit besonderer Vorfreude zu erwarten.

AEW Dynamite Vorschau

Die aktuelle Ausgabe von AEW Dynamite findet am 29. April 2026 in der EagleBank Arena in Fairfax, Virginia statt und verspricht eine vollgepackte Show mit gleich mehreren Titelmatches. Insgesamt hat All Elite Wrestling sieben Matches bestätigt, darunter drei große Championship-Duelle.

Alle Matches im Überblick

AEW World Championship
Darby Allin (c) vs. Brody King

TNT Championship
Kevin Knight (c) vs. MJF

AEW International Championship
Kazuchika Okada (c) vs. Ace Austin

AEW Women’s World Tag Team Championship
Divine Dominion: Megan Bayne & Lena Kross (c) vs. Hikaru Shida & Kris Statlander

Tag Team Match
Cage & Cope vs. RPG Vice: Trent Baretta & Rocky Romero

Tag Team Match
The Brawling Birds: Alex Windsor & Jamie Hayter vs. ?

Singles Match
RUSH vs. ?

AEW Dynamite in voller Länge und mit deutschem Kommentar

Hier gibt es AEW Dynamite aus der Vorwoche in voller Länge und mit deutschem Kommentar:

4 Kommentare

  1. Mag er natürlich recht haben, aber JR ist mittlerweile auch nur noch ein Witz. Er soll endlich in Ruhestand gehen und seine Gesundheit nicht so strapazieren.

    • Der ist aber scheinbar auch mächtig frustriert, kann das sein… War für mich vielleicht der beste WWE–Kommentator aller Zeiten, fällt aber mittlerweilen auch nur durch primitive „Shoots” auf!

  2. Verstehe das mit Sid auch nicht wirklich, eine Stephanie bekommt quasi den roten Teppich ausgerollt,weil sie Tochter und Ehefrau ist und mit Ring Legenden geht man so mies um.

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