Mehrere Wochen nach ihrer Verletzung meldet sich Nikki Bella mit einem detaillierten Update zurück. In der jüngsten Folge von „The Nikki and Brie Show“ sprach sie ausführlich über ihren aktuellen Zustand. Im Mittelpunkt stand die Frage nach einem realistischen Comeback-Zeitpunkt. Die 42-Jährige nannte den Juni als Monat, in dem sie sich eine Rückkehr in den Ring vorstellen könne. Dabei richtete sie zugleich den Blick auf ein konkretes Ziel: Sie hoffe, am 27. Juni 2026 bei „Night of Champions” in Riad dabei sein zu können, um dort ihren Fans persönlich zu begegnen.
Klare Ziele: Liv Morgan und die Women’s World Championship
Während des Podcasts erhielt Nikki außerdem die Frage, welche Titel The Bellas neben den WWE Women’s Tag Team Championships als nächstes ins Visier nehmen wollen. Ihre Antwort fiel deutlich aus. Sie sprach von einer offenen Rechnung mit Liv Morgan und machte unmissverständlich klar, dass sie es auf die Women’s World Championship abgesehen habe. Zur Begründung verwies sie auf ihre Eigenheit, stets in großen Dimensionen zu denken und sich Ziele oberhalb der eigenen Komfortzone zu setzen.
Konkret stellte sie sich ein Szenario vor, in dem sie gemeinsam mit Brie und Paige als Team Bella gegen Liv Morgans Judgment Day Stable antritt. Diese Idee bezeichnete sie als geradezu perfekten Aufhänger, weshalb sie ihre Jagd auf den Belt von Morgan offen ankündigte.
Langfristige Vision: General Managerin von Raw
Über ihren erneuten Titelgewinn hinaus richtete Nikki Bella den Blick auch auf eine Zeit nach ihrer aktiven Karriere. Sie räumte ein, dass aktuell auf X intensiv darüber diskutiert wird, wann die WWE die Rollen ihrer General Manager neu besetzen sollte, und ordnete sich selbst ohne Umschweife in diese Debatte ein. Ihre Wunschposition sei klar definiert: Sie würde es lieben, eines Tages als General Managerin bei Raw zu fungieren. Damit verbindet sie zwei sportliche Großziele: einen weiteren Run als Women’s World Championesse vor Karriereende und perspektivisch eine Off-Ring-Rolle mit wöchentlichem Gewicht.
Hintergrund der Verletzung
Erinnerung an den Auslöser der aktuellen Pause: Bei der SmackDown-Ausgabe vom 27. März zog sich Nikki eine Fraktur und eine Verstauchung des linken Knöchels zu. Die Folgen waren weitreichend, denn sie musste nicht nur die kommenden TV-Wochen, sondern auch WrestleMania 42 vollständig auslassen. Ihre Schwester Brie ging stattdessen mit Paige in den Ring, die für diese Gelegenheit ein bemerkenswertes Comeback feierte. Gemeinsam gewannen die beiden die Women’s Tag Team Titel.
Während Nikki Bella ihre Rückkehr aktiv plant und über künftige Belts spricht, sorgte zur gleichen Zeit eine andere prominente Wrestlerin für Schlagzeilen, allerdings aus einem komplett anderen Anlass. Auch Jade Cargill war zuletzt nicht im SmackDown-Ring zu sehen, doch der Hintergrund hat in ihrem Fall keinerlei sportlichen Charakter.
Jade Cargill verpasst SmackDown aus persönlichem Grund
Jade Cargill fehlte in der vergangenen Woche bei SmackDown, was nach WrestleMania 42 unmittelbar Spekulationen über ihren Status bei WWE auslöste. Tatsächlich ließ sich der Hintergrund jedoch klar entkoppeln vom Booking. Wie mehrere Beiträge auf X dokumentierten, hielt sich Cargill am Freitag, dem 24. April, in Cincinnati, Ohio, auf, um der Aufnahme ihres Ehemanns Brandon Phillips in die Cincinnati Reds Hall of Fame beizuwohnen.
Phillips, der von 2006 bis 2016 als Second Baseman bei den Reds spielte und in dieser Zeit als dreifacher All-Star, vierfacher Gold-Glove-Sieger sowie einmaliger Silver-Slugger-Träger zu einem der populärsten Spieler der Franchise-Geschichte wurde, wurde gemeinsam mit Aaron Harang, Reggie Sanders und Lou Piniella am 25. April 2026 in die Hall of Fame aufgenommen.
Bemerkenswerter Zusatz: Phillips unterschrieb anlässlich der Zeremonie einen symbolischen Eintagesvertrag, um seine Karriere offiziell als Cincinnati Red zu beenden.
WrestleMania-Niederlage und das Ende einer Ära
Bei WrestleMania 42 verlor sie in der zweiten Nacht die WWE Women’s Championship an Rhea Ripley und beendete damit ihre 169 Tage andauernde Titelregentschaft. Gewonnen hatte sie den Belt im November des Vorjahres bei WWE Saturday Night’s Main Event durch einen Sieg über Tiffany Stratton, womit sie sich endgültig in der Spitze der Women’s Division etablierte.
Selbstkritisches Fazit zur eigenen Regentschaft
Seit WrestleMania 42 nutzt Cargill ihre Medienauftritte, um die eigene Regentschaft einzuordnen. Im Gespräch mit MuscleManMalcolm bezeichnete sie ihren Run als „solide“, ergänzte jedoch, dass sie sich rückblickend mehr Matches sowie tiefer ausgearbeitete Storylines gewünscht hätte. Diese Einschätzung deckt sich mit Beobachtungen vieler Fans, die der ehemaligen AEW Womens Championesse über weite Strecken eine starke Präsentation, aber zu wenige spürbare Storyline-Höhepunkte attestiert hatten.
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