Jade Cargill spricht nach WrestleMania 42 über ihr Match gegen Rhea Ripley und Kenny Omegas Move

Jade Cargill mit einem Move gegen Rhea Ripley bei WrestleMania 42

Jade Cargill richtet den Blick nach ihrer Titelniederlage bei WrestleMania 42 bereits nach vorn. Nur kurze Zeit nach dem Verlust der WWE Women’s Championship gegen Rhea Ripley macht die frühere Titelträgerin deutlich, dass sie ihre erste Regentschaft kritisch analysiert und den nächsten Anlauf auf Gold bereits anders angehen möchte.

Dabei spricht Cargill nicht nur über den verpassten Moment in Las Vegas, sondern auch über ihre innere Haltung vor dem Match, ihre Enttäuschung über die Ausgestaltung ihrer Titelzeit und einen WrestleMania-Moment, der besonders viel Aufmerksamkeit auslöst: den bewusst eingesetzten One Winged Angel.

Jade Cargill verarbeitet die Niederlage und spricht über den verpassten Moment

Nach ihrer Niederlage gegen Rhea Ripley bei WrestleMania sprach Jade Cargill beim von Netflix veranstalteten Medienbrunch offen über ihre Sicht auf das Match. Sie stellte klar, dass sie sich für diesen großen Moment auf der wichtigsten Bühne des Jahres bereit gefühlt habe. Dieses Selbstvertrauen führt sie auch auf eine prägende Erfahrung aus ihrer Anfangszeit im Wrestling zurück, als sie bei ihrem ersten AEW-Match gemeinsam mit Cody Rhodes und Shaquille O’Neal im Rampenlicht stand. Besonders in Erinnerung geblieben sei ihr dabei eine Haltung, die Shaq ihr damals sinngemäß vermittelt habe: Selbst wenn auf einer großen Bühne nicht alles perfekt laufe, dürfe man nie vergessen, wer man sei und welche Ausstrahlung man mitbringe.

Gleichzeitig machte Cargill deutlich, dass sie die Niederlage noch immer beschäftigt. In einem weiteren Interview schilderte sie, dass sie sich im entscheidenden Augenblick aus dem Konzept bringen ließ. Aus ihrer Sicht spielten dabei das grelle Licht, ein kurzer Verlust der Konzentration und eine falsche Entscheidung in der Schlussphase eine wichtige Rolle. Statt die Situation konsequent zu Ende zu bringen, habe sie den Moment nicht entschlossen genug genutzt und dadurch die Kontrolle über das Match verloren.

Selbstbewusster Blick auf das Match mit Rhea Ripley

Rhea Ripley ging mit der Einstellung in das Match, dass sie bei WrestleMania bereits mehrfach in hochgelobten Titelmatches überzeugt hatte. Vor diesem Hintergrund entstand vor dem Duell der Eindruck, dass vor allem auf Jade Cargill besonderer Druck laste. Genau diese Einschätzung sei ihr bewusst gewesen, sie habe sie jedoch nicht verunsichert, so Ripley.

Cargill machte deutlich, dass aus ihrer Sicht ein großes Match dieser Größenordnung nicht von nur einer Wrestlerin getragen werden könne. Solche Momente entstünden nur dann, wenn beide Seiten auf hohem Niveau ablieferten. Dabei verwies sie auch auf ihren WrestleMania-Auftritt im Vorjahr gegen Naomi, bei dem sie sich ebenfalls nicht nervös gefühlt habe. Dass diesmal zusätzlich ein Titel auf dem Spiel stand, habe an ihrer inneren Haltung nichts verändert. Für sie definiere nicht die Championship ihren Wert, sondern vielmehr die Art, wie sie selbst einer Championship Bedeutung verleihe.

Trotz der Niederlage bewertet Cargill ihren Auftritt nicht als Fehlschlag. Im Gespräch mit Adrian Hernandez erklärte sie, dass sie und Ripley aus ihrer Sicht genau das geliefert hätten, was in einem solchen WrestleMania-Match nötig gewesen sei.

„Ich glaube, wir haben geliefert. Ich glaube, wir haben getan, was getan werden musste. Ich glaube, wir haben am Ende des Matches den entscheidenden Schalter umgelegt, und ich glaube, wir haben es stark zu Ende gebracht.“

Ihre erste Titelregentschaft erfüllt nicht alle Erwartungen

Cargill selbst macht kein Hehl daraus, dass sie sich von ihrer Zeit als Champion mehr erhofft hatte. Nicht der Titel an sich habe ihr gefehlt, sondern die Möglichkeit, häufiger zu wrestlen, mehr intensive Duelle zu bestreiten und sich stärker an anspruchsvollen Aufgaben zu messen. Genau deshalb beschreibt sie diese erste Titelphase rückblickend als eine Art Probelauf und kündigt an, beim nächsten Mal anders auftreten zu wollen.

Cargill machte deutlich, dass sie sich von ihrer Regentschaft deutlich mehr erhofft hatte. Sie hätte gern häufiger im Ring gestanden, mehr intensive Duelle bestritten und sich noch konsequenter in anspruchsvolle Herausforderungen gestürzt. Genau diese Elemente habe sie sich von ihrer Zeit als Champion versprochen, doch in dieser Form habe sich das für sie nicht erfüllt. Rückblickend betrachtet sie diese erste Titelphase deshalb als eine Art Probelauf und kündigte an, dass sie einen nächsten Run ganz anders angehen werde.

Der „One Winged Angel“ als bewusst gesetztes WrestleMania-Statement

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte ein Moment gegen Ende des WrestleMania-Matches, als Cargill Kenny Omegas berühmte „One Winged Angel“-Moves zeigte. Die WWE-Kommentatoren bezeichneten die Aktion als „Sandstorm“. Online entwickelte sie sich zu einem der meistdiskutierten Momente des gesamten Matches.

Im Interview wurde sie direkt gefragt, ob sie den Move bewusst für eine ganz große Bühne wie WrestleMania aufgehoben habe. Cargill bestätigt genau das und betont, dass neue Elemente in ihrem Repertoire für sie nur dann Sinn ergeben, wenn der Zeitpunkt und die Bedeutung des Moments stimmen.

Dass dieser Spot als bewusstes Statement gedacht war, wird dadurch zusätzlich unterstrichen, dass Kenny Omega die Aktion öffentlich positiv bewertet hat. Berichte dazu verweisen auf eine Reaktion Omegas auf X, in der er die Verwendung seines Moves als Kompliment einstuft.

Siehe auch: Hintergründe zu WrestleMania 43: Gescheiterte US-Pläne, Millionenförderung und Rückkehr nach Saudi-Arabien

1 Kommentar

  1. „Gleichzeitig machte Cargill deutlich, dass sie die Niederlage noch immer beschäftigt. In einem weiteren Interview schilderte sie, dass sie sich im entscheidenden Augenblick aus dem Konzept bringen ließ. Aus ihrer Sicht spielten dabei das grelle Licht, ein kurzer Verlust der Konzentration und eine falsche Entscheidung in der Schlussphase eine wichtige Rolle.“

    Also…. man möge mich für verrückt halten, aber ich glaube das sie das Match verloren hat weil das im Script so festgelegt war.

    Wen will sie denn hier für dumm verkaufen? Jade… du magst relativ neu im Wrestlingbusiness sein, aber das die Matches abgesprochen sind weiß mittlerweile jeder Zuschauer, selber der 5 jährige Junge der in der ersten Reihe seine Idole anhimmelt weiß das schon.

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