Cody Rhodes wohl ohne Gehirnerschütterung – WWE streicht Storyline nach Fan-Kritik

Cody Rhodes steht mit versteinertem Blick im Backstagebereich

Zwei Entwicklungen rund um den Main Event von WrestleMania 42 zwischen Cody Rhodes und Randy Orton beschäftigen die Wrestling-Welt weiterhin. Dave Meltzer vom „Wrestling Observer“ liefert ein erstes Update zum Verletzungsstatus von Rhodes. Zudem hat die WWE laut Berichten auf die massive Fan-Kritik an der McAfee-Einbindung reagiert.

Keine Fraktur, aber Freigabe für Backlash noch unklar

Wie bereits hier berichtet, zog sich Cody Rhodes beim Main Event von WrestleMania 42 Nacht 1 eine Verletzung am linken Jochbein zu. Der Schlag durch Randy Orton, der die Verletzung auslöste, war in der TV-Übertragung deutlich zu erkennen, und Rhodes‘ sichtlich geschwollenes Auge nach dem Match ließ zunächst Schlimmeres befürchten.

Die WWE stufte ihn anschließend ins Gehirnerschütterungsprotokoll ein, was dazu führte, dass er seinen geplanten Auftritt beim WWE-World-Fan-Event am Folgetag absagen musste. Meltzer berichtete jedoch unter Berufung auf seine Quellen, dass diese Maßnahme als reine Vorsichtsmaßnahme der WWE-Verantwortlichen einzuordnen sei. Demnach gehen die Befragten aktuell nicht davon aus, dass Rhodes tatsächlich eine Gehirnerschütterung erlitten habe. Die Einstufung ins Protokoll sei ein standardisierter Schutzmechanismus gewesen, der nicht zwangsläufig auf eine tatsächliche Gehirnerschütterung hindeutet.

Zur Verletzung am linken Auge berichtete Meltzer, dass diese zum Zeitpunkt seiner Berichterstattung noch nicht vollständig untersucht worden sei. Die vorläufige Einschätzung sei jedoch positiv: Es gebe keine Fraktur der Augenhöhle, die schwerwiegend genug wäre, um Rhodes für längere Zeit außer Gefecht zu setzen. Das ist angesichts der Heftigkeit des Vorfalls im Ring eine vergleichsweise erfreuliche Nachricht.

Zudem meldete sich Cody Rhodes selbst in seiner Instagram-Story zu Wort und veröffentlichte ein kurzes Update, das er von den behandelnden Ärzten erhalten hatte. Demnach teilten sie ihm mit, dass er sein Auge nicht verlieren werde. Rhodes beschreibt diese Mitteilung als die positivste und zugleich absurdeste, die er je in einer Arztpraxis gehört hat.

Trotz dieser Meldung bleibt eine zentrale Frage offen: Wird Rhodes rechtzeitig die ärztliche Freigabe für das „Backlash“-Pay-per-View am 9. Mai erhalten? Dies ist derzeit noch unbekannt. Angesichts des knappen Zeitrahmens zwischen WrestleMania und Backlash dürfte die vollständige medizinische Untersuchung in den kommenden Tagen Aufschluss darüber geben, wie es für den amtierenden Undisputed WWE Champion weitergeht.

WWE streicht McAfee-Storyline nach negativer Reaktion

Parallel dazu zeichnet sich ab, dass die WWE auf die breite Kritik an der Einbindung von Pat McAfee in die Rhodes-Orton-Fehde reagiert hat. Die Präsenz des ehemaligen Kommentators im Umfeld des WrestleMania Main Event Matches war von Teilen der Fanbasis und Branchenveteranen bereits in den Wochen zuvor kritisch bewertet worden. Das tatsächliche WrestleMania-Geschehen, das chaotische Einmischungen und ein unübersichtliches Ende umfasste, verstärkte diese Kritik nochmals deutlich.

Nach Darstellung von Meltzer soll WWE intern auf die massiv negative Resonanz der Fans reagiert und den ursprünglich angedachten Story-Verlauf fallen gelassen haben. Zwar sei Jelly Roll bei der Show vor Ort gewesen und habe seinen Part erfüllt, im entscheidenden Schlussabschnitt habe er jedoch keine Rolle gespielt. Aus dem tatsächlichen Finish habe sich laut dieser Einschätzung zudem kein klarer Aufbau für ein mögliches Tag Team Match ergeben.

Backlash-Pläne offenbar vom Tisch

Berichten zufolge hatte die WWE intern ein Tag Team Match bei Backlash geplant, in dem Randy Orton und Pat McAfee gemeinsam gegen Cody Rhodes und Jelly Roll angetreten wären. Dieses Szenario gilt nach den Ereignissen des WrestleMania-Wochenendes nun als unwahrscheinlich.

McAfee hatte in seiner eigenen Show bereits öffentlich erklärt, seine Wrestling-Karriere für beendet zu halten, nachdem Orton den Titel nicht gewann. Damit ist ein wesentliches Element der geplanten Fehden-Fortsetzung weggefallen.

Orton selbst ging bei WrestleMania 42 leer aus, wobei Bodyslam berichtete, dass ein Titelgewinn für den 46-Jährigen ursprünglich tatsächlich als Option in der Planung stand, bevor die WWE in den letzten Wochen vor der Show umschwenkte.

Im Duell selbst setzte Orton Rhodes nach dem Ende des Matches mit einem Punt Kick außer Gefecht und verließ die Arena als bedrohliche Figur. Das deutet auf eine Fortsetzung der Rivalität hin, allerdings offenbar ohne McAfee.

Fehde geht weiter, aber anders als geplant

Wie es in der Rhodes-Orton-Storyline nach WrestleMania 42 konkret weitergeht, ist damit noch offen. Die kreative Neuausrichtung nach dem McAfee-Aus wird in den kommenden Wochen deutlicher werden. Dabei ist entscheidend, ob Rhodes fit genug ist, um die Fehde zeitnah fortzusetzen. Dies hängt maßgeblich von den medizinischen Ergebnissen der nächsten Tage ab.

Siehe auch: Randy Orton wäre bei WrestleMania fast Champion geworden, ursprüngliche Storyline-Idee und wie Cody Rhodes sein Auge verletzte

1 Kommentar

  1. Für mich persönlich wirkte die ganze Story so wie sie jetzt durchgeführt wurde noch unsinniger. Ich hab’s schlicht nicht geschnallt. Vielleicht raff ich es nicht? Und eigentlich sollen wir uns ja einfach unterhalten lassen, das hatte für mich aber null Unterhaltungswert. Wie ging’s euch?

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