Paul „Triple H“ Levesque hat sich bei „What Do You Wanna Talk About?“ gemeinsam mit Cody Rhodes zu mehreren persönlichen und kontrovers diskutierten Themen geäußert. Dabei ging es sowohl um den bekannten Thron-Moment bei AEW Double or Nothing 2019 als auch um Kritik an Rhodes sowie die Mentalität einiger WWE-Talente. Seine Aussagen liefern Einblicke in persönliche Einschätzungen und interne Wahrnehmungen.
Rückblick auf den Thron-Moment
Cody Rhodes sprach an, dass Triple H ihn nach seiner Rückkehr zur WWE nie auf den bekannten AEW-Moment angesprochen habe, bei dem er im Jahr 2019 bei der Veranstaltung AEW Double or Nothing 2019 einen Thron zerstörte. Diese Szene war bewusst an das ikonische Einlauf-Requisit von Triple H angelehnt und wurde damals von vielen als klarer Seitenhieb auf ihn und die WWE interpretiert. Der Moment entwickelte sich schnell zu einem der prägendsten Bilder in der Anfangsphase von AEW und wurde häufig als Symbol für den Wettbewerb zwischen den beiden Promotions gesehen.
Trotz dieser öffentlichen Wirkung blieb das Thema zwischen Rhodes und Triple H persönlich unangesprochen. Triple H machte deutlich, dass er die Aktion nicht als Angriff gegen sich gewertet habe. Stattdessen ordnete er sie als Teil von Rhodes’ Versuch ein, sich außerhalb der WWE neu zu positionieren und bewusst Aufmerksamkeit zu erzeugen. Aus seiner Sicht handelte es sich dabei um einen typischen Schritt im Wrestling-Geschäft, bei dem Performer gezielt auffällige und provokante Aktionen nutzen, um sich einen Namen zu machen und ihre eigene Marke zu stärken. Die Szene habe er daher eher als kreativen Ausdruck dieses Ansatzes gesehen und nicht als etwas, das persönlich gegen ihn gerichtet war.
Kein persönlicher Konflikt zwischen Triple H und Rhodes
Er erklärte zudem, dass er bei ernsthaften Problemen direkt reagiert hätte. „Glaub mir, wenn ich gedacht hätte, dass da böse Absicht im Spiel war – und vielleicht war das damals ja indirekt der Fall, ich weiß es nicht, aber wenn ich ernsthafte böse Absicht vermutet hätte, hätte ich dich angerufen und gesagt: ‚Hey, Mann, ist zwischen uns alles in Ordnung?‘ “, sagte Triple H.
Triple H bewertete auch den Karriereweg von Cody Rhodes insgesamt positiv und machte deutlich, dass dessen Abschied von der WWE für ihn eine besondere Bedeutung hatte. Aufgrund seiner engen Verbindung zu Rhodes’ Vater habe er auch zu Cody selbst immer eine persönliche Nähe gespürt. Entsprechend sei es für ihn nicht einfach gewesen, dessen Weggang mitzuerleben.
Gleichzeitig ließ er erkennen, dass er diesen Schritt im Nachhinein als wichtigen und richtigen Teil von Rhodes’ Entwicklung betrachtet. Aus seiner Sicht musste Rhodes die WWE verlassen, um sich außerhalb des Unternehmens einen eigenen Namen aufzubauen, an Profil zu gewinnen und seinen Marktwert zu steigern. Dieser Weg habe letztlich dazu geführt, dass Rhodes zu einem noch gefragteren und bedeutenderen Namen wurde, den die WWE später unbedingt zurückholen wollte.
Kritik an Mentalität mancher WWE-Talente
Triple H nutzte das Gespräch auch, um grundsätzliche Kritik an bestimmten Verhaltensweisen im Locker Room zu äußern. Dabei ging es ihm vor allem um die Erfahrung, die er im Laufe seiner langen Karriere gesammelt hat, und um den Unterschied in der Wahrnehmung zwischen erfahrenen Persönlichkeiten und jüngeren Talenten. Aus seiner Sicht sei es mitunter frustrierend, zu beobachten, wie Nachwuchswrestler bestimmten Situationen eine große Bedeutung beimessen, obwohl diese langfristig kaum eine Rolle spielen.
Besonders kritisch sieht er die Tendenz, sich an kleinen Details festzubeißen. Er erklärte, dass sich manche Talente mental und emotional stark an Themen aufreiben, die bereits kurze Zeit später keine Relevanz mehr haben. Dadurch gerieten häufig größere Chancen und wichtige Entwicklungen in den Hintergrund, weil der Fokus zu sehr auf nebensächlichen Aspekten lag. Aus seiner Sicht verlieren sich viele im Kleinen, während die wirklich entscheidenden Dinge aus dem Blick geraten.
Deutliche Worte zur Kritik an Cody Rhodes
Abschließend stellte sich Triple H deutlich hinter Cody Rhodes und wies die anhaltende Kritik an seiner Person klar zurück. Dabei machte er deutlich, dass Rhodes’ Karriereweg alles andere als einfach gewesen sei und er sich über Jahre hinweg mit entsprechenden Vorwürfen auseinandersetzen musste. Solche Zuschreibungen, die seinen Erfolg auf seine Herkunft reduzieren, hielt Triple H für unbegründet und nicht gerechtfertigt.
Gleichzeitig hob er Rhodes’ Arbeitseinstellung besonders hervor. Er betonte, dass dessen Erfolg nicht zufällig zustande gekommen sei, sondern das Ergebnis von harter Arbeit, Engagement und einem hohen Maß an Professionalität sei. Aus seiner Sicht gehört Rhodes zu denjenigen Talenten, die sich ihren Platz im Unternehmen durch Einsatz und Hingabe selbst erarbeitet haben.
„Du hast dir das redlich verdient, und noch viel mehr. Du gehörst zu den fleißigsten Leuten in der Umkleidekabine – du willst, dass alles stimmt, und lässt nichts unversucht. Du denkst ununterbrochen darüber nach. Du bist so engagiert, und dabei geht es nie nur um dich – es geht um das Unternehmen und das Produkt als Ganzes, was die Zusammenarbeit mit dir zu einem Traum macht.“
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