AEW World Champion Maxwell Jacob Friedman hat sich im Podcast von LNG Productions ausführlich zu internen Themen seiner Promotion geäußert. Dabei kritisierte er sowohl verpasste Chancen als auch strukturelle Entscheidungen rund um Pay-per-Views.
Verpasste Chance: MJF fordert Dokumentation über die „Wednesday Night Wars“
Im Verlauf des Gesprächs sprach MJF über eine aus seiner Sicht bedeutende verpasste Möglichkeit im Umgang mit der eigenen Unternehmensgeschichte. Dabei ging es konkret um die sogenannte Rivalität zwischen AEW Dynamite und WWE NXT, die als „Wednesday Night Wars“ bekannt wurde.
Er machte deutlich, dass diese Phase nicht nur sportlich, sondern auch geschäftlich großes Potenzial geboten habe. Besonders betonte er, dass er diese Idee intern bereits persönlich eingebracht habe und sie sogar direkt bei Tony Khan angesprochen wurde.
Er machte deutlich, dass er innerhalb von AEW eine verpasste Gelegenheit sieht. Seiner Ansicht nach hätte das Unternehmen längst eine Dokumentation über die „Wednesday Night Wars“ produzieren sollen, eine Idee, die er nach eigenen Angaben auch bereits bei Tony Khan angesprochen hatte. Dabei betonte er, dass AEW diese Phase letztlich für sich entscheiden konnte und inzwischen sogar Talente im Kader hat, die damals auf der Gegenseite standen, was ein solches Projekt aus seiner Sicht besonders interessant machen würde.
MJF verwies darauf, dass AEW heute über zusätzliche Perspektiven verfügt, da inzwischen Talente im Kader stehen, die beide Seiten dieser Rivalität erlebt haben. Dadurch hätte eine solche Dokumentation aus seiner Sicht eine noch größere erzählerische Tiefe.
Kritik an wirtschaftlichen Entscheidungen
Neben dem kreativen Aspekt hob MJF auch die wirtschaftliche Dimension hervor. Für ihn stellt das Ausbleiben eines solchen Projekts nicht nur eine verpasste Storytelling-Chance dar, sondern auch ein klares Versäumnis im Hinblick auf mögliche Einnahmen: „Wir lassen so viel Geld auf dem Tisch liegen. Das ist absolut unglaublich.“
Die „Wednesday Night Wars“ gelten bis heute als prägende Phase des modernen Wrestlings. Seit 2019 standen sich AEW Dynamite und WWE NXT im direkten Quoten-Duell gegenüber, bis sich AEW langfristig durchsetzen konnte und NXT schließlich den Sendeplatz wechselte. Die Auswirkungen dieser Zeit sind bis heute Gegenstand intensiver Diskussionen innerhalb der Fan-Community.
Kritik an Pay-per-View-Struktur: Zu viele Matches, zu lange Shows
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Aussagen lag auf der Struktur der AEW-Pay-per-View-Veranstaltungen. MJF äußerte deutliche Kritik an der Länge der Shows und an der Anzahl der Matches.
Seine Kritik richtete sich direkt an Tony Khan und dessen Booking-Ansatz. Dabei machte er klar, dass die langen Events aus seiner Sicht das Erlebnis für das Live-Publikum negativ beeinflussen.
In diesem Zusammenhang kritisierte MJF die aus seiner Sicht zu lange Dauer der Veranstaltungen deutlich und wählte drastische Worte. Sinngemäß erklärte er, dass die hohe Anzahl an Matches dazu führe, dass das Publikum bereits völlig erschöpft sei, wenn er selbst in den Ring steige. Die Zuschauer seien zu diesem Zeitpunkt ausgelaugt und kaum noch aufnahmefähig, was die Atmosphäre im Stadion spürbar beeinträchtige.
Er führte weiter aus, dass genau in diesem Moment seine Aufgabe beginne. Sobald seine Musik einsetze, müsse er alles daransetzen, die Fans wieder emotional abzuholen und zurück ins Geschehen zu bringen. Seiner Darstellung nach lässt er dem Publikum dabei keine andere Wahl, als sich erneut auf das Match einzulassen und die Intensität wieder aufzubauen.
Klare Vorstellung: Weniger Matches, stärkerer Effekt
MJF stellte im Anschluss seine eigene Vorstellung dar, wie Pay-per-Views strukturiert sein sollten. Für ihn liegt der Schlüssel in einer klareren, kompakteren Präsentation:
„Wenn du mich fragst: ‚Hey, Max, wärst du lieber bei einer Veranstaltung dabei, die verdammte sechs Matches hat, oder bei einer mit 30?‘, dann lautet meine Antwort: verdammte sechs.“
Trotz seiner deutlichen Kritik machte MJF auch klar, dass er Tony Khan in einem Punkt Anerkennung zollt. Er betonte, dass AEW großen Wert darauf legt, den Zuschauern möglichst viel Inhalt zu bieten und ihnen ein umfangreiches Erlebnis zu liefern.
Gleichzeitig unterstrich er, dass aus seiner Sicht dennoch eine bessere Balance notwendig sei. Er erklärte, dass eine klar strukturierte und kompaktere Show langfristig mehr Wirkung entfalten könne. Dabei nannte er auch eine konkrete Vorstellung und führte aus, dass er rund acht Matches pro Veranstaltung für ideal halte, da diese Anzahl seiner Meinung nach dafür sorgen würde, dass die Qualität stärker wahrgenommen und von den Fans höher geschätzt wird.
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