WWE Hall of Famer Mick Foley hat sich am 18. März 2026 erneut öffentlich zur US-Einwanderungspolitik und zur Behörde ICE geäußert. In einem Video auf seinem YouTube-Kanal nahm er Bezug auf die Reaktionen rund um AEW Dynamite Anfang Februar und formulierte seine Kritik deutlich ausführlicher. Seine Aussagen zeigen, dass seine Haltung über die ursprüngliche Wrestling-Diskussion hinausgeht und ein breiteres gesellschaftliches Thema betrifft.
Dynamite-Chants lösen Debatte aus
Ausgangspunkt der aktuellen Diskussion war eine Szene bei AEW Dynamite am 4. Februar in Las Vegas. Kurz vor dem Main Event chanteten Zuschauer lautstark „F*** ICE“, was schnell große Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken erzeugte. Der Moment verbreitete sich innerhalb kurzer Zeit im Internet und sorgte für zahlreiche Reaktionen.
Mick Foley unterstützte diese Szene anschließend öffentlich und machte deutlich, dass er die Botschaft hinter den Chants teilt. Bereits damals positionierte sich der WWE Hall of Famer klar und ließ erkennen, dass seine Meinung über den konkreten Wrestling-Moment hinausgeht.
Foley richtet sich gezielt an bestimmte Zuschauergruppen
Mehr als einen Monat nach den Ereignissen meldete sich Foley erneut zu Wort und formulierte seine Haltung ausführlich in einem Video. Dabei machte er deutlich, dass sich seine Botschaft bewusst an Menschen richtet, die bereit sind, ihre Sichtweise zu hinterfragen: „Hallo zusammen. Hier ist Mick Foley, die Hardcore-Legende, und dies ist ein ehrlicher und aufrichtiger Versuch, mit Republikanern und Unabhängigen zu sprechen, die noch nicht so festgefahren sind, dass sie nicht mehr selbst denken können.“
Er erklärte, dass er sich nicht an Personen richtet, die ihre Meinung bereits endgültig gefestigt haben. Stattdessen wolle er diejenigen ansprechen, die offen für neue Perspektiven sind und bereit sind, bestehende Ansichten zu überdenken.
Zweifel an Umfragen und persönliche Erfahrungen
Im weiteren Verlauf griff Foley Umfragewerte auf, die er gesehen hatte, und stellte deren Aussagekraft infrage. Dabei äußerte er Zweifel daran, dass ein signifikanter Teil der Bevölkerung die aktuellen Maßnahmen von ICE unterstützt: „Ich spreche zu gutherzigen, vernünftigen Menschen, die nicht glauben können, dass der Umgang mit Einwanderern in diesem Land richtig ist. Ich habe einen TV-Sender gesehen, der sagte, 65 % der Amerikaner glauben, ICE sei zu weit gegangen… Aber ich dachte nur: Moment – 35 % der Bevölkerung sind dafür? Es tut mir leid, aber das kann ich nicht glauben. Ich weigere mich, das zu glauben.“
Foley bezog sich in diesem Zusammenhang auch auf eigene Erfahrungen aus seiner Karriere und seinen Reisen. Er erklärte, dass das Bild, das durch solche Zahlen vermittelt wird, nicht mit den Begegnungen übereinstimme, die er selbst gemacht habe. Seine Argumentation formulierte er dabei bewusst als Appell an gemeinsame Werte: „Ich weiß, wer ihr seid. Als ich zu kämpfen hatte, wart ihr die Menschen, die mich in eurem Gästezimmer schlafen ließen… Ihr wart die Leute mit MAGA-Cap, die mir trotzdem den Weg erklärt haben, wenn mein GPS nicht funktionierte. Nein, wir sind alle besser als das. Ich sage das nicht herablassend. Ich sage das, weil ich es weiß.“
Deutlicher Appell und klare Kritik an Maßnahmen
Zum Abschluss seiner Stellungnahme ging Foley auf konkrete Aspekte der Einwanderungspolitik ein, die er kritisch sieht, und verband diese mit einem direkten Aufruf an die Öffentlichkeit. Dabei betonte er, dass es möglich sei, seine eigene Meinung zu überdenken und zu verändern: „Es ist okay zuzugeben, dass man früher etwas unterstützt hat und es heute nicht mehr tut… Der beste Zeitpunkt, etwas zu sagen, wäre früher gewesen. Der Zweitbeste ist jetzt. Amerika ist besser, als Senioren mit Kabelbindern festzusetzen. Amerika ist besser, als Landarbeiter zu jagen… Wir sind besser, als Menschen allein wegen ihrer Sprache oder Hautfarbe Angst einzujagen. Donald Trump liest Umfragen. 35 % sind schlecht. Ich glaube, die echte Zahl liegt näher bei zehn. Bitte bewirkt etwas, indem ihr eure Stimme nutzt.“
Diese Aussagen verdeutlichen, dass Foley seine Kritik nicht als einmalige Reaktion versteht. Vielmehr nutzt er seine Plattform, um sich wiederholt und ausführlich zu äußern.
Stellungnahme geht über Wrestling hinaus
Die aktuelle Wortmeldung zeigt, dass Foleys Reaktion auf die Ereignisse bei AEW Dynamite im Februar keine isolierte Äußerung war. Seine erneute Stellungnahme macht deutlich, dass er weiterhin an seiner Position festhält und seine Sichtweise nun umfassender darlegt.
Damit rückt das Thema deutlich über den ursprünglichen Wrestling-Kontext hinaus und wird zu einer breiteren gesellschaftlichen Diskussion, in der sich Foley klar positioniert.
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