Im Rahmen seiner einjährigen WWE-Abschiedstour unter dem Motto „The Last Time Is Now“ im Jahr 2025 bestritt John Cena insgesamt 36 Termine. Die Tour war von Beginn an als bewusst begrenztes Kapitel seiner aktiven Karriere angelegt und führte ihn noch einmal in zahlreiche Arenen, in denen er über Jahre hinweg prägende Momente erlebt hatte. Für viele langjährige Zuschauer stand dabei nicht nur der Abschied selbst im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, welche Rivalitäten aus Cenas Vergangenheit ein letztes Mal aufgegriffen werden würden.
Besonders häufig wurde in diesem Zusammenhang der Name Adam „Edge“ Copeland genannt. Die beiden Superstars prägten über Jahre hinweg das WWE-Geschehen mit intensiven Duellen, Titelmatches und persönlichen Storylines, die zu den markantesten Auseinandersetzungen ihrer Generation zählen. Seit Copeland jedoch bei AEW aktiv ist, schien ein erneutes Aufeinandertreffen organisatorisch und vertraglich deutlich komplizierter zu werden.
Dennoch hofften viele Fans, dass im Rahmen einer Abschiedstour, die ausdrücklich als letztes großes Kapitel angekündigt wurde, noch einmal eine Ausnahme möglich sein könnte. Dieses Match kam jedoch nicht zustande. Nun hat Cena ausführlich erläutert, warum es dazu nicht kam, welche Rahmenbedingungen seine Tour bestimmten und wie das Verhältnis zwischen ihm und Copeland heute ist.
Zuvor hatte Tony Khan bestätigt, dass es während Cenas letzter aktiver Phase bei WWE keinen Kontakt seitens der WWE gegeben habe, um Copeland für ein gemeinsames Match zu verpflichten. Damit blieb die Frage offen, ob es hinter den Kulissen Gespräche zwischen den beiden langjährigen Rivalen gab. Cena stellte nun klar, dass der persönliche Kontakt nie abgebrochen sei: „Ich spreche ständig mit Adam. Ich habe großen Respekt vor ihm. Wir bezeichnen uns gegenseitig als „alter Schuh“, weil Adam einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen hat.“
Nur 36 Termine: Warum Cena Prioritäten setzen musste
In einem Interview mit Joe Baiamonte von SI.coms The Takedown, sprach Cena offen über die begrenzte Anzahl seiner Auftritte und die damit verbundenen Entscheidungen. Er machte deutlich, dass seine Abschiedstour von Anfang an klar strukturiert war und nicht alle gewünschten Konstellationen realisiert werden konnten: „Ich glaube, wir beide haben verstanden, dass es sich dabei um eine Art Abschiedstournee handelt, das gehört zum Sport-Entertainment-Geschäft dazu“, begann Cena. „Aber andererseits hatte ich nur 36 Termine. Ich kann nicht mit jedem arbeiten. Mann, ich hatte jede Menge Spaß mit (Great) Khali, mit all meinen Gegnern. Mit Shawn Michaels, Triple H, Batista. Wir hätten einfach alle möglichen Leute durchgehen können. Ich hätte nicht genug Zeit gehabt, um Ihnen alle zu nennen, gegen die ich antreten wollte.“
Auch in einem weiteren Gespräch betonte er die Begrenzung seines Kalenders und die Notwendigkeit, Prioritäten zu setzen: „Wir beide feiern eine lange Karriere in einem wunderbaren Geschäft. Deshalb spreche ich oft mit ihm. Ich glaube, wir beide haben verstanden, dass es sich dabei um eine Art Abschiedstournee handelt, wie es im Sport- und Unterhaltungsgeschäft üblich ist. Aber ich hatte nur 36 Termine. Ich kann nicht mit jedem zusammenarbeiten.“
Hommagen statt letztes Duell
Obwohl es zu keinem finalen Match zwischen Cena und Copeland kam, versuchte der mehrfache World Champion, seinen langjährigen Weggefährten auf andere Weise zu würdigen. Während seines letzten SmackDown-Matches in Chicago im September führte Cena einen Spear als Hommage an Copeland aus. Copeland revanchierte sich später bei AEW All Out in Toronto mit dem „Five Knuckle Shuffle“.
Cena erklärte, dass ihm diese symbolischen Gesten wichtig waren, um seine Wertschätzung auszudrücken: „Ich habe mein Bestes getan, um denen, mit denen ich nicht im Ring stehen konnte, meinen Respekt zu zollen, indem ich einige Hommagen und Momente inszenierte, um ihre Beiträge zu meinem Leben zu würdigen.“
Respekt bleibt, auch ohne Abschiedsmatch
Ein gemeinsames Abschiedsmatch im WWE-Ring fand letztlich nicht statt. Dennoch machte Cena deutlich, dass der gegenseitige Respekt ungebrochen ist und die Verbindung über Jahre gewachsen bleibt: „Wir bleiben wie ein altes Paar Schuhe. Als wir zum ersten Mal in den Ring stiegen, fühlte es sich einfach richtig an. Und das ist wirklich selten.“
Damit bleibt das erhoffte letzte Kapitel im Ring zwar ungeschrieben, doch die gemeinsame Geschichte von John Cena und Adam Copeland ist und bleibt ein fester Bestandteil ihrer Karrieren, die über Jahre hinweg eng miteinander verknüpft waren.
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