Der Undertaker hat sich erneut öffentlich zur Entwicklung des modernen Pro-Wrestlings geäußert und dabei deutliche Worte über die heutige Generation von WWE-Talenten gefunden. In einer aktuellen Ausgabe seines Podcasts „Six Feet Under“ sprach der langjährige WWE-Star offen darüber, welche Eigenschaften seiner Meinung nach im heutigen Wrestling häufiger fehlen.
Im Mittelpunkt seiner Aussagen steht das Thema Durchhaltevermögen. Aus seiner Sicht war es in früheren Generationen üblich, dass Wrestler auf besonders harte Weise auf das Geschäft vorbereitet wurden. Dabei ging es laut ihm darum, nur diejenigen durchkommen zu lassen, die sowohl körperlich als auch mental den Anforderungen gewachsen sind. Dazu sagte er: „Ich glaube, bei Bill DeMott und Al Snow war das seit Generationen so üblich. Ob es richtig oder falsch war, sie versuchten, die Schwachen auszusortieren. Denn man kann hier nicht herkommen und schwach sein. Die Arbeit ist körperlich und mental zu hart – daher kam das.“
Entwicklung des Systems durch Performance Center und Rekrutierung
Gleichzeitig stellte der Undertaker klar, dass er die Weiterentwicklung der WWE-Ausbildung grundsätzlich respektiert. Besonders hob er die Rolle des WWE Performance Centers hervor sowie die gezielte Verpflichtung von Athleten aus anderen Sportarten. Dennoch sieht er in der heutigen Generation laut eigener Einschätzung ein mögliches Defizit im mentalen Bereich. Aus seiner Sicht entsteht mentale Stärke häufig durch schwierige Lebensphasen und Herausforderungen außerhalb des Rings.
Er formulierte dazu: „Sie brauchen etwas, das ihnen einen Vorteil verschafft. Das ist der schmale Grat. Muss es so extrem sein, wie ich es erlebt habe? Nein. Aber es gibt dieses Gefühl des echten Kampfes.“
Persönliche Erinnerungen an den schwierigen Karrierebeginn
Der Undertaker blickte im Podcast auch auf seinen eigenen Karriereweg zurück. Dabei machte er deutlich, dass sein Einstieg ins Wrestling aus seiner Sicht mit großen persönlichen Risiken verbunden war.
Er beschrieb diesen Abschnitt seines Lebens mit deutlichen Worten: „Als ich mich entschied, die Schule zu verlassen, um Profi-Wrestler zu werden, sagten mir alle: ‚Du bist dumm, du machst einen Fehler.‘ Ich lehnte jede Hilfe ab. Ich hatte das Gefühl, allen etwas beweisen zu müssen. Es gab Zeiten, in denen ich in meinem Auto schlief, von Club zu Club zog und Shows besuchte, bei denen man Geld verlor, nur um genug Geld für die Wrestlingschule zusammenzukratzen.“
Diese Erfahrungen hätten laut seiner Darstellung seine spätere Ausstrahlung als WWE-Superstar geprägt. Gleichzeitig stellte er die Frage, wie heutige Wrestler vergleichbare mentale Stärke entwickeln können, wenn sie nicht ähnliche Hindernisse überwinden müssen.
Zusammenhang zwischen realen Erfahrungen und Darstellung im Ring
Ein weiterer zentraler Punkt seiner Ausführungen war der Zusammenhang zwischen persönlichen Erfahrungen eines Wrestlers und dessen Wirkung im Ring. Der Undertaker machte deutlich, dass er davon überzeugt ist, dass Opferbereitschaft, Durchhaltevermögen und persönlicher Einsatz einen direkten Einfluss auf die Intensität und Glaubwürdigkeit einer Performance haben können. Aus seiner Sicht entstehen Ausstrahlung, Präsenz und Überzeugungskraft nicht nur durch Training oder Technik, sondern auch durch das, was jemand auf seinem Weg dorthin durchgemacht hat.
Demzufolge machte er deutlich, dass er der Meinung ist, dass diese extreme Form von Einsatz und Aufopferung heute seltener zu sehen ist. Er deutete an, dass dadurch manchmal eine gewisse Härte, Zielstrebigkeit oder innere Schärfe fehlt, die früher häufiger spürbar gewesen sei. Gleichzeitig räumte er ein, dass sich so etwas nicht einfach planen oder künstlich erzeugen lasse. Er erklärte im Kern, dass sich die kleinen Opfer, die Mühen und die zusätzlichen Anstrengungen, die jemand auf sich nimmt, oft direkt darin widerspiegeln, wie überzeugend jemand im Ring auftritt und wie authentisch diese Leistung beim Publikum ankommt.
Die aktuellen Aussagen stehen im Zusammenhang mit früheren Kommentaren des Undertakers – wir berichteten.
Logan Paul reagiert auf Tom Bradys Kritik an WWE-Auftritten
Logan Paul hat öffentlich auf Aussagen von NFL-Legende Tom Brady reagiert, nachdem dieser Pro-Wrestling und Pauls WWE-Aktivitäten kritisch eingeordnet hatte. Die Aussagen fielen im Rahmen eines gemeinsamen Gesprächs im Podcast „Impaulsive“, in dem beide auch über ihre Teilnahme an einem Fanatics Flag Football-Event in Saudi-Arabien sprachen.
Tom Brady bezeichnet Pro-Wrestling als „niedlich“ und stellt einen Vergleich zum Football her
Während des Gesprächs sprach Tom Brady über Logan Pauls sportliche Fähigkeiten und stellte dabei einen direkten Vergleich zwischen American Football auf Topniveau und Pro-Wrestling her. Dabei ließ er erkennen, dass er Paul zwar grundsätzlich für athletisch hält, den Leistungsstandard im Profifootball jedoch deutlich höher einordnet.
Diesbezüglich machte Brady deutlich, dass er glaubt, dass Spieler auf NFL-Spitzenniveau in einer anderen sportlichen Kategorie agieren. Er stellte heraus, dass er WWE zwar unterhaltsam findet und das Produkt grundsätzlich schätzt, den Wettkampfcharakter im Football jedoch als deutlich intensiver und sportlich anspruchsvoller bewertet. Außerdem deutete er an, dass er Logan Paul zwar als talentierten Athleten sieht, ihn aber nicht auf einer Stufe mit absoluten Elite-Spielern wie Saquon Barkley einordnet.
Mit dieser Aussage stellte Brady klar, dass er den sportlichen Wettbewerb im American Football eindeutig auf einem höheren Leistungsniveau einordnet als Pro-Wrestling, obwohl er gleichzeitig betonte, WWE zu mögen.
Logan Paul reagiert mit Social-Media-Video auf die Aussagen
Logan Paul reagierte anschließend über soziale Medien auf Bradys Aussagen. Er veröffentlichte ein Video, in dem er einen Sprung im Stil von Saquon Barkley nachahmt, unterlegt mit einem spielerischen Soundeffekt. Danach folgt eine Zusammenstellung spektakulärer WWE-Aktionen, darunter Luftmanöver und riskante Aktionen durch Tische. Begleitet wurde das Video von der kurzen Nachricht: „Die NFL ist süß @TomBrady“
The NFL is cute @TomBrady pic.twitter.com/aZCmx8wE6U
— Logan Paul (@LoganPaul) February 11, 2026
Wo Tom recht hat….ist ja so. Viel Show. Aber Spitzensport sieht anders aus …
American Football ist auch nicht gerade Spitzensport. Von den 3 Stunden die ein Spiel inklusive aller Unterbrechungen dauert, wird im Durchschnitt nur 11 Minuten wirklich gespielt.