Charlotte Flair hat sich in zwei aktuellen Interviews sowohl zur Rolle der Frauen im möglichen Main Event von WrestleMania 42 als auch zu ihrer persönlichen kreativen Situation nach WrestleMania 41 geäußert. Dabei sprach sie über Storytelling als entscheidenden Faktor für die größten Matches der Show und über eine Phase, in der für sie zunächst keine kreativen Pläne existierten.
Charlotte Flair über die Main Event Diskussion rund um WrestleMania 42
Mit Blick auf WrestleMania 42 in Las Vegas wurde Charlotte Flair gefragt, ob sie ein weiteres Womens Match im Main Event der größten Show für möglich hält. Sie machte deutlich, dass sich Frauen aus ihrer Sicht längst einen festen Platz in dieser Diskussion erarbeitet haben. Gleichzeitig betonte sie, dass die Road to WrestleMania noch offen sei und ihre eigene Titelrichtung aktuell noch nicht feststehe.
Dazu erklärte sie: „Ich hoffe es. Wir haben noch die Elimination Chamber, also was den Titel angeht, um den ich kämpfen werde, ob es nun die Tag Team Titel oder der Raw oder SmackDown Titel sein wird.“
Flair legte den Fokus bewusst nicht auf Geschlechterfragen, sondern auf die Qualität der Storyline. Für sie ist entscheidend, welche Rivalität die Show trägt und emotional am stärksten funktioniert.
Sie formulierte dazu: „Ich denke, dass Frauen in jedem Jahr das Main Event bestreiten können, es kommt nur darauf an, wer die beste Geschichte hat.“
Diese Haltung unterstrich sie erneut mit einer klaren Position zur Auswahl von Main Events: „Ich finde, niemand sollte nur deshalb den Hauptplatz bekommen, weil er ein Mann oder eine Frau ist. Ich finde, es kommt darauf an, wer die beste Geschichte hat.“
Historisch gesehen standen Frauen bereits zweimal im Mittelpunkt von WrestleMania. Bei WrestleMania 35 bildeten Charlotte Flair, Becky Lynch und Ronda Rousey den Main Event. Bei WrestleMania 37 standen Bianca Belair und Sasha Banks im Mittelpunkt. Flair betrachtet diese Momente als Beleg dafür, was möglich ist, wenn Storytelling und Charakterentwicklung im Fokus stehen.
Kreative Unsicherheit nach WrestleMania 41 und der Einfluss von Alexa Bliss
Neben der Zukunft rund um WrestleMania sprach Charlotte Flair auch offen über ihre Situation nach WrestleMania 41. Nach ihrer Rückkehr Anfang 2025 gewann sie den Women’s Royal Rumble und sicherte sich ein Titelmatch gegen Tiffany Stratton um die WWE Women’s Championship bei WrestleMania 41. Nach der Niederlage folgte jedoch keine direkte neue Storyline.
Flair erklärte, dass ihre Pause im WWE-TV nicht langfristig geplant gewesen sei. Sie schilderte, dass sie sich in dieser Zeit sehr zurückgezogen fühlte, bevor sich durch das Angebot einer Zusammenarbeit mit Alexa Bliss eine neue Situation für sie ergab. Sie erklärte außerdem, dass sich ihre Situation kurz darauf deutlich veränderte: „Dann kam Evolution. Ich hätte es nicht besser planen können. Ich war gerade an einem Punkt angelangt, an dem sie nach WrestleMania keine kreativen Ideen mehr für mich hatten.“
Diese Phase zwang sie laut eigener Aussage dazu, sich neu aufzubauen. Dabei erinnerte sie sich an einen Ratschlag von John Cena: „Als Nächstes musste ich mich irgendwie wieder aufbauen. Und wie [John] Cena sagte: ‚Sei nicht perfekt, sei du selbst.‘“
Tag Team Phase mit Alexa Bliss als kreativer Neustart
Aus dieser Situation entwickelte sich schließlich die Zusammenarbeit mit Alexa Bliss. Diese Konstellation wurde zunächst skeptisch aufgenommen, entwickelte sich jedoch schnell zu einer erfolgreichen Storyline. Gemeinsam gewannen sie beim SummerSlam die WWE Women’s Tag Team Titel und hielten diese rund 100 Tage lang.
Für Flair bedeutete diese Phase mehr als nur Titelgewinne. Sie erlaubte ihr, sich nach einer seltenen kreativen Pause neu zu definieren und neue Facetten ihres Charakters zu zeigen. Statt der üblichen Dominanz im Singles-Bereich standen nun Teamarbeit und Story-Entwicklung im Mittelpunkt.
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